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Der Wächter des Waldes

Die Nacht im Holidaypark in Ahipara war sehr schön und wir haben uns morgens wieder viel Zeit gelassen. Da einzige was nicht funktionierte, war Abwasser ablassen. Die hatten da einen Abfluss der war 30cm höher als unser Ablassventil und auch hier unten läuft Wasser nicht nach oben.

Auf ging’s Richtung Süden mit dem Ziel nach dem Mittag bei den großen, alten Bäumen zu sein.

Auf dem Weg stand wieder eine Fährüberfahrt an und diesmal kamen wir leider etwas zu spät, die Fähre war gerade losgefahren. Nach Fahrplan hätten wir jetzt eine knappe Stunde Zeit gehabt.

Da kam der Foodtruck an der Anlegestelle gerade recht. Merkwürdig war allerdings, dass die Fähre bereits wieder auf den Weg zu uns war, also viel eher drüben wieder abgefahren war. Nach einer halbe Stunde warten stand die Fähre wieder vor uns – da ein Krankenwagen drauf war, der schnell rüber musste – und wir sollten dann schnell drauffahren. Leider war das Essen noch nicht fertig zubereitet. So bekamen wir das Geld zurück und ab auf die Fähre.

Die Überfahrt war recht zügig, da der Kapitän wahrscheinlich wieder in seinen regulären Zeitplan kommen wollte. In Rawene angekommen, wollten wir gern ein Café besuchen, dass aus 2006 noch gut in Erinnerung hatten.

Leider hatte es Ruhetag. Also den örtlichen TakeAway aufgesucht und echtes Fastfood genossen – schnell aber schrottig.

Der weitere Weg führte uns nach Opononi – auch da waren wir 2006 schon einmal, damals auf dem Weg nach Norden. Ein kurzer Stopp dort und ein Besuch der i-Site (Das sind die Touristen Informationen hier) um sich über den Startpunkt der Wanderung des Signal Station Track zu informieren, die wir dann abgelaufen sind. Unterwegs offenbarte sich dann auf der einen Seite die Sicht auf die relativ ruhige Opononi Bay und auf der anderen auf die raue und tosende tasmanische See.

Es war nun schon späterer Nachmittag geworden und wir sind aufgebrochen zu Tane Mahuta – dem Wächter des Waldes (Stammdurchmesser 4,4m), einem ca. 2000 Jahre alten Kauri Baum, der vor allem in der Maori Kultur eine bedeutende Rolle spielt. Auch auf uns strahlte sein Anblick Ruhe und Erhabenheit aus.

Leider sind die großen Kauri Bäume stark gefährdet, denn irgendeine seltsame Krankheit befällt die Bäume und lässt sie absterben. Um dem etwas vorzubeugen, müssen sich alle Besucher nun an den Eingängen der Wanderwege die Schuhe putzen und desinfizieren. Teilweise sind auch ganze Tracks gesperrt. Hoffen wir mal das hilft und die Kauri Bäume bleiben auch weitere viele tausend Jahre Teil dieses Fleckchens Erde.

Später haben wir noch einen anderen sehr alten Baum – Te Matua Ngahere – besucht und uns dann zum Campingplatz aufgemacht. Wir haben uns für einen TOP10 (Kauri Coast) entschlossen, da wir uns die letzten Tage langsam wieder an die Zivilisation gewöhnen können.

Im Dunkel haben wir dann noch Aale (einfach mit der Taschenlampe in den Fluss leuchten und die Aale kommen hervor) und Glühwürmchen bestaunt. Das war hier direkt um die Ecke auf dem Platz.