Wir haben’s geschafft, wir sind nach knapp 11 Jahren mal wieder übern Teich geflogen.
Das war aber auch ne Anreise. Hier mal die Kurzfassung der ersten 24h:
5:30 Ihr CEST
Ich bin wach im Hotel Arabella (ja, es heißt wirklich so) in Bad Nauheim. Wir düsen direkt los und kaufen noch schnell beim Bäcker Sachen ein, für die man noch Zähne benötigt.

12:00 Uhr CEST (central European summer time)
Der Flieger startet später, da nur ein Mann da ist, die Kiste mit Catering zu beladen, die arme Sau. In der Gastro fehlen überall die Leute.

Wir – also die Piloten – holen gut Flugzeit raus, aber die letzten 3h hängt J. nur über der Kotztüte. Unglaublich, das die Dinger so dicht sind. Sie hat’s jedenfalls tapfer durchstehen müssen, aussteigen in 11.000m Höhe ist auch eher unvorteilhaft.
13:00 Uhr PDT (pacific daylight time)
Wir landen.

Dann steht das Gepäckband still und der Borderline-Hund erschnuppert unser aus Deutschland importiertes Gebäck. Das Obst haben wir zum Glück alles entsorgt, auch wenn’s schade war. Man sollte sich hier einfach an die Regeln halten, sonst verliert man Zeit. Eine andere deutsche Familie hatte noch die komplette Obst- und Gemüseabteilung eines mittleren Rewe im Rucksack und begann dann auch noch mit der Beamtin zu diskutieren. Selbstgemachtes Leid.
14:30 Uhr PDT
Beim Mietwagen geht erst meine Kreditkarte nicht, und Du musst die nehmen, denn mit der hast Du ja gebucht. Dann stehen wir bestimmt 45min an der Ausfahrt, weil die Profis das Auto doppelt vergeben haben (als wir im Parkhaus losfuhren, wurden die Augen des anderen herannahenden Mieters immer größer, aber hey „first come first serve“). Es ist ein Hyundai Santa Fe – ich seh die Enttäuschung meines Autoschrauber des Vertrauens schon bildlich vor mir.

Dann stehen wir 45min in der Ausfahrt, bis sie dieses Problem gelöst hatten. Wir hatten die Bude gerade wieder ausgeräumt, da wir nen anderen Wagen bekommen sollten, als es dann hieß: Nee, ihr dürft die Kiste behalten, der andere ist nun umgebucht.
15:30 Uhr PDT
Wir kommen endlich los und „düsen“ Richtung Süden auf der Interstate 5, die ähnlich verstopft ist wie ihre Namensvetterin A5. Dann in den Walmart und eine Erstausrüstung gekauft. J. Ist noch zu schlapp und ruht im Wagen. E. kann auch die Augen kaum noch aufhalten, aber shoppen lässt sie sich nicht entgehen. Drinnen werden die Augen wieder hellwach. Vor allem die Spielzeug Abteilung flasht E. und auch ich bin gefesselt vom Angebot des Superstore.
20:00 Uhr PDT = 5:00 Uhr CEST
Wir erreichen 2,5h später – nach fast 24h Reisezeit unsere Hütte im Wald unterhalb des Olympic NP. Aber die entschädigt für fast alles, absolut schön hier. Jetzt noch schnell nen Hefeteig gemacht, damit wir morgen frische Brötchen haben.


