Regenverkehr

Letzte Nacht kam hier mächtig Wasser vom Himmel und trommelte ordentliche Solos auf das Dach des Hauses am See.

Heute Morgen war von Enten nicht eine Feder zu sehen. Sie haben die Belagerung aufgegeben oder wussten wir verschwinden sowieso heute von selbst.

Das schottische Wetter sollte uns noch die ganze Fahrt begleiten. Unser Weg führte uns nach Osten in die Nähe von Stirling, dort wartet die nächste trockene Unterkunft auf uns. Jetzt nochmal mit Camping abzusaufen, hätte das gleiche für die Urlaubsstimmung bedeutet.

Nassbereich

Da wir weiterhin eine Weile im Nichts unterwegs waren, welches die großen Supermärkte noch nicht erschlossen hatten, stoppten wir an einem kleinen, super gut sortierten und ausgestatteten Dorfladen, um einen Einkauf zu erledigen. Sehr nettes Personal und absolut wert, dieses zu unterstützen.

Mega Store
Mega view

Wie wir dann da so am Auto standen und einpackten, kam ein wild hupendes Auto angefahren, beschriftet mit dem verheißungsvollen Slogan „Fresh Fish“. Nachdem wir einige Einheimische beobachtet hatten, die trotz ihres offensichtlich fortgeschrittenen Alters herbeigeeilt kamen, um sich mit feinsten Flossengetier einzudecken, musste das auf jeden Fall besser als von jedwedem Bofrostmann sein. Also kurzerhand angestellt und beim – von Midges geplagten – Verkäufer leckeren Seebarsch und Räucherfisch erstanden. Das wir wenig Bargeld dabei hatten, störte ihn wenig, da man selbst hier an seinem Wagen mit Karte zahlen konnte.

How much is the fish
Farn, Farn, Farn auf der Autobahn

Wieder auf der Piste, die heute sehr gut mit Blech gefüllt war, wählten wir aufgrund eines Parkplatzmangels das ausgesuchte Mittagsrestaurant ab und versuchten unser Glück beim nächsten.

Lange f(a)ellige Begegnung unterwegs

Wir hatten uns schon auf Klassiker wie Fish&Chips, Burger oder Hühnchen gefreut. Leider gabs nur Suppe, Sandwich und Pommes.

„Fully loaded Chips“
Roadfood

Der Einkauf bei Smiddy im Farmshop fiel daher etwas umfangreicher aus, damit das Abendessen hier wieder Punkte gut machen konnte.

Alternatives Fish&Chips

Jetzt fragt sich der ein oder andere sicher, wo steht denn dieser gedeckte Tisch und wo verbringt ihr die Nacht?

In einem – Trommelwirbel – Schäferwagen. Der steht einsam auf einer Wiese und man muss das Gepäck mit der Schubkarre hierher fahren, da das Auto sonst die Wiese zerwühlt, wie ein Maulwurf den Schrebergarten.

Voller Schub voraus

Angekommen vor dem Wagen galt es dann noch den Schlüssel im Blumentopf zu finden, was uns nicht gelang. Nachdem wir fast alle Pflanzen ausgegraben hatten, entschieden wir uns doch für einen erhellenden Anruf beim Vermieter.

Schlüsselmoment

Endlich zeigte sich der Wagen uns gegenüber aufgeschlossen und offenbarte uns sein Innerstes.

Der Schäfer hat’s drauf

Eine sehr schöne, abgeschiedene Unterkunft, modern ausgestattet und gemütlich. Da war er wieder, der Wohlfühlfaktor, den wir die letzten Nächte etwas vermisst hatten.

Schubkarren Rennstrecke