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Nach Regen folgt unerbittlicher Sonnenschein

Der Tag begann mit Sturm und starken Regen. So begannen wir den Tag ganz entspannt, also zumindest immer ein Bein, wir standen ja immer noch schräg.

Vor uns das Meer, neben uns ein neu angelegter Spielplatz und hinter uns die schicken Strandhäuser der Aucklander, da ließ es sich gut aushalten.

Da es fast Mittag war und wir gern mal wieder in ein gutes Restaurant einkehren wollten, machten wir uns auf den Weg nach Mangawhai. Die Fahrt war mit Starkregen und heftigem Wind kein Vergnügen. Dort angekommen haben wir die Sandbar als Mittagspause ausgewählt. Im strömenden Regen angehalten , Regenklamotten angezogen und raus… von jetzt auf gleich – strahlender Sonnenschein und der Tisch in der Sonne war am Ende keine gute Idee, viel zu warm.

Das Essen war sehr gut und wir starteten gut gesättigt Richtung Strand. Dann sind wir noch den Goldsmith Trail hoch auf einen Aussichtspunkt gewandert. Der Weg war noch ziemlich aufgeweicht, so dass wir gut schauen mussten nicht in den Matsch zu fallen. Die Aussicht war atemberaubend.

Wir sind heute zum ersten Mal auf einem DOC Campingplatz (Department of Conservation, das ist die Naturschutzbehörde in NZ, die hier alle Nationalparks, die Reservate und ein paar Campingplätze mitten in der Natur verwaltet). Der Platz ist riesig und wir konnten uns einfach eine Stelle aussuchen. Hat ne Weile gedauert, eine halbwegs gerade Fläche zu finden.

Alles Schräg

Wir stehen heute in Algies Bay am Ozean, allerdings so schräg, dass die Speights Flasche vom Tisch rutscht. Auch kochen war spannend, die Töpfe hielten gerade so ihre Position.

Aber von Anfang an. Der Tag begann sonnig auf dem Campingplatz von Miranda. Der Trockner drehte – mit gewechselten Kleingeld – noch ne Runde und vollendete sein Werk von gestern zu unserer Zufriedenheit.

Relativ pünktlich standen wir kurz nach zehn Uhr vor der Weiterreise. Da entdeckte ich beim Grauwasser ablassen, das irgendein Metall in unserem rechten Vorderreifen steckt.

Dem ersten Reflex es rauszuziehen widerstanden, überlegten wir, was nun. Die nette Frau an der Rezeption schlug vor einen Abschleppdienst kommen zu lassen, ich überlegte einfach das Ersatzrad dranzuschrauben. Letztendlich haben wir den Joker Maryann gezogen (ihr erinnert euch? Genau, die Chefin der Womovermietung). Sie hat sich dann um einen Termin in einer Reifenbude – halbwegs auf dem Weg (Pukehohe) – gekümmert und wir sind mit dem lädierten Reifen 45min locker bis dahin gefahren. Die Jungs dort waren ähnlich gesprächig wie zu Hause, haben das Rad abmontiert, den Reißnagel entfernt, geflickt und Rad wieder dran. Das alles innerhalb ner knappen halben Stunde und für 25 NZD.

Wir haben die Gelegenheit der großen Stadt genutzt etwas einzukaufen.

Kurz gestärkt auf dem Parkplatz ging’s weiter der eigentlichen Route entgegen. Schnellstens durch Auckland durch um nördlich einen schönen freien Stellplatz finden.

Unterwegs bewegte uns folgendes Gefährt und ein Pulk älterer Menschen, die Drachen steigen ließen, zu einem kurzen Stopp am Strand.

Wie gesagt ein schräger Tag heute. Die Nacht wird es wohl auch, zumindest liegen wir mit dem Kopf nach oben, ich vermute, morgen haben wir Hobbitfüße.

Langer Tag – kurz erzählt

Ob es an dem nahenden Ende dieses Abenteuers oder einfach dem extrem guten Wetter lag, heute war ein langer Tag.

Wir haben heute Morgen inklusive selbst zubereiteten Frühstück den Rekord gebrochen, 8:30 Uhr sind wir heute aus unserem Stellplatz „ausgelaufen“ um möglichst früh noch einmal bei der Cathedral Cove zu sein.

Moment, ich wollte es kurz machen:

9:10 Uhr

Parkplatz war noch sehr leer, also für 15,50 NZD Parkticket gekauft und losgelaufen

9:55 Uhr

Endlich die Cathedral Cove erreicht und am Strand verweilt. (Wir kannten das als fast einsamen Platz, aber das war es nicht mehr)

11:50 Uhr

Zurück beim Auto und Mittag in Form von Griffins Shortbread eingenommen

12:09 Uhr

Pferde an der Straße, angehalten und das Kind glücklich gemacht

Hinter Coroglen auf die Road 309 abgebogen.

12:51 Uhr

Manuka Honig bei 309 Honey „an der Straße“ gekauft. Abenteuerlich.

13:36 Uhr

Kurzer Spaziergang zu den Waiau Falls an der Road 309, in dem man auch Baden kann. War uns zu kalt.

13:49 Uhr

Ankunft bei „Waterworks“ einem ziemlich skurrilen Park mit allerlei „Kunstwerken“ aus altem Krempel rund ums Thema Wasser. Es gab sogar nen Erwachsenenspielplatz. Faszinierend und sehr lustig außerdem.

15:30 Uhr

Park verlassen und an der Westküste von Coromandel runter „gedüst“. Dauerte lang, zu viele Kurven, mal wieder.

17:09 Uhr

In Thames im Pak’n’Save eingekauft

18:07 Uhr

Ankunft im Miranda Holiday Park Campingplatz

Wäsche gewaschen, Nudeln gekocht

19:33 Uhr

Ab in den Hot Pool, draußen waren es 5 Grad, drin schön warm. Auf dem Weg zurück zum Camper A…. abgefroren.

20:35 Uhr

Festgestellt das die Wäsche im Trockner noch feucht ist und man kein Kleingeld mehr für eine zweite Runde hat. Neuen Versuch für morgen früh geplant.

22:15 Uhr

Diesen Eintrag befasst.

Rolling Home – Teil 2

Allgemein kann man sagen, dass der Camper sehr gut durchdacht ist. Es gibt einen Tisch für drinnen, den wir aufgrund der Temperaturen und der Dunkelheit (gegen 17:00 dämmerts schon) eigentlich immer zum Essen nutzen. Der Aufbau ist ratzfatz erledigt. Zwei Rohre in den Camperboden gerammt und die Platte drauf. Sehr praktisch und erstaunlich stabil. Während der Fahrt sind die Tischbeine sicher im Schrank verstaut.

Die Stühle und der Tisch für draußen sind die üblichen Faltexemplare. Bis jetzt waren sie nur einmal in Benutzung.

Auch der Stauraum ist ausreichend. Es passt natürlich nicht alles aus drei 20-30kg Taschen in die Fächer, aber was man im Zugriff haben muss (Jacken, Mützen etc) ist auf die Schränke verteilt. Die Taschen fahren hinten im Gang mit und werden in der Parkposition einfach auf die Vordersitze verfrachtet. Das kennen wir schon aus dem California.

Die üppigen Vorräte sind auf Kühlschrank, drei Vorratsfächer (die man bei weniger Essen an Bord auch für Klamotten etc. nutzen könnte) und die Leerräume in den Geschirrfächern verteilt.

Das Geschirr an sich ist echt gut einzuräumen, vor allem bei Tellern und Tassen ist hier wirklich mitgedacht worden.

Handy laden und alles andere über USB geht natürlich einmal im Cockpit des Sprinter und im Wohnbereich hinten ist auch noch eine USB Steckdose verbaut, die über die Campingbatterie läuft. Ist der Camper am Landstrom gibts hinten noch zwei normale Steckdosen, an denen bei uns meist der Wasserkocher und der Toaster (Thema Brot) hängen. Hier kann aber auch mal der Fön oder das Ladegerät der Kamera dran (Adapter nicht vergessen).

Im dritten Teil gibts dann Infos zur Nasszelle und der Camper Maintenance.

Der frühe Vogel bekommt ein mieses Frühstück

Also 9:00 Uhr zu starten fiel uns leicht, ohne zu frühstücken ist das durchaus zu schaffen. Also umgebaut und los. So 50m weiter und gleich in das Onemana Boatshed Café eingekehrt. Die Sonne schien warm herein, nur der kalte Wind wehte durch die zugige Bude.

Der Kaffee – wir präferieren Flat White – war, wie meist hier, sehr gut. Bis das Frühstück kam, dauerte ewig und war dann auch noch nicht ganz das Bestellte.

Es war erst das zweite mal, das wir hier frühstücken waren (das erste mal war in Queenstown und sehr gut) und wahrscheinlich auch das letzte Mal. Mittlerweile sind wir fast komplett auf „Homemade“ oder „Campermade“ umgestiegen. Da es abends früh dunkel wird (ab 17:30 Uhr ist es finster) hat man auch genug Zeit sich was schönes zu kochen.

Wir haben dann den Mount Pakus in Tairua bestiegen und den Wahnsinns Ausblick ausgiebig genossen.

Anschließend haben wir uns aufgemacht die Cathedral Coves in Hahei zu besichtigen. Leider war es da so voll (die Kiwis haben langes Wochenende, Montag ist Queens day), dass wir keinen Parkplatz bekamen und kurzerhand zum einfach zum Hahei Strand gefahren sind und dort bissl die Sonne und den blauen Ozean genossen haben.

Da die Sonne schon tief stand, haben wir uns in der Nähe einen freien Stellplatz gesucht (in Purangi and der Cooks Beach Rd), der sich gerade kontinuierlich füllt. Da hier gerade Terrier Time ist, und ich meine nicht die kleinen, weißen, beobachten wir das ganze aus unserer Festung heraus. Morgen müssen wir halt wieder 9:00 Uhr weg.

In den Minen von Moria

Nein, keine Angst heute war „Herr der Ringe“-frei. Ich komme später auf die Überschrift zurück.

Regen. Es scheint als möchte uns Neuseeland den langsamen Abschied etwas erleichtern (schafft es aber nicht), der Morgen begann mal wieder nass. Wir haben dann trotzdem bei leichten Schauern eine kurzen Weg im herbstlichen MacLaren Falls Park abgelaufen. Oben gabs einen Lookout.

Ein sehr schöner Park und für eine Nacht absolut günstig und sogar mit heißer Duschmöglichkeit, für den, der sich auskennt. Man muss nämlich vorher einen roten Knopf an einem Rohr drücken, sonst kommt nur kaltes.

Wir haben uns von Marcos verabschiedet und sind weiter in den norden gefahren. Die Hobbiton Tour hat unseren Reiseplan etwas durcheinander gebracht. Das ist das absolut geniale am Camper, man ist frei und einzig der Abflug ist unser fixer Termin. Vielleicht.

Zum Mittag hatten wir heute zur Feier des Tages (Kindertag) Real Fruit Icecream. Von der Zubereitung war das wie damals in Okarito, Basis ist ein Milcheis und man bekommt gefrorene Früchte eingerührt. Die Eismaschine ist faszinierend.

Am Nachmittag waren kleinere Fetzen blauen Himmels zu erahnen und wir sind nach Karangahake gefahren, um den Window Walk zu machen. Der führte uns durch alte Minentunnel der ehemaligen Goldgräber Stadt. Man sollte eine Taschenlampe dabei haben, da die Tunnel recht lang und dunkel sind. Teilweise liegen auch noch die Schienen und man kann prima Eisenbahn spielen.

Gerade als wir aus den Tunneln über eine Hängebrücke auf der anderen Seite der Schlucht waren, kam ein kurzer aber heftiger Guss von oben. Zum Glück waren wir gerade unter einem Felsvorsprung und konnten es im Trockenen aussitzen. Eine schöne Gegend ist es dort und die Tunnel und alten Anlagen bilden eine passende Kulisse. Der Parkplatz war gut gefüllt und trotzdem war es aufgrund der vielen Wanderwege nicht zu voll auf selbigen.

Jetzt sind wir auf der Coromandel Halbinsel angekommen und haben einen schönen freien Stellplatz unweit vom Strand von Onemana, von dem wir morgen allerdings schon 9:00 Uhr weg müssen. Also ist wohl frühstücken gehen angesagt, ist ja auch Sonntag.

Die “verlorene“ erste Woche – letzter Teil

Der letzte Teil in dieser Reihe schließt die Lücke zur Kinloch Lodge, in der ich dieses Blog über unsere Reise begann.

Die Nacht im Blechfass war überstanden und wir machten uns über den Highway 6 – der nun von der Küste weg ins Inland führt – über den Haast Pass auf den Weg in die Hawea Flat.

Unterwegs gabs Wasserfälle, verwunschene Wanderwege, den Mount Aspiring Nationalpark und den Lake Wanaka zu bestaunen.

Unser Quartier war eine Art ausgebaute Garage, die wohl auch mal ein Kinderzimmer war, inkl. Ghettoblaster auf dem wir dann immer Radio Wanaka gehört haben. Idyllisch gelegen in einer Art Siedlung an der Straße, die nur über Gravel Road zu erreichen war.

Hier hat uns sogar der Osterhase gefunden und für strahlende und suchende Kinderaugen gesorgt. Allerdings schien der Gute am Ende arg erschöpft zu sein.

Am folgenden Tag haben wir uns mal wieder auf Brot-Suche begeben. In Wanaka sollte es einen Laden mit europäischen Köstlichkeiten geben, und eben auch guten Brot. Haben wir gefunden und gleich noch ein paar andere leckere Sachen gekauft.

Danach sind wir durch das Städtchen getingelt und haben bei „Big Fig“ ein etwas anderes Mittag gehabt.

Den Nachmittag verbrachten wir dann ganz abgelegen in der Homestead Bay ziemlich am Ende der West Wanaka Road, die wir zufällig entdeckten. Der See war magisch still und der Herbst zeigte sich in den schönsten Farben.

Nach diesem sehr chilligem Tag lag am darauf folgenden ein langer Weg vor uns. Über die Crown Range, durch das Cardrona Valley (definitiv eine der sehenswertesten Strecken), durch ein quirliges Queenstown, am Lake Wakatipu vorbei, durch Glenorchy (hier haben wir 2006 einen Herr-der-Ringe Ausritt im strömenden Regen gemacht) bis zur Kinloch Lodge.

Hinter jeder Kurve und jedem Hügel warteten immer neue Panoramen auf uns, die im strahlenden Sonnenschein unsere Speicherkarten beanspruchten.

In der Dämmerung erreichten wir dann die Lodge und fühlten uns wie am Ende der Welt.

Hin und zurück

Nach einer äußerst unruhigen Nacht, mit Gewitter und Regen ohne Ende sind wir heute im strömenden Regen gestartet.

In Tokoroa und einer kurzen Regenpause haben wir unseren Camper frisch gemacht und später haben wir es noch einmal bei dem Bäcker versucht, der letzten Dienstag geschlossen hatte. Diesmal mit mehr Erfolg. Zum Mittag gab es dann Pie mit Schinken, Hackfleisch und Ei. Eine Empfehlung aus den Google Rezensionen des Bäckerladens. Ja, der war gut.

Um 14:00 Uhr sollte unsere Reise nach Mittelerde ins Auenland beginnen. Wir hatten also noch etwas Zeit totzuschlagen, sind dann aber doch schon nach Hobbiton gefahren und hofften unsere gebuchte Tour eventuell vorzuverlegen. Das wäre auch gegangen, allerdings meinte die Dame bei Tickets, das die 14:00 Tour nicht so voll ist. Also blieben wir beim ursprünglichen Plan, was bissl sinnlos war, da wahrscheinlich dann alle anderen die für Ihre Tour zu früh waren bei uns dabei waren. Der Bus war jedenfalls voll. Bus?

Richtig gelesen, wir haben uns mit anderen Touristen in einem Bus zu einer geführten Tour nach Hobbiton bringen lassen. Ist leider die einzige Möglichkeit das Filmset zu besichtigen. Was sie nach den Herr der Ringe Filmen alles wieder abgerissen haben, ist nun seit „Der Hobbit“ massiv gebaut und stehengelassen, damit sich Unmengen an Menschen daran sattsehen können und Sir Peter Jackson und Herr Alexander (der Eigentümer des Farmlandes) einen netten Nebenverdienst und einiges an Arbeitsplätzen geschaffen haben.

Die Tour begann im Trockenem. Bei der ersten Hobbithöhle angekommen drehte der Himmel seine Dusche wieder auf. Wir hatten zwar komplett Regenklamotten am Start, aber Fotos knipsen war nicht ganz so angenehm. Also neben den vielen Mitreisenden auch noch klitschnass. Trotzdem war das Filmset wirklich sehr schön anzusehen, die ganzen Details sind der Wahnsinn. Sie haben die Eiche über Beutelsend komplett aus Silikon nachgebaut und 200.000 künstliche Blätter drangepappt, das Holz der Höhlen künstlich altern lassen und Moos mit grüngefärbten Sägespänen nachgestellt.

Als die Tour dann im Green Dragon Wirtshaus mit einem Bier endete riss der Himmel auf und ein wahnsinnig perfektes Licht fiel auf Hobbingen.

Alles in allem ist das wirklich sehenswert – sagen jetzt sogar die Mädels, die mit langen Gesichtern in die Tour gestartet waren – auch wenn es ein Loch ins Budget reißt.

Über Nacht stehen wir heute im MacLaren Falls Park. Ist jetzt nicht direkt ein Campingplatz, aber es gibt Toiletten und Duschen. Zudem ist das Gelände nachts abgesperrt.

Neben uns schläft Marcos aus Argentinien in seinem Zelt, bei dem Shitwetter. War ein netter Plausch mit ihm und eine Gelegenheit mal wieder etwas Spanisch ins Englische einzuflechten.

Und wieder brodelt es

Tatsächlich haben es die Mädels heute Morgen noch einmal geschafft, alle verfügbaren Hot Pools kurz anzubaden.

Danach ist eine Dusche aber ratsam, da sowohl Arsen, Bor, Calcium und alles mögliche andere im Wasser rumschwirrt.

Pünktlich 11:00 Uhr sind wir dann gestartet und Richtung Huka Falls aufgebrochen. Das hatte ich schöner in Erinnerung, die Falls sind schön blau, aber das ganze ist sehr überlaufen, man darf nur 30min parken und richtig Spaß macht es nur, wenn gerade ein Jetboat unten vor dem reißenden Strom Unsinn macht. Glück gehabt.

Ein kurzer Abstecher in den Pak’n’Save bescherte uns neue Milch und ratet mal… Da der Kühlschrank sehr klein ist, muss man halt öfter mal einkaufen, macht aber auch Spaß.

Zwischendrin haben wir für morgen schon mal Hobbiton gebucht, da bin ich schon sehr gespannt.

Heute haben wir einen schicken Stellplatz an einem warmen See direkt gegenüber des Orakei Korako Thermal Parks. Den Park haben wir gerade mal in aller Ruhe abgelaufen. Kostet für Kinder nix und bei Onlinebuchung gibts noch 10% Rabatt und man endet für zwei bei ca. 71 NZD. Der Eintritt berechtigt dann auch zum Campen auf dem Parkplatz. Netterweise lassen Sie uns sogar die Toiletten über Nacht auf.

Der Park ist meiner Meinung nach die bessere Wahl, wenn man sich zwischen Waiotapu und Orakei entscheiden muss. Man wird mit einem Boot über den See gefahren und darf dann zwischen Geysiren und dampfenden Löchern spazieren. Es riecht auch nicht ganz so streng, das Kind hatte vermutlich Hunger, denn es meinte „Riecht wie gekochte Nudeln“

Mein Highlight war, einen Ruru (ist eine Art Uhu) im freier Natur zu sehen. Den kannten wir bisher nur aus den Vogelhäusern.

Riesenbäume & Offene Erdkruste

Der Sturm heute morgen war heftig am Blue Lake. Da wackelte der ganze Camper.

Der See sah herrlich frisch aus und bei wärmeren Temperaturen kann man sich darin sicher gut abkühlen.

Wir sind zurück nach Rotorua gefahren und haben den Redwood Wald besucht. Riesige Nadelbäume, die hier angepflanzt wurden. Wir kannten die vor allem aus Californien. Das war hier ein mächtiger Wald und umso spektakulärer, da zwischendrin sowohl riesige Baumfarne als auch schwefelig muffelnde Tümpel das Ensemble vervollständigten. Den Walk über Hängebrücken zwischen ein paar Bäumen haben wir abgewählt, da es erstens zu teuer und zweitens zu voll da oben war. Nachts ist es aufgrund schicker leuchtender Lampions in den untersten Ästen bestimmt eindrucksvoller.

Wir sind einfach eine Wanderung am Boden gelaufen, die war toll und die Leute verteilten sich besser, so dass wir gefühlt den Wald für uns hatten. Mittag haben wir dann direkt auf dem Parkplatz gekocht und sind danach abermals in den New World in Rotorua eingekehrt. Sowohl Clotted Cream als auch frisches Sourdough waren dort zu finden. Daumen hoch für diesen Laden.

Danach ging etwas südlich zu den Thermalfeldern von Waiotapu. Das ist absolut sehenswert und wir kannten einen Teil davon schon aus 2006, allerdings waren damals weniger Zäune und man konnte wohl damals den Besuchern gesunden Menschenverstand zugestehen.

Der Eintritt ist wie immer hochpreisig, etwas sparen (10%) lässt sich mit einer Online-Buchung der Karten und einem PromoCode zur Hand. (Bei uns funktionierte „Arrival“) und aufpassen, der letzte Einlass ist 15:45 Uhr und geschlossen wird 17:00 Uhr. Wir waren 16:58 Uhr am Ausgang. Man sollte so 1,5 bis 2h planen, um alles abzulaufen.

Auf dem Weg liegen auch noch zwei Mud Pools, deren betrachten nix kostet, einen davon haben wir kurz vor Sonnenuntergang noch besucht.

Dann haben wir uns entschieden wieder auf einem bezahlten Campingplatz einzuziehen, allerdings einen mit heißen Pools, deren Benutzung beim campen dabei ist.

Da haben wir uns erstmal in der warmen Brühe (es fühlt sich durch die Minerale irgendwie ölig an) auf Temperatur gebracht. Sehr angenehm und es war recht wenig los. Auch unserer Kleinen hat es sehr gut gefallen, sie hätte noch ewig drin hocken können. Und was an diesem Campingplatz noch eine Erwähnung verdient: Check Out ist 11:00 Uhr. Da bleibt morgen vielleicht sogar Zeit noch einmal in den Suppentopf zu steigen.