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Flora und Fauna

Adieu alte Scheune, du zugige, doch sehr stilvolle Behausung. Du botest nicht nur uns Unterschlupf, sondern auch zahlreichen kleinen Krabbeltieren, die sicher weit vor der Nutzung als AirBNB schon bei dir eingezogen waren.

Hier gab’s gestern Abend noch Pizza
Und das war eine von dreien

Obwohl die nächste Unterkunft (diesmal ein echtes BnB) nur Luftlinie 33km entfernt war, mussten 240km mit der schwarzen Rakete zurückgelegt werden. Dazwischen lag die Bay of Fundy, die umrundet werden musste.

Kann man sicher zu viert vorn sitzen

In Wolfville – unserem ersten Stopp heute – findet man die Acadia University, ein ziemlich ausufernder Campus mit allerlei Gebäuden, Sportanlagen und einem botanischen Garten. Letzterer wurde von uns durch einen Seiteneingang erkundet und enthielt interessante Gewüchse.

Sonnenallee
Eindrucksvolle Eingangshalle, wenn man den Haupteingang wählt

Eine Uni-Stadt also, da sollte sich doch was leckeres für den sich anbahnenden Mittagshunger finden lassen. Tat es auch, eine Brauerei in einer Kirche, mit dem passenden, wie auch naheliegenden Namen „Church Brewing Co“. Das Essen war angenehm scharf gewürzt und auch die Getränke ließen wenig zu wünschen übrig.

Hier braut sich was zusammen

Mit gut gefüllten Bauchhöhlen machten wir uns auf den weiteren Weg auf die andere Seite der Bay, immer wieder mit Ausblicken auf leere Flussbetten mit rotem Schlamm.

Bei Ebbe bleibt der Fluss ein Matschbecken

Man kann hier Mud Sliding machen, also die Schlammhänge runterrutschen um danach auszusehen, wie in Metaxasauce getränkt.

Unterwegs setzte dann Regen ein. Ein ziemlich heftiger, der unserer schwarzen Rakete teilweise die Bodenhaftung entzog. Dabei hatten wir den schlimmsten Teil der Regenfront wohl gar nicht abbekommen, der Highway war in Teilen nur ein einziger See.

Auf dem Highway war die Hölle los

Wir steuerten das nächste Ziel an, eine holländische Käserei mit angeschlossenem kleinen Tierpark. E freute sich auf die angekündigten Hängebauchschweine, J und ich auf guten Käse. Nun Käse gab’s dann nur Gouda in verschiedenen Altersklassen. Dafür fanden sich im Laden viele andere niederländische Produkte von Clogs bis Schokolade.

Nicht alles Käse

Die Tierparkrunde begleitete ein feuchter Sprühregen, der Sorte unscheinbar, aber fies. Nicht wirklich spürbar, trotzdem ist plötzlich alles nass.

Roger und seine Freunde
Faules Schwein
Ein Emu steht im Walde
Minipferde, die leider nicht jedem aus der Hand fressen

Man bekam beim Eingang Münzen für die an jedem Gehege aufgestellten Futterautomaten. Bei den Ziegen staunten wir nicht schlecht, als kurz nachdem im Automaten der Groschen gefallen war, eine besonders biegsame Ziege einfach durch den Zaun glitt und direkt am Automaten J zum Drehen des Knopfes ermutigte.

Gar nicht blöde Ziege
Betriebsfeuerwehr der Cheesefactory?

Annapolis Royal

Was klingt, wie eine Mischung aus B-Movie Science Fiction, griechischer Fleischplatte und Hamburger, ist tatsächlich eine Stadt im Norden Nova Scotias. Historisch wild umkämpft und sogar früher mal die Hauptstadt von Nova Scotia.

And it was all yellow

Uns trieb der Farmers Market hierher, der jeden Samstag stattfindet und frische Vorräte und allerlei anderes zu bieten hatte. Es gibt in dem Ort sogar eine German Bakery, die bei Google aber aufgrund der Preise nicht so gut wegkommt. Der Stand auf dem Markt war jedenfalls gut besucht. Die Produkte sahen auch ganz gut aus.

Beim Bäcker anstehen, typisch deutsch
Gebraut wird hier in jeder Ecke

Nichtsdestotrotz kauften wir ein Sauerteigbaguette bei einer anderen ansässigen Bäckerei. Diese wollte dann auch aufgrund eines Hungergefühls alsbald verspeist werden. Und wo kann das besser sein, als direkt auf einer der sehr gepflegten Rasenflächen von Fort Anne, einen Fort was einst den Hafen und die Stadt sicherte und dem ersten „National Historic Site“ von Kanada.

Golfplatz Vibes auf Fort Anne
Einbahnstraße
Endlich was, um auf Spatzen zu schiessen

Ein weiterer sehr sonniger Tag hier in Kanada. Auch wenn wir heute einiges an Kilometern machen mussten, um an der Bay of Fundy anzukommen. Die Behausung ist mal wieder wohlfühlen pur. Eine alte Scheune, umgebaut ohne den alten Charme zu verlieren. Viel Holz, viel Rost und Blick direkt aufs Meer. Das Rauschen der Wellen im leicht verbrannten Ohr, könnte man es hier locker auch länger aushalten.

Immer wieder spannend, was uns wohl dein erwartet?
Sogar mit Sonnendeck
Schlafzimmer ist oben
Beleuchtungskonzept ist üppig
Panorama Verglasung

Die Bay of Fundy hatten wir schon beim letzten Kanada Trip besucht, allerdings von der gegenüberliegenden Seite, von New Brunswick aus. Der Tidenhub betrug hier wohl schonmal 21m, normal sind aber eher zwischen 13m bis 16m. Auf jedenfall enorm.

Beleuchteter Tannenbaum

In Annapolis Royal haben wir heute Garibaldi wiedergetroffen, einen kleinen Dackel aus Österreich, den wir gestern beobachten konnten, wie er das erste Mal am Strand von Cape St. Marys freudig zum Meer lief. Wenn man bedenkt, das beide Orte eine Stunde Fahrt auseinander liegen, schon ein besonderer Zufall.

Blick aus dem Oberstübchen

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