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100% Schottland

Nach einer etwas unruhigen Nacht im Schäferwagen – es fehlten einfach die Schafe zum zählen – war unser Ziel heute Killin, etwa eine Stunde nördlich von unserem aktuellen Standort. Gelb leuchtende Schilder hatten uns gestern unterwegs auf die dort, am ersten Mittwoch im August, stattfindenden Highlandgames hingewiesen. Wie es der Zufall wollte, war heute genau dieser beschriebene Mittwoch.

Schaflos in Scotland

Die Freude über das gute Wetter hielt ungefähr 15 Minuten Fahrt in den Norden. Dann durchschnitt abermals feinstes schottisches Regenwasser die Luft. Unsere Ankunft in Killin offenbarte uns dann, unschwer erkennbar an der Fahrweise mancher Verkehrsteilnehmer, dass auch viele andere Touristen sich dort eingefunden hatten. Die mit günstigen 2£ Parkgebühr benutzbare Wiese, ließ uns ein weiteres Mal nicht bereuen, dass wir ein Allradfahrzeug lenkten.

Lasst die Spiele beginnen

Auf dem Weg zum Gelände regnete es noch intensiver, so dass der örtliche Outdoorladen sicher den Umsatz des Jahres mit Regenponchos und Gummistiefeln machte. Eine sehr nette Mitarbeiterin, die uns gleich als Deutsche identifizierte, da sie selbst eine war, half uns noch ein paar Wellies für E zu finden. Sie meinte, sie haben den Wetterbericht beobachtet und waren sehr gut auf den Ansturm präpariert.

Das es keine 15 Minuten später aufhörte zu regnen, muss ich hier sicher nicht separat erwähnen. Das Event war gut besucht, Menschen und Hunde zu ungefähr gleichen Teilen.

Hammer Wurf
Das Gewicht muss über die Latte ohne danach den eigenen Kopf zu berühren
Tanzplatz
W-LAN war gestern, hier ist C-LAN

Begleitet von einer Vielzahl von unterschiedlichen Dudelsack Klängen – jeder Piper trainierte irgendwie für sich, bis er dran war – wurde getanzt, Gewichte hoch bzw. weit geworfen, Berge hinaufgerannt und mit vielen Verkaufsbuden den Besuchern allerlei Kurzweil geboten. Viele Dinge fanden gleichzeitig statt, da hier wohl ein straffer Zeitplan herrschte, der sich mir leider nicht erschloss. Baumstammwerfen – mein Favorit – war entweder schon vorbei oder kam erst am Ende.

Hier wurde den alten Herren ziemlich was vorgespielt

Bis auf die wirklich miese Kulinarik auf dem Fest, war es durchaus ein Erlebnis hier mal live vor dieser Naturkulisse dabei zu sein.

What you see is what you get: Bauchschmerzen!
Pipes & Drums – Klänge aus vergangenen Zeiten

Als ob es damit noch nicht genug schottisches Klischee war, stand auf der Rückfahrt noch der Besuch der Deanston Distillery in Doune an. Scotland ohne den Besuch einer Whiskey Brennerei, macht einfach keinen Sinn.

Stets zu Deanston
Kann man sich ja nur schön saufen

Moment, irgendwas fehlte doch noch. Aufmerksame Schottländer wissen sofort, was ich meine: Natürlich, eine Burg. Auch da bot sich Doune mit dem gleichnamigen Castle an, welches schon mehrfach als Filmkulisse herhalten musste.

Real Life CGI

Das Städtchen an sich, ist auch sehr sehenswert.

Ich weiss, wo das Bad ist