Archiv für den Tag: 26. Mai 2019

Road to nowhere

Die erste Nacht in „Freiheit“ liegt hinter uns. Wir standen fast allein auf diesem Parkplatz. Weiter hinten stand noch ein Van, dessen Insassen sicher auch darin übernachtet haben.

Der Tag begann mit Sonnenschein und im Handumdrehen war der Parkplatz voll mit Surfern und Schaulustigen. So einsam die Nacht war, so belebt war nun der Strand.

Unser Kind hatte sichtlich Spaß das Schauspiel zu beobachten. Das beste war jedoch, dass es keine Checkout Zeit gab und man in Ruhe in den Tag dillern konnte.

Unsere Reise führte uns weiter nördlich und wir waren rechtzeitig bei den Three Sisters (drei Felsen im Ozean), die nur bei Ebbe zu erreichen sind. Leider blieb nicht viel Zeit, da die Flut langsam einsetzte. Also mit schnellem Schritt Richtung Ozean und eine kurzen Blick darauf geworfen. Der Rückweg wurde uns dann doch von einer Welle abgeschnitten und wir mussten an einer Stelle durchs Wasser waten. Alle nach uns hatten allerdings richtig nasse Hosen.

Zum Essen haben wir uns heute mal wieder Fish & Chips geholt. Im berühmten Whitebaiters Inn in Mokau (die Autokorrektur macht hier beharrlich „Moskau“ draus). Nach einem fetten Mittag ging’s dann weiter auf die Mangatoa Road, die uns mit einem Schild begrüßte „Not recommended for Caravans“. Wir konnten leider nirgends etwas genaues über den Zustand der Straße finden und waren daher etwas aufgeregt.

Egal, weiter ging’s, bis uns ein Wohnmobil entgegenkam und der Fahrer uns winkte…oder war das eher ein abwinken und wollte uns sagen, hier kommt ihr nicht durch?

Egal, weiter ging’s mit einem mulmigen Gefühl im Bauch (was bei mir mehr den fettigen Fish & Chips geschuldet war).

Egal, drauf gesch… wir sind die Straße gefahren und bis auf ein paar km Schotterpiste ist es dieses Tal absolut wert gesehen zu werden, auch im Camper. Die Sonne brannte, das Gras war saftig grün, das Vieh sichtlich entspannt und der Fluss glitzerte.

Leider dauerte das ganze etwas länger als gedacht und wir haben uns dann entschlossen einen Stellplatz zu finden, damit wir nicht im Dunkel an all dem Sehenswerten vorbeidonnern. Gestrandet in Marokopa gabs auch einen coolen, leeren Campingplatz den wir gerne mit unserer Anwesenheit beglückt hätten, wäre da nicht ein KiwiCash Key nötig gewesen. Das ist wohl so ein Chip, den kauft man sich in größeren Städten, lädt den per App auf und bucht dann vor Ort den Platz. Tja, keine große Stadt in der Nähe.

Kein Key, keine Kekse.

Egal, es gab zumindest freies Wifi (Handyempfang war hier nicht) und die App CamperMate führte uns zu einem Stellplatz auf einer Farm. Günstig, nur ca. 15km weg und mit Dusche und WC. Also das ließ sich prima online buchen und alles war gut, bis auf den Hund der uns hier dann begrüßte.

Die Besitzer der Farm sind gerade mal in den USA und wir durften die Housesitter kennenlernen, die den Hund auch extra für uns verwahrten. Nach einem kleinen Spaziergang hier am Fluss entlang endete der Tag auch schon und wir machen es uns in unserem Camper gemütlich.