{"id":91,"date":"2009-02-02T22:12:51","date_gmt":"2009-02-02T20:12:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.raum-c33.de\/wordpress\/?p=91"},"modified":"2009-02-02T22:14:39","modified_gmt":"2009-02-02T20:14:39","slug":"neueroffnung-eines-nutellaglases","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.raum-c33.de\/wordpress\/its-my-life\/91\/","title":{"rendered":"Neuer\u00f6ffnung eines Nutellaglases"},"content":{"rendered":"<p>Na wer von Euch drei Lesern (Hochrechnung!) da drau\u00dfen hat schonmal ein nigel-nagel-neues Nutellaglas ge\u00f6ffnet?<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst schraubt man den Deckel ab &#8211; bis hierhin kein Problem. Dann funkelt einem eine goldig-gl\u00e4nzende Folie entgegen und stellt die letzte H\u00fcrde auf dem Weg zu einem L\u00f6ffel, streichzarten, dunkelbraunen, nach Haseln\u00fcssen und frischer Milch duftenden Brotaufstrichs dar. Diese H\u00fcrde m\u00f6glichst elegant und spielerisch zu nehmen ist mit Abstand das schwierigste, was einem auf der frisch gedeckten nach Kaffee und knusprigen Backwaren riechenden Fr\u00fchst\u00fcckstafel passieren kann.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDenn schon allein der Versuch diese Folie r\u00fcckstandslos vom Glasrand zu entfernen ist zum Scheitern verurteilt. Das ist nicht wie bei einem Joghurtbecher oder bei Konfit\u00fcre, mal eben an der daf\u00fcr vorgesehenen Lasche ziehen und schon ist der Foliendeckel sauber von Becher getrennt. N\u00f6 n\u00f6 n\u00f6&#8230; (Gru\u00df an Horst ;-)) da gibt es ja nicht mal ne Lasche. Also popelt man da an 1-2 mm \u00dcberstand herum und zupft mal hier mal da und auf dem Tisch glitzert und blinkt es schon, wie die Schaufenster zur Weihnachtszeit.<\/p>\n<p>Irgendwann nachdem Kaffee und Backwaren nur noch kalt und duftlos vor sich hin d\u00fcmpeln, ist es endg\u00fcltig genug&#8230; Mit dem L\u00f6ffel, dem Finger oder dem Messer wird die miese, hinterh\u00e4ltige Goldfolie perforiert bis endlich die ersehnte braune Creme sichtbar wird. Nur wenigen und dann nur ganz, ganz selten ist es verg\u00f6nnt, die Folie komplett vom Glas entfernt zu haben (lediglich diese milchig-wei\u00dfe Unterschicht der Goldfolie klebt noch am Rand). Was einen dann erwartet ist ein Anblick von grazi\u00f6ser und unb\u00e4ndiger Sch\u00f6nheit. Eine glatte, kakaobraune und unber\u00fchrte Fl\u00e4che, die nur darauf wartet, mit dem eiskalten Metall eines Messers oder L\u00f6ffels aufgekratzt und zerw\u00fchlt zu werden. <\/p>\n<p>Doch schon beim zweiten Fr\u00fchst\u00fcck, gesetzt den Fall, das neue Glas hat das erste \u00fcberlebt, fehlt einem dieses Kribbeln und diese Ungeduld vor einer Neuer\u00f6ffnung und man kann ganz entspannt fr\u00fchst\u00fccken.<\/p>\n<p>So jetzt ich brauch &#8217;ne Brotzeit. Guten Abend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Na wer von Euch drei Lesern (Hochrechnung!) da drau\u00dfen hat schonmal ein nigel-nagel-neues Nutellaglas ge\u00f6ffnet? Zun\u00e4chst schraubt man den Deckel ab &#8211; bis hierhin kein Problem. Dann funkelt einem eine goldig-gl\u00e4nzende Folie entgegen und stellt die letzte H\u00fcrde auf dem Weg zu einem L\u00f6ffel, streichzarten, dunkelbraunen, nach Haseln\u00fcssen und frischer Milch duftenden Brotaufstrichs dar. 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