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After eight

Heute kreuzen wir wieder unseren Hinweg und die gefahrene Acht nimmt langsam ihre Form an.

Blauer Himmel & Strom

Ausgiebig haben wir heute Morgen all die elektrischen Annehmlichkeiten des blauen Hauses genossen. Auch die Tankstelle funktionierte wieder und die schwarze Rakete hat sich ordentlich satt getrunken.

Sonntag erst ab 11:00 geöffnet. Das gäb’s bei uns nicht.

Leider war der Supermarkt noch geschlossen und wir würden unterwegs einen anderen finden müssen. Laut Stromausfallkarte lag der noch in einem Gebiet ohne wiederhergestellte Elektrizität.

Strom oder kein Strom? Das ist hier die Frage.

Nach einem Aufenthalt an einem der unterwegs zufällig entdeckten Strände ging es nach Inverness.

Feinste Fußspülung
Gegen Mittag wurde es bissl voller
Kühles klares Wasser

Der Supermarkt hatte offen und war auch (noch) gut elektrifiziert. Allerdings entnahmen wir den Gesprächen, dass der Strom wohl nur temporär da ist, was auch den sehr gut besuchten Markt erklärte. Das niemand Klopapier kaufte, irritierte uns ein wenig.

Jetzt sitzen wir gerade in Inverness auf der Tribüne der Trabrennbahn und warten, wann es hier losgeht. Wir haben leider noch circa 3 Stunden Fahrt vor uns, aber was soll’s wir sind vorbereitet.


Äußerst interessante Veranstaltung, neben der bekannten Tribüne kann man auch direkt mit dem Pickup an der Bahn parken und wie im Autokino das Rennen verfolgen. Von oben muss das wie ein gigantischer Stern aus Trucks ausschauen.

Noch sind Parkplätze vorhanden
Beginnen durften die Ponys
Dann ging’s zur Sache
Ab geht die wilde Fahrt

J, von einem Hüngerchen geplagt, wollte mal kurz unten ne Kleinigkeit zu Essen holen. Nach 45min machten wir uns schon langsam Gedanken, ob sie mit den 20 CAD Cash durchgebrannt war oder vielleicht dem Wetten verfallen war. Es lag allerdings wohl an der Überforderung der Gastro der Rennbahn. Hamburger bestellt und mit Bratwurst in der Hand und Sonnenbrand trotzdem glücklich wieder zurückgekommen.

Die folgenden Rennen haben wir dann ausgelassen, schließlich lag noch eine lange Fahrt vor uns.

Die Mitte der Acht. Port Hawksbury, Ein- und Ausgang von Cape Breton

Nachdem Cape Breton hinter uns verschwand lag vor uns erneut der Highway, der uns bei der Hinfahrt soviel Zeit und Nerven, wegen seiner Vollsperrung, gekostet hatte. Während wir noch rätselten, aus welcher staubigen Seitenstraße wir letzten Mittwoch wieder auf den Highway auffuhren, blinkte uns der Gegenverkehr warnend an. Langsam näherten wir uns wir einer recht neuen Unfallstelle mit einem ziemlich unförmigen Motorrad. Es hatten schon sehr viele Autos angehalten und leisteten Hilfe. So fuhren wir mit einem flauen Gefühl im Magen langsam daran vorbei. Wenig später rasten drei Polizeiwagen auf der Gegenspur an uns vorbei. Unsere Gedanken kreisten noch eine Weile um diesen Unfall, der Highway 104 ist ein gefährliches Pflaster.

Besser gemütlich Cruisen auf der Landstraße
Brücke mit Echtholzparkett

Eine Pause in Sherbrooke und dem Freilichtmuseumsteil des Ortes bescherte uns noch eine imposante Begegnung mit einem stolzen Friesenhengst, nebst Reiterin.

Spaziergang in Sherbrooke‘s „Altstadt„
Friesisch herb

Die Ankunft in der vorletzten Unterkunft unserer Inseltour überraschte uns mit einem sehr schicken und riesigen Haus.

Von außen eine graue Maus
Innen mit allen Pi-Pa-Po
Unglaublich: Mehl und Hefe waren auch schon im Schrank – mehr geht nicht
Hervorragend, um alle Vorräte wegzukochen

Icy day – Teil 2

Auf dem Weg zum Strand lag „Student Ice Cream“, eine Desserterie laut Google. Schier unendliche Möglichkeiten ein Eis zusammenzustellen. Mit Topping, in verschiedene Glasuren getaucht, über 20 Eissorten, Soft- oder Kugeleis.

Eisige Entscheidung

Das Eis war unglaublich lecker, leider auch unglaublich schnell am Schmelzpunkt und die kleine Waffel drunter mit dem schieren Volumen überfordert. Wer liebt es nicht, den konstanten, klebrigen und zuckrigen Fluss von geschmolzenen Eis, erst über die Finger, dann über die komplette Hand. Diese Hilflosigkeit wenn selbst die Mini Serviette keinerlei Saugkapazitäten mehr hat. Einfach laufen lassen, mehr bleibt da nicht übrig. Auch die anfänglich hektischen Versuche mal hier und da schnell „abzulecken“ erscheinen irgenwann nur noch sinnlos und es läuft und suppt bis man das letzte Stück Matschwaffel im Mund hat.

Mmhhh, lecker

Dann steht man da mit zwei völlig verklebten Händen und überlegt, wie man aus der Nummer rauskommt. Die Taschentücher aus der Hosentasche sind unerreichbar ohne auch noch diese Klamotte in Mitleidenschaft zu ziehen. J und E sehen ähnlich ratlos aus wie ich, stehen also vor dem gleichen Problem. Also irgendwie die Eingangstür des Eisladens aufbekommen (pull) und elegant zum Serviettenspender schlendern, ohne zu merken, das man auch im Gesicht ausschaut, wie ein Dreijähriger mit den Resten der Speisekarte der letzten zwei Tage.

Am Ende ist es gut gegangen und nach einer Spülung mit der Wasserflasche im Auto ließ auch der UHU-Effekt nach.

Ab zum Strand und die Sonne und die Wellen genießen. Einen weiteren Strand Parcours und weiteren Kreativitäten später ging es dann wieder Richtung Quartier.

Grundfeuchte
Zebrabräune
Wetter, Wetter, Wetter
Sandstein Kunst

E bemerkte auf dem Rückweg, dass sie gern noch ein Eis hätte, da ihres beim ersten Mal zu zerlaufen war und ich es – als Retter in der Not – mal eben schnell miteingeatmet hatte.

Lag ja auf dem Weg, war noch offen und ein kleines Eis ging schon wieder. E bestellte diesmal Eis im Becher, wir jeweils ein kleines in der Waffel. das Verständnis von klein in unseren Köpfen und in denen der kanadischen Studenten in der Eisbude lagen eher konträr. Mit weiteren drei Rieseneiskugeln auf ner Miniwaffel folgte „Man klebt nur einmal“ Teil 2

Kleben und kleben lassen

E triumphierte und löffelte entspannt aus ihrem Becher. Eltern lernens eben nie. Es war trotzdem erneut sehr lecker und Students Ice Cream ist auf jeden Fall zu empfehlen.

Jetzt gibst noch ein leckeres Chili mit Reis, der Rest wird uns morgen unterwegs nach Ingonish auf irgendeiner Picknickbank als Wegzehrung retten. Morgen übernachten wir übrigens über einem – festhalten – Eisladen.

Echter Schilderwald

Lazy day – Teil 1

Unglaublich, es ist 12:48 Uhr und wir lungern noch immer in unserer Ferienwohnung rum.

Diesmal erstes OG

Nach der späten Ankunft gestern wurden wir von zwei gut gelaunten Hunden begrüßt. Die hatten noch eine unbändige Energie, ganz im Gegensatz zu uns. Joan, ihre Besitzerin hat uns natürlich auch willkommen geheißen.

Vom Fenster aus konnten wir dann auch noch einen Bieber bei Instandhaltungsarbeiten beobachten.

Blick aus der Küche auf den Bras d‘Or Lake

Auf dem Balkon trocknet gerade eine Ladung Wäsche am gestern gekauften Paracord, die sich über die vergangenen Tage angesammelt hat. Die Waschmaschine ist mal wieder eine Herausforderung, aber bis jetzt schaut alles was rauskommt so aus wie vorher, nur besser riechend und nass.

Mücken impossible?

Genug gedillert, ab zum Strand und in die Eisdiele, Mittag essen.