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Die „verlorene“ erste Woche – Teil 4

Der strömende Regen hielt an, unterbrach jedoch idealerweise meist dann, wenn wir anhielten, um uns die Beine zu vertreten.

Die ganze Gewalt und Kraft der Natur konnten wir uns in Franz Josef anschauen, hier war erst am 26. März die Brücke durch Wassermassen und Geröll komplett weggespült worden (wussten wir gar nicht, hätte auch nur einen Umweg von ca. 1.000 km zur Folge gehabt). Mittlerweile gab es zum Glück ein Holzprovisorium, dass man sehr langsam befahren durfte.

Wir haben uns das dann mal angesehen und hier lagen komplette Bäume, Massen von Geröll und der weggespülte Teil der Brücke herum. Einfach bei Google mal nach „Bridge Franz Josef Glacier“ suchen, da gibts das Video, wie die Brücke bricht.

Also Glück gehabt, wir konnten unseren geplanten Weg an der Westküste fortsetzen. Am Ende gabs noch einen kurzen Stopp am Tauparikaka Maritime Reserve, hier regnete es aber schon stark.

Für eine Nacht würden wir in Haast im Backpacker in einer Cabin wohnen. Es regnete dort in Strömen und die Cabin war eine Blechtonne mit zwei Doppelstockbetten. Da waren wir bisher ziemlich verwöhnt gewesen. Es blieb aber auch die einzige Cabin dieser Art, bis jetzt. Der große Vorteil ist bei den Cabins, man kann direkt davor parken und das Auto als erweiterten Stauraum nutzen. Neu war uns auch, dass wir die Betten selbst beziehen…naja also das Laken selbst unter die Überdecke basteln mussten. War aber in allen folgenden Cabins auch so.

Abendessen waren wir dann in einer großen Kneipe im Ort. Da kein Tisch mehr frei war, haben wir zum mitnehmen bestellt, was meist auch günstiger ist. Als das Essen fertig war, warteten wir dann doch bereits an einem freigewordenen Tisch und haben die nette Bedienung – sie kam aus Kroatien – gefragt, ob wir das bestellte TakeAway doch dort essen dürfen. Sie meinte, das geht normalerweise nicht, aber sie drückt mal ein Auge zu. Das sorgte wohl für etwas Verwirrung im Ablauf, ging am Ende aber alles gut.

Satt und zufrieden schliefen wir gestapelt ein.