Archiv für den Tag: 14. Mai 2019

Die „verlorene“ erste Woche – Teil 1

Nun, dieses Reisetagebuch begann erst in der zweiten Woche unseres Roadtrips. Der geneigte Leser (und ich mich mittlerweile manchmal selbst) fragt sich jetzt, was war denn in der ersten Woche? Ist das geheim oder was war da los?

Nein, da war ich nur noch nicht entspannt genug und der Reisemodus noch im Anlauf.

Also wie ging’s nun los?

1. Ankunft und erste Unterkunft

Nach zwei anstrengenden Flugetappen sind wir wohlbehalten und extrem gut riechend in Christchurch gelandet. Nach der obligatorischen Abwicklung am Flughafen (Passkontrolle, Gepäck abholen) wird in Neuseeland das Gepäck nochmals gescannt, nicht das sich da noch der ein oder andere Apfel im Gepäck versteckt. Wir haben vorsichtshalber alles weggeschmissen, leider auch die übrige Schokolade, Kekse und Kaugummis. Danach schnuppert einen noch ein Hund am — Gepäck, oder was dachtet ihr? Dann ist man endlich angekommen.

Beim Mietwagen gabs nochmal bissl Aufregung und Verzögerung , da kein Kindersitz da war. Am Ende haben wir einen bekommen, der gerade so noch passt. Aber der ist zum drin schlafen bequemer als nur so eine Sitzerhöhung. Zudem stellte sich als weiterer Vorteil heraus, das der ganze Kram vom der Rückbank nicht immer aufs Kind fällt 😉

Dann kurzer Einkauf in Christchurch und das Glück, in der Danish Bakery am Weg ein astreines Sourdough zu bekommen. Los ging’s in die Berge Richtung Arthurs Pass zur Porters Lodge (1,5h), die – sagen wir mal – zweckmäßig war. Das Wetter war jedenfalls erstklassig – auch am zweiten Tag, aber dazu irgendwann später mehr.

Für eine Handvoll Dollar

Heute ging’s weiter nach Takaka und in die vorletzte Unterkunft auf der Südinsel Neuseelands. Wir haben die Köpfe voll Eindrücke und es kommt uns eine Ewigkeit her vor, dass wir hier angekommen sind.

Die ein oder andere Unterkunft ist noch nicht im Voraus bezahlt gewesen, wie auch das Te Mahia Resort. Wir haben auch immer etwas Bargeld dabei, da manchmal bei Zahlung mit Kreditkarte so 1-3% aufgeschlagen werden. Heute wären 2,5% on top fällig gewesen, da haben wir uns entschlossen das Cash zusammenzukratzen und haben bar bezahlt. Damit waren fast alle unsere Barreserven dahin. Danach ging’s nach Nelson und Mittag essen im Gourmet Take Away Milton Street. Hier war ebenso eine KK Gebühr fällig, die wir mangels ausreichend Bargeld gezahlt haben. Danach noch ein Getränk in bar gezahlt und wir hatten noch genau 15 Dollar übrig.

14 Dollar davon mussten als Eintritt für den Founders Park (ist ein Gelände mit historischen Gebäuden, die in der Innenstadt abgebaut und hier als Freilichtmuseum ausgestellt werden) dran glauben, da hier keine KK akzeptiert werden. Da kamen wir uns dann vor, wie die älteren Leutchen an der Supermarktkasse, die ihr Portemonnaie der Kassiererin geben, damit die das passende Münzgeld zusammensucht. Alles ausgekippt und zusammengestoppelt.

Übrig blieb ein Dollar, der nicht reichte dem Kind ein Eis zu kaufen, was für Unverständnis sorgte.

Knapp kalkuliert, hat aber alles hingehauen. Der nächste ATM (Geldautomat) war unserer.

Im Freshchoice Supermarkt noch schnell ein paar Einkäufe erledigt und die Kühltheke an der man verschiedene Weine probieren kann bestaunt. Cool.

Zudem gibts in Nelson eine deutsche Fleischerei, deren Produkte auch im Freshchoice vorrätig waren. Probieren wir mal.

Die Fahrt von Nelson bis Takaka war ziemlich nervig, da in Nelson gerade Rushhour war und – am Ende – im Dunkel Serpentinen durch die Berge fahren nicht fetzt.