Tag 1 in dem wir in diesem Urlaub in den USA aufwachen, pünktlich 4:00 Uhr morgens, der Jetlag wird noch kuriert.

Nachdem das erste Frühstück halbwegs verdaut war, war ich gespannt was mein hefiger Teigfreund im Kühlschrank macht und zunächst etwas enttäuscht, dass er nicht so aufgegangen war, wie die Sonne mittlerweile. Lag aber wohl am Größenverhältnis. Hier sind selbst die Schüsseln so groß, wie bei uns die Aufstellpools.

Danach ging’s erstmal zum Strand. Nach dem sonnigen Empfang gestern, bot sich heute ein eher ein kühles vernebeltes Bild.

Mit geringen Erwartungen ans Wetter und dickeren Klamotten sind wir dann ins Landesinnere zum Lake Quinault gecruist. Da waren es dann bis zu 80° F (wer kann das im Kopf umrechnen?)

Also nichts wie ab in den Wald auf den ersten gemütlichen Trail, in der Hoffnung dort Schatten und Abkühlung zu finden. Nun Schatten gab es, nur kühl war’s nicht. das kennen wir ganz anders, wir waren jedoch noch nie im Sommer hier.

Wir hatten vorsichtshalber mal das Bärenspray aus der Cabin mitgenommen. Man soll hier nicht stumm durch den Wald „schleichen“, sondern sich immer mit einem gut hörbaren Lautstärkepegel fortbewegen, aber da waren schon einige Wanderer unterwegs und zudem versteht sich E. im Geschichten erzählen, so dass wir immer mit Geräuschkulisse unterwegs waren und auf das Rennsteiglied verzichten konnten.


Dann ging’s runter zum Lake Quinault, vorbei an der berühmten Lodge.



Wir starrten etwas überhitzt auf den kühlen See, während sich über uns ein Pilot dachte lass mal lustige Kurven an den strahlend blauen Himmel zeichnen. Was macht eigentlich der Kapitän der „Ever Given“ gerade?

Die größte Sitka Fichte der Welt haben wir dann auch besucht. 1000 Jahre alt, 191 feet hoch (wieder umrechnen) und 58’11“ (ihr wisst schon) im Umfang.

Am Ende noch schön klimatisiert im Hyundai den See auf einer Gravel Road umrundet. Der fühlte sich sichtlich wohler in seinem natürlichen Lebensraum, als auf der Interstate.

Rückwärts sind wir auf dem Weg zur Cabin noch schnell in einem kleinem Grocery Store eingekehrt. Einer der Momente an dem man sich von den anderen, vermutlich einheimischen Besuchern immer beobachtet fühlt und das lag nicht an den 16(!!!) Sicherheitskameras.
