Archiv für den Tag: 27. Mai 2019

Wandertag – Natur pur und von Dumping keine Spur

Der Stellplatz auf der Farm war sehr ruhig, die Morgenroutine ist schon eingeschliffen und so waren wir dann gegen 10:00 Uhr startklar. Das Programm für heute war straff, den auf dem Weg nach Waitomo lagen einige Stellen, die kurz erwandert werden wollten.

Der erste Stopp waren die Marokopa Falls, kurzer Pfad ins Tal mit Ausblick auf ein paar ansehnliche Wasserfälle.

Kurz darauf lauerten schon die PiriPiri Caves auf uns. Hier ging’s erst aufwärts, dann kurz abwärts und direkt in eine dunkle Höhle. Als sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, sah man dann die Tropfstein Gebilde die teilweise recht unheimlich ausschauten.

Der letzte Stopp – für den Vormittag – war eine Natural Bridge. Hier führte ein Weg durch eine Klamm bis zu einem Riesenloch im Gestein, in dem unten drunter, wie auch oben drüber Pflanzen und Bäume wuchsen. Das sah total unwirklich aus, wie diese Poster, die es früher immer gab.

Danach ging’s über Weiden und unter den skeptischen Blicken der ansässigen Kühe zurück zum Parkplatz.

Auf nach Waitomo, mit der Hoffnung auf ein gutes kleines Mittagessen im viel empfohlenen General Store. Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber diese starb. Das war wirklich mies und wir haben uns echt geärgert, in diese Touristenfalle getappt zu sein.

Aber wir hatten noch andere Dinge zu erledigen, der Camper benötigt dringend eine Dumping Station, da mittlerweile alles ziemlich an die Kapazitätsgrenze kommt. Leider wollte uns der Campingplatz in Waitomo nicht „nur“ entsorgen lassen ohne dort zu campen. Wir hätten es auch gezahlt, aber gut, war ne nette Absage.

Da das Wetter gerade mal wieder eine Regenpause eingelegt hatte (wie idealerweise bei jedem kleinen Spaziergang heute), sind wir noch zum Ruakuri Bushwalk aufgebrochen, einem absolut genialen Rundweg der durch „Natural Tunnels“ führt, die man teilweise sehr gebückt durchqueren muss. Der Weg macht mit Kind sehr viel Spaß, gerade durch die Tunnel und Höhlen.

Der neue Plan war nach Otorohanga zu fahren, das Kiwihaus (in freier Natur sieht man die eigentlich nie) zu besuchen, einzukaufen und den Camper entleeren.

Da Kiwihaus war wirklich schön, wenn auch – wie vieles hier – recht teuer. Was allerdings in Neuseeland absolut „günstig“ ist, sind die Nationalparks, die kosten keinen Eintritt. Nur das ganze Drumherum (Busfahrten, Bootstouren etc.) zehrt an der Kreditkarte, wenn man das machen mag.

Zurück zu den Kiwis. Echte Kiwis zu sehen ist schon putzig. Die Häuser sind recht dunkel und es wird Nacht imitiert. Also man sieht nicht wirklich viel. Vor allem wenn der Kiwi direkt am Glas steht und frisst, man aber volle Bude mit dem Kopf gegen die Scheibe knallt. Zack und weg. Fotos darf man dort nicht machen, wäre aber sowieso viel zu dunkel.

Es gab noch alle möglichen anderen Vögel dort zu sehen und wir haben alles mal abgeklappert. Allerdings waren wir alle schon ziemlich voll mit Eindrücken und Bildern des Tages.

Blieb noch einkaufen und Camper „Wartung“. Letzteres gestaltete sich schwieriger als gedacht und so hatte die Dumping Station auf der Strecke weder Frischwasser noch eine Möglichkeit die Campingtoilette zu entleeren, wenigstens das Grauwasser konnten wir ablassen.

So stehen wir jetzt an einem See (Lake Ngaroto) auf einem Parkplatz (sagt Google Maps, denn wir sind im Dunkel hier angekommen und sehen nix) und hoffen morgen den Mist loszuwerden.