Good Bye Ozzy

Vor ein paar Minuten sind wir hier am Creamery Square in Tatamagouche angekommen und ntv informierte mich via Push Nachricht, das Ozzy Osbourne nun im Rock’n’Roll Himmel ist.

Irgendwie paradox, dass der Rocker, dessen Business es war, zu schockieren, es ein erneutes und letztes Mal schaffte, ebendies zu tun. Anders, als unter Schock stehend, kann ich mir auch nicht erklären, wie wir plötzlich in einem Touristen Zug (also die, die auf der Straße fahren mit einen lokomotivähnlichen Zugfahrzeug) landeten und winkend durch Tatamagouche fuhren.

Die haben immer freundlich gegrüßt

Doch halt, springen wir zunächst nochmal zurück auf gestern Abend, der endete nämlich nicht etwa mit dem Besuch der Cheesefactory. Ich war einfach nur zu müde, um den Rest noch in einer einigermaßen lesbaren Form hier abzuliefern.

Esel ohne Brücke

Bevor wir später unsere Gastgeber im konventionellen BnB dem „Parrsboro Mansion Inn“ kennenlernten, verführte uns das magische Licht nach dem Regen kurz vor Parrsboro links abzubiegen und dem Five Island Provincial Park für eine Fotosession abzufahren.

Treibholz am Stück
Schlammpool
Krone verrutscht

Wir wurden im BnB herzlich von Michael begrüßt und eingecheckt. Das noch andere Gäste da waren, war irgendwie ungewohnt für uns, hatten wir doch bisher immer alles für uns allein. Auch die Frage was wir zum Frühstück essen wollen, befremdete uns. In vorherigen Reisen zu zweit, waren BnBs unsere bevorzugten Unterkünfte. Jetzt sind wir es gewohnt 3-4 Einkaufstüten plus Kühlbox an Vorräten im Auto zu haben, immer bereit für ein Picknick bzw. Kochabenteuer morgens und abends.

Parrsboro Mansion Inm
Der Captains Room

Die bisher ab und an bei den Unterkünften enthaltenen Hot Tubs, hatten wir wegen der schon sehr gemütlichen Außentemperaturen nie genutzt. Das BnB hatte diesmal einen beheizten Pool (28 Grad) mit Rutsche und Sprungturm. E war sofort begeistert und wir verzichteten auf ein Abendessen außerhalb und verbrachten den Abend amphibisch. Allerdings bei 18 Grad Außentemperatur, was idealerweise auch andere Mitschwimmer fern hielt.

Nein, das ist nicht der Pool, der war hinterm Haus

Michael, unser Gastgeber im BnB machte uns und den anderen Mitbewohnern heute Speck, Spiegelei und Pancakes zum Frühstück. Er und seine Familie sind von Südafrika hierher ausgewandert, weil sie in Kanada weder eine Mauer ums Haus noch vergitterte Fenster benötigen. Es sind diese Geschichten, diese Begegnungen mit Menschen, die neben grandioser Natur, schicken Behausungen und allem anderen eine Reise ausmachen.

Zum Beispiel der Tipp, die heutige Morgenwanderung über Partridge Island langhosig zu absolvieren, war Gold wert. Dichtes Brombeergestrüpp hätte sonst für fein rot gestreifte Schienbeine gesorgt.

Parken auf dem Strandstreifen

Die schwarze Rakete direkt am Stand abzustellen verursachte etwas Unwohlsein, auch wenn das Wasser augenscheinlich nicht bis zu den Parkplätzen ansteigen würde. Da kam ein Wanderer des Weges… ein einheimischer dazu, der uns beruhigte und zugleich eine alte Mi’kmaq Geschichte auf Lager hatte.

Ohne Machete durchs Unterholz
Der Chevy steht noch stabil (Suchbild)
Gut verheilter Bruch
Ausblickbelohnung am Ziel

Es folgte eine längere Fahrt durch sonnige Wälder und kleine Ansiedlungen. Ohne große Ankündigung wechselt hier der Straßenbelag auch mal eben von Flüsterasphalt zu losem Schotter. Selbst bei nur 80km/h sorgt dies häufig für ein „Huch“ beim gesamten Insassenteam. Der Chevy lächelt das allerdings nur müde weg.

Wohnen am Feldweg

Zurück zum hier und jetzt. Wir zuckeln also im Touri Zug durch Tatamagouche. Und es war wirklich nett, der Fahrer sicher bekannt, wie ein bunter Hund, alle winken und ich kann den Blick auch mal schweifen lassen, da eben jener bunte Hund die Straße im Blick behält.

Sogar eine alte Brücke wurde überquert

Während der „wilden“ Fahrt konnten wir unseren dritten Adler am Himmel beobachten.

Mittlerweile sitze ich auf der Mini Terasse unseres Tiny Houses mitten im Wald, umschwirrt von Mücken, aber auch Spechten und Kolibris (absteigend sortiert). Es sind mehrere kubusförmige Häuschen hier verteilt. Trotzdem ist man für sich und schaut direkt in den Wald.

Es muss nicht immer Meer sein
Wohnwürfel mit Ausblick