Auf dem Weg zum Strand lag „Student Ice Cream“, eine Desserterie laut Google. Schier unendliche Möglichkeiten ein Eis zusammenzustellen. Mit Topping, in verschiedene Glasuren getaucht, über 20 Eissorten, Soft- oder Kugeleis.

Das Eis war unglaublich lecker, leider auch unglaublich schnell am Schmelzpunkt und die kleine Waffel drunter mit dem schieren Volumen überfordert. Wer liebt es nicht, den konstanten, klebrigen und zuckrigen Fluss von geschmolzenen Eis, erst über die Finger, dann über die komplette Hand. Diese Hilflosigkeit wenn selbst die Mini Serviette keinerlei Saugkapazitäten mehr hat. Einfach laufen lassen, mehr bleibt da nicht übrig. Auch die anfänglich hektischen Versuche mal hier und da schnell „abzulecken“ erscheinen irgenwann nur noch sinnlos und es läuft und suppt bis man das letzte Stück Matschwaffel im Mund hat.

Dann steht man da mit zwei völlig verklebten Händen und überlegt, wie man aus der Nummer rauskommt. Die Taschentücher aus der Hosentasche sind unerreichbar ohne auch noch diese Klamotte in Mitleidenschaft zu ziehen. J und E sehen ähnlich ratlos aus wie ich, stehen also vor dem gleichen Problem. Also irgendwie die Eingangstür des Eisladens aufbekommen (pull) und elegant zum Serviettenspender schlendern, ohne zu merken, das man auch im Gesicht ausschaut, wie ein Dreijähriger mit den Resten der Speisekarte der letzten zwei Tage.
Am Ende ist es gut gegangen und nach einer Spülung mit der Wasserflasche im Auto ließ auch der UHU-Effekt nach.
Ab zum Strand und die Sonne und die Wellen genießen. Einen weiteren Strand Parcours und weiteren Kreativitäten später ging es dann wieder Richtung Quartier.




E bemerkte auf dem Rückweg, dass sie gern noch ein Eis hätte, da ihres beim ersten Mal zu zerlaufen war und ich es – als Retter in der Not – mal eben schnell miteingeatmet hatte.
Lag ja auf dem Weg, war noch offen und ein kleines Eis ging schon wieder. E bestellte diesmal Eis im Becher, wir jeweils ein kleines in der Waffel. das Verständnis von klein in unseren Köpfen und in denen der kanadischen Studenten in der Eisbude lagen eher konträr. Mit weiteren drei Rieseneiskugeln auf ner Miniwaffel folgte „Man klebt nur einmal“ Teil 2

E triumphierte und löffelte entspannt aus ihrem Becher. Eltern lernens eben nie. Es war trotzdem erneut sehr lecker und Students Ice Cream ist auf jeden Fall zu empfehlen.
Jetzt gibst noch ein leckeres Chili mit Reis, der Rest wird uns morgen unterwegs nach Ingonish auf irgendeiner Picknickbank als Wegzehrung retten. Morgen übernachten wir übrigens über einem – festhalten – Eisladen.

