Archiv für den Tag: 24. Mai 2019

Where the mountain meets the sea

Der Campingplatz am Forgotten World Highway, sah auch so aus. Selbst die Putzkolonne hatte wohl vergessen vorbei zu schauen. Kommt sicher nächsten Monat mal. Für eine Nacht ging’s, haben ja auch alles an Bord.

Also schnurstracks heute Morgen auf die Piste und den Highway mit seinen Merkwürdigkeiten zu Ende gefahren.

Kurze, vergebliche Jagd nach Brot in Stratford. Und danach gabs tolle Aussichten auf den Mount Taranaki, einem echten Vorzeige Vulkan.

Der Plan sah eine einstündige Wanderung in den Ausläufern dieses Berges vor. Die Fahrt zum Visitor Center war abenteuerlich, wie durch einen Tunnel aus Gehölz und Pflanzen. Bei Gegenverkehr war Beharrlichkeit angesagt, es passt aber immer irgendwie.

Die Wanderung (Kapuni Loop Trail) haben wir dann genau im Zeitrahmen absolviert. Mittendrin kann man noch zu den Dawson Falls absteigen, was wir auch gemacht haben. Der ganze Track war feucht und kühl, dass selbst der Atem zu sehen war.

Die anschließende Fahrt führte uns dann direkt an den Ozean, heute übernachten wir in Opunake ziemlich nah am Strand.

Der Riesenspielplatz direkt vorm Camper wurde auch schon ausgiebig bespielt. Die Facilities machen auch einen gepflegten Eindruck. Läuft.

Die „verlorene“ erste Woche – Teil 4

Der strömende Regen hielt an, unterbrach jedoch idealerweise meist dann, wenn wir anhielten, um uns die Beine zu vertreten.

Die ganze Gewalt und Kraft der Natur konnten wir uns in Franz Josef anschauen, hier war erst am 26. März die Brücke durch Wassermassen und Geröll komplett weggespült worden (wussten wir gar nicht, hätte auch nur einen Umweg von ca. 1.000 km zur Folge gehabt). Mittlerweile gab es zum Glück ein Holzprovisorium, dass man sehr langsam befahren durfte.

Wir haben uns das dann mal angesehen und hier lagen komplette Bäume, Massen von Geröll und der weggespülte Teil der Brücke herum. Einfach bei Google mal nach „Bridge Franz Josef Glacier“ suchen, da gibts das Video, wie die Brücke bricht.

Also Glück gehabt, wir konnten unseren geplanten Weg an der Westküste fortsetzen. Am Ende gabs noch einen kurzen Stopp am Tauparikaka Maritime Reserve, hier regnete es aber schon stark.

Für eine Nacht würden wir in Haast im Backpacker in einer Cabin wohnen. Es regnete dort in Strömen und die Cabin war eine Blechtonne mit zwei Doppelstockbetten. Da waren wir bisher ziemlich verwöhnt gewesen. Es blieb aber auch die einzige Cabin dieser Art, bis jetzt. Der große Vorteil ist bei den Cabins, man kann direkt davor parken und das Auto als erweiterten Stauraum nutzen. Neu war uns auch, dass wir die Betten selbst beziehen…naja also das Laken selbst unter die Überdecke basteln mussten. War aber in allen folgenden Cabins auch so.

Abendessen waren wir dann in einer großen Kneipe im Ort. Da kein Tisch mehr frei war, haben wir zum mitnehmen bestellt, was meist auch günstiger ist. Als das Essen fertig war, warteten wir dann doch bereits an einem freigewordenen Tisch und haben die nette Bedienung – sie kam aus Kroatien – gefragt, ob wir das bestellte TakeAway doch dort essen dürfen. Sie meinte, das geht normalerweise nicht, aber sie drückt mal ein Auge zu. Das sorgte wohl für etwas Verwirrung im Ablauf, ging am Ende aber alles gut.

Satt und zufrieden schliefen wir gestapelt ein.

Forgotten Worlds

Heute sind wir sehr zeitig aufgebrochen und haben den Tongariro Nationalpark wieder verlassen.

Kurzer Stopp in Taumarunui und dann ging’s ab auf den Forgotten World Highway. Der Himmel ist heute den ganzen Tag schon bedeckt und so wirkten die Fotomotive nicht ganz so schick.

Kurzer Imbiss im Camper und dann weiter Richtung Whangamomona immer durch die vergessene Welt. Das scheint echt so zu sein, da uns auf der ganzen Strecke vielleicht gerade mal sechs Autos begegneten. Das Highlight für uns war der Moki Tunnel, den haben wir gleich dreimal durchquert, weil’s so schön war. (Naja eigentlich, weil beim ersten Mal ein Mitfahrer geschlafen hat)

Der Highway hat auch ca. 12 km Schotterpiste, die sich aber wegen des geringen Verkehrsaufkommens gut fahren lässt.

Den Campingplatz haben wir gut gefunden. Ich sitze gerade vorm örtlichen Pub und schreibe.

Mittlerweile ist es dunkel und der Besuch im Pub sorgte für gefüllte Mägen und gute Laune.

Gute Nacht aus der Republik Whangamomona.