Heute Früh hieß es Abschied nehmen von unseren geliebten Haus im Wald. Wir hatten uns sehr gut eingelebt und es brauchte eine Weile, die letzten Spuren unserer Anwesenheit zu verwischen, die Klamotten wieder zu packen und schweren Herzens die Tür hinter uns zu schließen.

Vorher war noch ein Teil der Elektrik in der Küche ausgefallen und ich konnte mich – nach Rücksprache mit den Besitzern – etwas am Sicherungskasten austoben. I fixed it.
Dann ging’s endlich los auf einen Roadtrip Richtung Süden auf dem Highway 101 mit mehreren Zwischenstopps. Das Wetter war von grau und ungemütlich zu blauer Himmel mit Sonne gewechselt.

Wir verließen den Bundesstaat Washington und erreichten nach ca. 3h das Städtchen Astoria an der Mündung des Columbia River. Um über den Fluss zu kommen, fährt man über eine beeindruckende 6km lange Brücke.

Nachdem wir in Astoria auf die 38m hohe Säule oben auf dem Berg, über eine im Bauch derselben installierte Wendeltreppe geklettert waren, wurden wir mit einen phänomenalen Ausblick belohnt.

Zum Mittag gabs Fish & Chips aus einem trocken gelegten Boot nahe des Flusses. Eine absolute Offenbarung nach dem Desaster in der Lodge gestern. Das Zeug war so lecker und wir hatten zum Glück noch eine Handvoll Dollar, das es dafür reichte. Nicht überall ist die Plastikkarte King. Also gleich mal den nächsten ATM angesteuert und ein paar grüne Scheinchen ausspucken lassen. Da es an jeder Ecke Foodtrucks gibt, ist es sicher kein schlechter Plan, hier jeden Zahlungsweg beschreiten zu können.

Gut gestärkt ging’s zum ersten Statepark, den kleineren aber nicht weniger schönen Geschwistern der Nationalparks. Tipp für Oregon: Kauft euch den 5 days vehicle passport für schlappe 10$, damit dürft ihr in vielen Parks kostenlos parken. Im Fort Stevens State Park angekommen, entschieden wir uns, dass alte Schiffswrack am Stand anzusteuern.

Das Wrack an sich war weniger spektakulär, aber E. konnte sich am Strand mal austoben und die Füße vom Pazifik umspülen lassen. Es sollte heute nicht bei einem Strand bleiben, fahren wir doch den Küstenhighway 101 gen Süden.



Ziemlich spät erreichten wir unser heutiges Nachtlager, wohl auch, um die vermeintlich anstehende Enttäuschung beim Vergleich zur letzten Unterkunft so lange wie möglich herauszuzögern.