10.976m über dem Meer, sitze ich hier im gar nicht mal so eingeklemmt in Reihe 26. Diesmal sind es nur ganze 3,5h Flug bis nach Island.

3,5h die ich mir gerade den Kopf zerbreche, ob mein Koffer unter mir mitfliegt oder nicht. Nein, ich bin kein Pessimist oder vermute immer das schlimmste. Es ist nur so, dass mein Handy beim Boarding klingelte und ich mit dem Handgepäck beschäftigt war, so dass meine Mailbox den Anruf abfing. Die transkribierte Nachricht klang irgendwie nach Nepp, bis ich das Band abhörte und ein einigermaßen aufgeregter Mitarbeiter des BER mir mitteilte, er habe hier einen roten Koffer (ja rot, naja dunkelrote Vaude Tasche) ohne Gepäck Label und ich solle mich am Zielflughafen sofort an der Information melden. (Meine Adresse ist am Koffer, sonst hätte er mich nicht anrufen können)
Nun, alle meine Klamotten sind da drin. Alle. Diesmal einfach nichts verteilt. Also entweder die Tasche fliegt labellos oder ich muss mich in Island erstmal komplett einkleiden. Noch ne Stunde, dann weiß ich mehr.
Angekommen
Natürlich ohne Koffer.

Bissl frisch hier oben nur im T-Shirt. Hab am Flughafen das ganze am Service Schalter reklamiert und habe eine Fall Nummer bekommen. Leider haben die Klamottenläden hier schon zu, also nichts mit shoppen.
Bis wir unseren Dacia Duster mit 377.235 km auf der Uhr und diversen Blessuren bewegen konnten, war es auch schon spät.

Jetzt sind wir in der Unterkunft angekommen, die Sonne scheint und die Pferde sind direkt um die Ecke. Also falls mir kalt wird… ihr habt sicher „The Revenant“ geschaut? Nee, würde ich natürlich nie machen.

Nun heißt es hoffen, dass sie den Koffer finden. Bis dahin halt frieren und müffeln.