Lake Ohau

Eine lange Fahrt liegt hinter uns. Aber der Reihe nach:

Zunächst die Auswertung des Burger Abenteuers von gestern Abend. Ich bin dann zu Fuß ca. vier Blocks zur Burgerbude getingelt. Auf meinem Weg standen unzählige Lime Roller, aber ich wollte mich nicht blamieren. Ich hatte weder die App noch eine Ahnung wie man die Dinger würdevoll bewegt.

Als ich schließlich ankam, grinste mich Mr. T von einer Werbung an, also sofern Mr. T überhaupt grinsen kann. Die Bude war gerammelt voll und ich dachte, online zu bestellen ist ne gute Idee gewesen.

Also kurz geschaut, wo die Typen mit den Blick aufs Handy standen und einfach souverän an der Schlange vorbei und vorne am Tresen platziert. Ganz sicher war ich nicht, ob ich mich irgendwo anmelden muss, es gelang mir jedoch durch observieren der Einheimischen herauszubekommen, das ich einfach da warten muss bis die eine fette braune Tüte hochwuchten und meinen Namen rufen. Das haben sie dann auch und zwar auf die Minute 6:35pm wie online angegeben. Respekt!

Die Burger war ganz passabel, nur bissl durchgespült nach dem Fußmarsch zurück. Check out: ReBurger Dunedin

Und jetzt zurück zu heute. Wir sind pünktlich 10:00 in dunedin gestartet und das erste Ziel waren die Moeraki Boulders. Ein kurzes Fotoshooting und dann weiter nach Oamaru zum Farmers Market – von Dunedin geprägt, gibts da immer schmackhafte Kleinigkeiten. Kurz vor Toresschluss haben wir dann noch schnell zwei Teigtaschen verzehrt.

Oamaru ist auch eine Hochburg des Steampunk. Selbst die Leute laufen mit alten Klamotten und Schweißerbrille durch die Gassen. Selbst der Spielplatz war im Steampunk Style.

Obwohl nicht geplant, haben wir uns zum Besuch des Steampunk Headquarter entschlossen. Gute Idee! Unbedingt machen, das ist sowas von abgefahren und gruselig zugleich. Man darf hier alles anfassen, auf allem herum klettern und alles ausprobieren. Das hat unserem Kind auch sehr gefallen, auch wenn ich manchmal dachte, das ist eher ein Horror-Science-Fiction Kabinett. Bleibende Schäden konnte ich noch nicht feststellen.

Da die Zeit schon weit fortgeschritten war und wir gern im Hellen im Quartier aufschlagen wollten, sind wir dann durchgebrettert und haben die Elephant Rocks ausgelassen.

Wir haben die Lake Ohau Lodge in der Dämmerung erreicht. Passt alles soweit, das Mobiliar ist schon etwas älter, wir haben aber direkten Ausblick vom Bett auf den See. Hier in den Bergen gibts wieder nur wenig Internet – Dunedin hat uns da mit 6GB verwöhnt – hier sind es ganze 100MB…und Schluss

Just another city?

Nur wieder eine Stadt oder doch was außergewöhnliches? Nun Dunedin ist schon irgendwie speziell, wir haben uns hier sofort wohl gefühlt – anders als in Invercargill. Unser Motel liegt im Norden und nahe der Uni. Entsprechend viele Takeaways und Fastfoodtempel gibts hier auch.

Gestern haben wir dieses Angebot gerne genutzt und ein umfangreiches Abendmahl für den schmalen Taler genossen. Der „Mei wah“ Takeaway macht wirklich leckere Chips.

Zurück zum heutigen Tag, der mit einem selbstzubereiteten Frühstück im Motelzimmer begann. Küche ist hier mit dabei. Danach sind wir nach Downtown gefahren und haben das Auto hinter dem Bahnhof abgestellt.

Ab da haben wir alles zu Fuß erkundet, was man nicht muss, denn an jeder Ecke stehen die Elektroroller von Lime herum und laden zum düsen ein. Zunächst haben wir die Augen auf dem Farmers Market geweidet. Neben Brot, leckeren Tartes, frischen Gemüse und guten Kaffee gab es auch allerlei exotisches Essen. Als wir den Markt abgegrast hatten sind wir auf Erkundungstour in der Innenstadt gegangen, nicht ohne vorher dem äußert schicken Bahnhof unsere erneute Aufwartung zu machen.

Zu unserer Enttäuschung ist die Cadbury World leider komplett dicht und unser Schokoladen-Pegel musste anderweitig gehalten werden.

Wir schlenderten übers Octagon, in eine Kirche und am Ende noch in den Chinese Garden.

Kurzer Abstecher noch zur steilsten Straße der Welt, der Baldwin Street und dann ab zurück ins Zimmer und etwas ausruhen. Unser Kind ist ein echter Stadtläufer, soviel zu sehen und absolut keine Anzeichen von Müdigkeit. Ich hab jedenfalls Plattfüße.

Zum Abschluss habe ich gerade online Burger bestellt. Die hole ich dann in 10min ab. Mal sehen ob die auch schmecken. Das verrate ich dann morgen.

Dunedin

Heute haben wir unserem Strandhaus mit grandiosem Blick auf den Ozean in der Curio Bay Lebewohl gesagt und uns in Richtung Dunedin auf den Weg gemacht.

Wir folgten der Southern Scenic Route und der erste Stopp führte uns einen kühlen Waldweg entlang bis zu einem sehr schmalen Boardwalk der mitten im Schlick endete. Darunter krabbelten geschäftig kleine schwarze Krabben herum.

Kurzer halt für den Florence Hill View (war bestimmt die Schwester von Terrence Hill 😉

Die zweite kurze Wanderung führte uns zu den Purakaunui Falls und die sind zwar eher klein aber wirklich sehenswert.

Letzter Stopp und das Highlight des Tages war der Nugget Point bei strahlendem Sonnenschein und der Möglichkeit mal ohne Windstopper- und Regenklamotten zu flanieren.

Offline @ Coastline

Eine stürmische Nacht, keine 30m vom tosenden Meer entfernt, liegt hinter uns. Das Häuschen hat schon arg gerumpelt ist aber sowas von kuschelig, dass wir heute mal autofrei machen und die Spaziergänge am Strand direkt vor der Haustür genießen. Seit Mittag ist hier Sonnenschein.

Auf der Anrichte wächst ein beachtlicher Hefeteig heran und wird uns heute Abend helfen, den Fehler Sourdough Brot im New World zu kaufen, wieder gut zu machen.

Das ist absolut die Verarsche, wenn das Sourdough ist, bin ich der Weihnachtsmann. Also Finger weg.

Im Garten hier sollen auch Pinguine wohnen, die kommen allerdings nur im Dunkeln raus bzw. rein. Und da ist es so finster hier, dass sich die kleinen Kerle ähnlich schlecht vom Hintergrund abheben, wie ein Yeti im Schnee.

So, die Pizza ist nun bereits Geschichte und das Feuer im Ofen lodert. Wir sitzen noch davor und lassen einen relaxten Tag zu Ende gehen.

Etwas Aufregung gabs noch, als sich eine der Hauskatzen illegal Zutritt verschafft hatte, trotz mit Panzertape angeklebter Katzenklappe. Und das sogar zweimal. Mit Pizzaschinken konnte sie jedoch jedesmal erfolgreich herausgeleitet werden. Jetzt versperrt eine Konstruktion aus Kehrschaufel und Kinderstuhl das Schlupfloch und bis jetzt funktioniert das gut.

Schließe trotzdem heute Nacht die Schlafzimmertür.

Offline

Wir haben die Nacht in Invercargill überstanden. Die Gegend schien uns sehr suspekt, das B&B hatte mehr Kameras als Zimmer, komische Schilder an der Tür „No Cash kept on premises“ und zwielichtige Gestalten liefen rum. Da die Gastgeber aber sowas von freundlich und nett waren sind wir geblieben. Außerdem hatten wir ne ganze Etage für uns.

Nach dem Aufstehen und einem netten Plausch mit Josephine, unserer Gastgeberin, sind wir dann Gummistiefel fürs Kind kaufen gefahren (die alten sind leider undicht). Leider gabs soviel Zeug im empfohlenen Warehouse, dass wir uns etwas verzettelt haben und der Abschied von der riesigen Spielzeugabteilung fiel schwer. Danach haben wir noch einen Blick auf den berühmten Wasserturm geworfen.

Dann ab zum New World und die Vorräte aufgestockt. Danach ein kurzer Abstecher zum Spielplatz und Mittagessen von der heißen Theke des New World (absolut nicht zu empfehlen). Hatte gestern auf dem Weg einen Chili Pie von Tuckers Ridge im Four Square gekauft und der war sehr schmackhaft. Die Mince Pies von heute hatten übelstes Gekröse drin und führten kurz zu Brechreiz.

Mit hungrigem Magen ging’s dann zum Waipapa Point zum Leuchturm und am Strand spalieren. Direkt vorm Leuchtturm lag ein Seelöwe im Gras, der war entweder völlig gechillt oder …naja.

Jetzt sitzen wir offline (beabsichtigt, wie der Ordner der Unterkunft verrät) in einem absolut coolen Strandhaus mit Blick aufs Meer und essen Scones mit – Tataa – Clotted cream. Die haben wir heute im Supermarkt entdeckt und die ist richtig gut.

Invercargill

Heute Nacht sind wir in Invercargill. Puh…große Stadt, das sind wir irgendwie gar nicht mehr gewöhnt.

Auf dem Weg dorthin haben wir einiges an Zwischenstopps gemacht. Begonnen hat der Tag mit einem kleinen Looptrail zu einem Aussichtspunkt am Lake Monowai.

Bevor wir danach die Gravel Road zurückgefahren sind, haben uns ein paar nette Kiwis mit Keksen versorgt, zum besonderen Vergnügen einer beteiligten Person.

Der Weg war das Ziel und führte uns zu wildromantischen Ausblicken auf das Meer.

Nach dem Gemstone Beach kamen wir zum Monkey Island (zum besonderen Vergnügen einer anderen beteiligten Person). Da das Meer gerade noch weit genug weg war, musste ich dieses pittoreske Eiland erklimmen und habe aber weder Guybrush noch Le Chuck getroffen. Aber es stank wenigstens nach Fisch. Und der eine Typ sah aus wie Stan.

Abendessen gabs im Irish Pub von Invercargill „Waxys“. Gepflegt mit Guinness und Rugby auf dem TV.

Manapouri

Der Regen machte heute mal längere Pausen in denen man gut die Gegend erkunden konnte. Wir sind etwas nach Süden gefahren nach Manapouri. Dort haben wir das Wolkenloch genossen und am Strand des Sees mit weit aufgerissenen Augen die grandiosen Berge im Hintergrund betrachtet.

Nach dem typischen Fish & Chips Mittag (es geht nichts über Blue Cod) haben wir einen Abstecher in die Wakatu Wetlands gemacht. Da waren wir ganz allein unterwegs. „Off the beaten track.“

Nach einem Boxenstopp in Te Anau (mittlerweile kenne ich den Ort, wie meine Westentasche) und dem Auffüllen von Vorräten und Tank ging’s zum letzten Mal ins Barnyards Backpackers, dass uns morgen dann für fünf Tage beherbergt hat.

Und dann haben wir am letzten Tag mal was ganz verrücktes gemacht und sind an der Einfahrt vorbeigefahren und mal geschaut was hinter dem Hügel liegt.

Regen

Hier hat es heute den ganzen Tag nur geregnet, mal mehr, mal noch mehr.

Da konnte man einfach mal die Dinge tun, die sonst im Urlaub zu kurz kommen: Wäsche waschen, lange in der Unterkunft abhängen und Essen selbst kochen. Ok, letzteres machen wir hier öfter, weil es besser schmeckt und die Reisekasse etwas entlastet. Zudem ist meist eine Kochgelegenheit vorhanden.

Nachdem wir den 3/4 Tag mit Müßiggang verbracht haben, hatten wir dann doch den Drang, mal raus zu müssen (so gemütlich ist die aktuelle Bleibe nun auch wieder nicht). Also haben wir das Fiordland Visitor Center in Te Anau mit unserem Besuch beehrt.

Danach noch fix ins Kino und Avengers Endgame…nee, Shadowlands angeschaut. Das ist ein ca. 45min langer Film über Fiordland mit krassen Aufnahmen aus dem Helikopter. Sowas macht man wirklich nur, wenn’s draußen regnet.

Zu guter letzt haben wir uns noch ein Abendessen in der Stadt gegönnt.