Archiv des Monats: Mai 2019

Christchurch zu Fuß

Unser zweiter autofreier Tag führte uns durch die arg zerklüftete Stadt Christchurch. Beim Anblick der vielen Freiflächen (Parkplätze gibts zuhauf) und der stark zerstörten Kathedrale bekommt man ein beklemmendes Gefühl. Die Stadt ist auch 8 Jahre nach dem Beben eine riesengroße Baustelle, Unmengen an Handwerkerfahrzeugen, LKW mit Baumaterial und Kräne prägen das Stadtbild.

Auf dem entstandenen Freiraum gibts verrückte Installationen, wie den Dance-o-Mat, gebaut aus ner alten Waschmaschine. Für zwei Dollar und entsprechend Musik dabei, kann man hier für 30 min ne Privatdisco starten.

Oder ein riesengroßer Joystick auf der einen Straßenseite steuert eine Art Space Invaders auf einem Riesen-Led-Board am Vodafone Gebäude gegenüber.

Auf dem größten Spielplatz Neuseelands waren wir natürlich auch.

Plötzlich und wie aus dem Nichts tauchten diese beiden Herren auf und sorgten für leuchtende Kinderaugen. „Sind die echt?“

Es gibt unheimlich viele neue Gebäude hier, aber auch ein paar alte wurden repariert und teilweise wieder zum betreten freigegeben.

Bevor wir dem Art Museum eine. Kurzen Besuch abgestattet haben, waren wir im botanischen Garten unterwegs und haben Bäume umarmt 😉

Nach einer köstlichen Pizza in Francesca’s Kitchen begegnete uns dann noch dieses Geschoss und sorgte bei mir für leuchtende Augen. „Der ist echt!“

Driving down the highway 72

Der Tag begann mit Nebel, wie der gestrige aufgehört hatte. Unsere kleine Cabin am Lake Tekapo war ziemlich schick, also die beste Cabin auf einem Campingplatz bisher. Bis zu den „facilities“ war es bissl weit und stockfinster nachts, da trinkt man am besten nur ein Bier zum Abendessen 😉

Zuerst galt es ein gutes Brot zu finden, die anderen Vorräte aufzufüllen und den Mazda aufzutanken. War alles ganz easy in dem kleinen Örtchen zu erledigen. Danach noch den Spielplatz frequentiert und alle waren glücklich. Selbst die Sonne kam kurz vorbei.

Das Ziel heute war Christchurch und da wir immer mehr dazu tendieren, morgens die Zeit zu verbummeln, haben wir dann unterwegs gepicknickt – das frische Sourdough war sensationell – und ansonsten sind wir bei Schmuddelwetter durchgeritten.

Zwischendrin gabs noch eine krass blauen Fluss an der Rakaia Gorge.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit haben wir dann unser heutiges Quartier erreicht. Eine Villa in Christchurch, bei der wir heute die einzigen Gäste sind und der Shared Bathroom doch nur uns gehört. Das Ding ist ziemlich neu, wie fast alles hier, da das Erdbeben 2011 hier so ziemlich alles zerstört hatte. Ich erkenne jedenfalls bis jetzt nix wieder.

Lake Tekapo

Heute stand der Mount Cook auf dem Programm, also angucken, nicht hochklettern. Unser schöner Seeblick entpuppte sich heute morgen als trübe Suppe, die einen keine 30 Meter weit sehen lässt.

Nach einem schönen Frühstück, sind wir mit gemischten Gefühlen, zum Teil dem trüben Herbstwetter geschuldet, in Richtung Mt Cook und Tasman Gletscher aufgebrochen. Fast den kompletten Weg dahin konnten wir uns schlecht vorstellen, überhaupt einen Berggipfel zu sehen.

Da haben wir uns Zeit gelassen und mal schnell am See ein Treibholz-Tipi gebaut.

Danach blitze am Horizont etwas Sonne auf…und nach weiteren Kilometern bot sich uns ein atemberaubender Ausblick.

Da bot sich ein Picknick förmlich an, hier Clotted Cream auf Erdbeermarmelade und Hefeteig.

Die Berge zeigten sich nun von ihrer schönsten Seite.

Eine kurze aber steile Wanderung führte uns dann noch zum Gletschersee.

Lake Ohau

Eine lange Fahrt liegt hinter uns. Aber der Reihe nach:

Zunächst die Auswertung des Burger Abenteuers von gestern Abend. Ich bin dann zu Fuß ca. vier Blocks zur Burgerbude getingelt. Auf meinem Weg standen unzählige Lime Roller, aber ich wollte mich nicht blamieren. Ich hatte weder die App noch eine Ahnung wie man die Dinger würdevoll bewegt.

Als ich schließlich ankam, grinste mich Mr. T von einer Werbung an, also sofern Mr. T überhaupt grinsen kann. Die Bude war gerammelt voll und ich dachte, online zu bestellen ist ne gute Idee gewesen.

Also kurz geschaut, wo die Typen mit den Blick aufs Handy standen und einfach souverän an der Schlange vorbei und vorne am Tresen platziert. Ganz sicher war ich nicht, ob ich mich irgendwo anmelden muss, es gelang mir jedoch durch observieren der Einheimischen herauszubekommen, das ich einfach da warten muss bis die eine fette braune Tüte hochwuchten und meinen Namen rufen. Das haben sie dann auch und zwar auf die Minute 6:35pm wie online angegeben. Respekt!

Die Burger war ganz passabel, nur bissl durchgespült nach dem Fußmarsch zurück. Check out: ReBurger Dunedin

Und jetzt zurück zu heute. Wir sind pünktlich 10:00 in dunedin gestartet und das erste Ziel waren die Moeraki Boulders. Ein kurzes Fotoshooting und dann weiter nach Oamaru zum Farmers Market – von Dunedin geprägt, gibts da immer schmackhafte Kleinigkeiten. Kurz vor Toresschluss haben wir dann noch schnell zwei Teigtaschen verzehrt.

Oamaru ist auch eine Hochburg des Steampunk. Selbst die Leute laufen mit alten Klamotten und Schweißerbrille durch die Gassen. Selbst der Spielplatz war im Steampunk Style.

Obwohl nicht geplant, haben wir uns zum Besuch des Steampunk Headquarter entschlossen. Gute Idee! Unbedingt machen, das ist sowas von abgefahren und gruselig zugleich. Man darf hier alles anfassen, auf allem herum klettern und alles ausprobieren. Das hat unserem Kind auch sehr gefallen, auch wenn ich manchmal dachte, das ist eher ein Horror-Science-Fiction Kabinett. Bleibende Schäden konnte ich noch nicht feststellen.

Da die Zeit schon weit fortgeschritten war und wir gern im Hellen im Quartier aufschlagen wollten, sind wir dann durchgebrettert und haben die Elephant Rocks ausgelassen.

Wir haben die Lake Ohau Lodge in der Dämmerung erreicht. Passt alles soweit, das Mobiliar ist schon etwas älter, wir haben aber direkten Ausblick vom Bett auf den See. Hier in den Bergen gibts wieder nur wenig Internet – Dunedin hat uns da mit 6GB verwöhnt – hier sind es ganze 100MB…und Schluss

Just another city?

Nur wieder eine Stadt oder doch was außergewöhnliches? Nun Dunedin ist schon irgendwie speziell, wir haben uns hier sofort wohl gefühlt – anders als in Invercargill. Unser Motel liegt im Norden und nahe der Uni. Entsprechend viele Takeaways und Fastfoodtempel gibts hier auch.

Gestern haben wir dieses Angebot gerne genutzt und ein umfangreiches Abendmahl für den schmalen Taler genossen. Der „Mei wah“ Takeaway macht wirklich leckere Chips.

Zurück zum heutigen Tag, der mit einem selbstzubereiteten Frühstück im Motelzimmer begann. Küche ist hier mit dabei. Danach sind wir nach Downtown gefahren und haben das Auto hinter dem Bahnhof abgestellt.

Ab da haben wir alles zu Fuß erkundet, was man nicht muss, denn an jeder Ecke stehen die Elektroroller von Lime herum und laden zum düsen ein. Zunächst haben wir die Augen auf dem Farmers Market geweidet. Neben Brot, leckeren Tartes, frischen Gemüse und guten Kaffee gab es auch allerlei exotisches Essen. Als wir den Markt abgegrast hatten sind wir auf Erkundungstour in der Innenstadt gegangen, nicht ohne vorher dem äußert schicken Bahnhof unsere erneute Aufwartung zu machen.

Zu unserer Enttäuschung ist die Cadbury World leider komplett dicht und unser Schokoladen-Pegel musste anderweitig gehalten werden.

Wir schlenderten übers Octagon, in eine Kirche und am Ende noch in den Chinese Garden.

Kurzer Abstecher noch zur steilsten Straße der Welt, der Baldwin Street und dann ab zurück ins Zimmer und etwas ausruhen. Unser Kind ist ein echter Stadtläufer, soviel zu sehen und absolut keine Anzeichen von Müdigkeit. Ich hab jedenfalls Plattfüße.

Zum Abschluss habe ich gerade online Burger bestellt. Die hole ich dann in 10min ab. Mal sehen ob die auch schmecken. Das verrate ich dann morgen.

Dunedin

Heute haben wir unserem Strandhaus mit grandiosem Blick auf den Ozean in der Curio Bay Lebewohl gesagt und uns in Richtung Dunedin auf den Weg gemacht.

Wir folgten der Southern Scenic Route und der erste Stopp führte uns einen kühlen Waldweg entlang bis zu einem sehr schmalen Boardwalk der mitten im Schlick endete. Darunter krabbelten geschäftig kleine schwarze Krabben herum.

Kurzer halt für den Florence Hill View (war bestimmt die Schwester von Terrence Hill 😉

Die zweite kurze Wanderung führte uns zu den Purakaunui Falls und die sind zwar eher klein aber wirklich sehenswert.

Letzter Stopp und das Highlight des Tages war der Nugget Point bei strahlendem Sonnenschein und der Möglichkeit mal ohne Windstopper- und Regenklamotten zu flanieren.

Offline @ Coastline

Eine stürmische Nacht, keine 30m vom tosenden Meer entfernt, liegt hinter uns. Das Häuschen hat schon arg gerumpelt ist aber sowas von kuschelig, dass wir heute mal autofrei machen und die Spaziergänge am Strand direkt vor der Haustür genießen. Seit Mittag ist hier Sonnenschein.

Auf der Anrichte wächst ein beachtlicher Hefeteig heran und wird uns heute Abend helfen, den Fehler Sourdough Brot im New World zu kaufen, wieder gut zu machen.

Das ist absolut die Verarsche, wenn das Sourdough ist, bin ich der Weihnachtsmann. Also Finger weg.

Im Garten hier sollen auch Pinguine wohnen, die kommen allerdings nur im Dunkeln raus bzw. rein. Und da ist es so finster hier, dass sich die kleinen Kerle ähnlich schlecht vom Hintergrund abheben, wie ein Yeti im Schnee.

So, die Pizza ist nun bereits Geschichte und das Feuer im Ofen lodert. Wir sitzen noch davor und lassen einen relaxten Tag zu Ende gehen.

Etwas Aufregung gabs noch, als sich eine der Hauskatzen illegal Zutritt verschafft hatte, trotz mit Panzertape angeklebter Katzenklappe. Und das sogar zweimal. Mit Pizzaschinken konnte sie jedoch jedesmal erfolgreich herausgeleitet werden. Jetzt versperrt eine Konstruktion aus Kehrschaufel und Kinderstuhl das Schlupfloch und bis jetzt funktioniert das gut.

Schließe trotzdem heute Nacht die Schlafzimmertür.

Offline

Wir haben die Nacht in Invercargill überstanden. Die Gegend schien uns sehr suspekt, das B&B hatte mehr Kameras als Zimmer, komische Schilder an der Tür „No Cash kept on premises“ und zwielichtige Gestalten liefen rum. Da die Gastgeber aber sowas von freundlich und nett waren sind wir geblieben. Außerdem hatten wir ne ganze Etage für uns.

Nach dem Aufstehen und einem netten Plausch mit Josephine, unserer Gastgeberin, sind wir dann Gummistiefel fürs Kind kaufen gefahren (die alten sind leider undicht). Leider gabs soviel Zeug im empfohlenen Warehouse, dass wir uns etwas verzettelt haben und der Abschied von der riesigen Spielzeugabteilung fiel schwer. Danach haben wir noch einen Blick auf den berühmten Wasserturm geworfen.

Dann ab zum New World und die Vorräte aufgestockt. Danach ein kurzer Abstecher zum Spielplatz und Mittagessen von der heißen Theke des New World (absolut nicht zu empfehlen). Hatte gestern auf dem Weg einen Chili Pie von Tuckers Ridge im Four Square gekauft und der war sehr schmackhaft. Die Mince Pies von heute hatten übelstes Gekröse drin und führten kurz zu Brechreiz.

Mit hungrigem Magen ging’s dann zum Waipapa Point zum Leuchturm und am Strand spalieren. Direkt vorm Leuchtturm lag ein Seelöwe im Gras, der war entweder völlig gechillt oder …naja.

Jetzt sitzen wir offline (beabsichtigt, wie der Ordner der Unterkunft verrät) in einem absolut coolen Strandhaus mit Blick aufs Meer und essen Scones mit – Tataa – Clotted cream. Die haben wir heute im Supermarkt entdeckt und die ist richtig gut.