Höhlenmenschen

E. hatte auf dem Campingplatz schnell Freunde gefunden und auch wir hielten heute Morgen einen kurzen Plausch mit den Mietern der Nachbarhütte. Sie kamen aus LA, aber wohl ursprünglich aus Argentinien und Venezuela. Eine interessante und angenehme Konversation entspann sich, über Urlaubsziele und Fußball. Und den unverschämt vielen Urlaub, den wir Deutsche haben.

Nochmal kurz am natürlichen Spielplatz am See

Schon fast bissl peinlich war uns, bei fast all ihren National Park Empfehlungen zu sagen: „Waren wir schon“. Bestätigte nur die Sicht auf uns dauerurlaubende Deutsche. Sie erzählte am Ende, das es ihr erklärtes Ziel sei, alle National Parks der USA bis zum Lebensende bereist zu haben. J.‘s Kommentar, dass es immer gut sei einen Plan zu haben, folge nur „that’s a typical German saying“ Die waren echt in Ordnung und es war schade, dass wir weiter mussten, wobei noch eine Nacht in der Hütte hätte uns vollends verlottern lassen.

Morgenstund hat Toast im Mund

Auf in den Norden, wir würden heute Kalifornien verlassen und die nächste Nacht wieder in Oregon, am Highway 140 in einem klassischen Motel verbringen.

Bis dahin waren aber noch 3h30min im mittlerweile ziemlich verstaubten Hyundai abzureiten.

Leben aus’m Kofferraum

Erster Stopp und Picknick war der Burney Falls State Park, leider war wiedermal unser favorisierter Trail den allgegenwärtigen Bauarbeiten unterworfen.

Schade, dann verbrennen wir eben nicht beim Wandern in sengender Hitze

Es war leider nicht viel kühler als gestern und der lange Weg im Auto, bei angenehmer Innentemperatur, kam nicht so ungelegen.

Der Highway, unendliche Weiten

Der nächste Zwischenstopp war auch perfekt auf die hohe Außentemperatur abgestimmt, wir ließen uns in den kalten und dunklen Höhlen im Lava Beds National Monument abkühlen.

Mit jeder Stufe nach unten fiel die Temperatur
Immerhin Strom hier, im Gegensatz zur letzten Hütte (Mushpot Cave)
Und wieder raus zum Aufwärmen (Skull Cave)

Auf dem Weg ins Motel noch schnell beim Hawaiianischen Take away ungeahnte Fleischberge in die Assiette gepackt bekommen und mit gefüllter Plautze nach einem kühlen Bier gelechzt. Dieser Durst ist mittlerweile gestillt, auch wenn noch ausgelaufene Olivenpampe in der Kühlbox (kauft doch lieber Olivenöl und vergesst den Pro-Tipp) und ca. 30 XXL Mücken im Zimmer beseitigt werden mussten. Beim ersten half Küchenrolle und bei letzteren klappte das gut mit dem sicher extra dafür bereitgelegten Touri-Prospekt, was die Viecher relativ leicht in zweidimensionale Abbilder ihrer selbst verwandelte.

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