Archiv für den Tag: 17. Mai 2019

Farewell

Das schöne Wetter machte heute mal Pause, so begann der Tag mit diesem feinen, fiesen Regen, der wie Nieseln aussieht, dich aber in wenigen Minuten komplett durchweicht.

Also fiel es uns etwas schwerer uns heute zur geplanten Tour zum Farewell Spit aufzuraffen. Kurz vorm Mittag sind wir dann doch los und oben am Wharariki Beach machte der Regen tatsächlich eine Pause und wir konnten über saftige schafbesetzte Wiesen, durch knorrigen Gestrüppwald bis zu den Dünen und dem Strand wandern.

Wir konnten sogar ein Robbenbaby bei seinem Versuch aus dem Wasser zu kommen beobachten. Sehr putzig.

Nun danach öffnete der Himmel mal wieder seine Schleusen und wir gingen den ganzen Weg im Regen zurück zum Auto. Wir waren gut eingeweicht, als wir ankamen.

Ich habe dann noch allein eine kurzen Spaziergang zum Cape Farewell unternommen, auf dem ich dann ganz allein stand, den Wind und den Regen im Gesicht, den Blick auf den tosenden Ozean. In Gedanken an ein sehr persönliches Farewell.

Die „verlorene“ erste Woche – Teil 2

Nach einem etwas faden Frühstück (Müsli mit Dosenpfirsichen, Toast und Marmelade) sind wir zur Westküste aufgebrochen.

Unterwegs gab es viel zu sehen, der erste große Abenteuerspielplatz war Castle Hill, eine Ansammlung gigantischer Steinbrocken die zum verstecken und klettern einluden. Vom anfänglich trüben Wetter war nach einiger Zeit nicht mehr viel übrig.

Danach ging’s weiter über den Arthurs Pass. Auf einer kleinen Wanderung, deren Ausgangspunkt wir beim ersten Mal verpasst hatten (Wenden auf ner Serpentinen Straße ist nicht unmöglich) ging es steil nach oben zu einem Wasserfall (Devils Punchbowl).

Hier hatten wir auch den ersten Kontakt mit den berüchtigten Sandfliegen. Ganz fiese Viecher. Selbst heute nach fast vier Wochen, sieht man die Bisse noch deutlich.

Abends kamen wir ziemlich müde in Hokitika an. Da waren wir vor 13 Jahren im strömenden Regen, diesmal war das Wetter erste Sahne. Unser B&B hatte direkten Strandzugang und war sehr stylish eingerichtet.

In der kleinen Stadt haben wir leider im ausgesuchten Restaurant (Fat Pipi Pizzas) keinen Tisch mehr bekommen (bei dem Namen wohl auch besser so ;-), so kam es zu einem weiteren Erstkontakt: Fish und Chips TakeAway.

Der war sehr gut und seitdem ist Blue Cod mein Favorit.

Kurz vorm Zubettgehen im Dunkel dann noch in den Glühwürmchenwald, das ist absolut magisch, wie es da leuchtet.