Wir haben hier keine wirkliche Nacht erlebt. Immer war es hell, maximal dämmrig. Es war herrlich und merkwürdig zugleich, fast Mitternacht noch immer im Hellen zu spazieren.

Es gibt laut Internet keine blutrünstigen Mücken in Island. Zudem auch keine Zecken, wie uns die Mädels der Pferderanch freudig berichteten. Was aber am letzten Tag die fette Krätze war, sind Kriebelfliegen. Winzige Scheissviecher (0,5-2mm), die in wenigen Minuten einen Streuselkuchen aus dir machen. E hat es am schlimmsten erwischt, sie hat 38 Bisse gezählt. J und mich hat’s allerdings auch getroffen.
Mücken sieht man wenigstens, schnappt sich ne Zeitung erzeugt ansehnliche Blutflecken an der Wand, auf die jede Spurensicherung stolz wäre. Diese Exemplare hier sind einfach nicht zu sehen. Es gibt sie wohl auch erst seit ein paar Jahren hier und vor allem im Südwesten der Insel. Das ist jetzt jedoch zusammen gegoogeltes, gefährliches Halbwissen. Eventuell gibts die mittlerweile auch woanders schon.

Straßen sind hier sehr oft nur Schotterpisten, wenn man die Ringstraße verlässt. Das macht einerseits Spaß und andererseits ist eine Rundum Versicherung beim Mietwagen sinnvoll. Auf eine zusätzliche Sand and Ash Protection – SAAP , sowie eine Gravel Protection – GP habe ich verzichtet, das muss man auch vor Ort abschließen, kostet viel Geld und ist bei den Straßen, die wir fuhren nicht unbedingt nötig.
