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Torf Idylle

Der Tag begann entspannt in unserer kleinen Wohn-Scheune. Da sich die Interessen von Eltern und Kind diametral verhielten, blieb E im WLAN versorgten Bereich zurück, während J und ich einen Spaziergang zum – um die Ecke gelegenen – Foulshaw Moss unternahmen. Das ist ein Moorgebiet, was unter anderen Ospreys beherbergt. Nein, nicht die Rucksäcke, sondern die echten Fischadler.

Der Weg dahin führte am Ende über eine äußerst stark befahrene Straße, deren Überquerung mit Einschätzen von Abständen und Geschwindigkeit und letztlich äußert flinken Füßen gelang. Eine Art Crossy Road, nur in echt.

Enten bitte links abbiegen

Im Moor traf sich die Elite der Ornithologen und ließ uns den ein oder anderen Blick auf die Nester und die flügge werdenden Adler werfen. Ziemlich interessante Naturkunde zum Moor gab’s gratis dazu.

Boardwalks, immer wieder faszinierend
Nur mit Adleraugen zu erkennen

Wieder Zuhause, wurde zum Mittag dann direkt mal das erste Farm Shop Bier verkostet.

Schmackhaftes Stillleben mit Gurke

Am Nachmittag wurde dann die Gegend hinter unserem Steingemäuer erkundet. Ein leichter Anstieg zum Whitbarrow Scar wurde mit einer kurzen, sonnigen Aussicht auf das Tal belohnt.

Massiver Steinfußboden, leicht zugeröllt
Weitblick genießen

Der Abend endete in einem sehr schönen Pub in Beetham. Da waren wir gestern mit der Durchfahrt zum Meer gescheitert, jedoch vom schicken Dörfchen beeindruckt gewesen, so dass sich eine Rückkehr anbot.

Eckkneipe

Wirklich sehr gutes Essen und kühles Bier animierten uns noch zu einem Verdauungsspaziergang (was für ein Wahnsinnswort, das wollte ich schon immer mal schreiben).

Importware
Der Klassiker
Heiliges Gemäuer
Alte Packstation ohne App Gedöns

Englische Seenplatte

Das vegetarische Frühstück im B&B wurde uns auch von Wolodymyr kredenzt. Keine Ahnung, ob er überhaupt geschlafen hat. So wie er aussah, war die Nacht kurz, was er dann auch bestätigte. Trotz des Namens und der Herkunft war er so englisch, englischer geht’s es eigentlich gar nicht. Jetzt fragt ihr euch sicher, Moment: vegetarisch? Warum? Hatten wir wohl übersehen, war jedenfalls keine Absicht.

Doch was hier an Breakfast serviert wurde, war sensationell frisch und mit Liebe zubereitet.

Frühstück ohne schwarzes Ofenrohr
B&B Interieur

Da heute Manchester auf dem Weg lag, wollte dieses auch besucht werden. Dafür hatten wir uns die Umgebung rund um das Imperial War Museum (IWM) ausgesucht. Moderne Architektur für uns und Shopping Mall für den jüngsten Teil unserer Reisegruppe. In das IWM muss ich dann wohl mal mit einer anderen Gruppenzusammenstellung. (@Late birds)

Das IWM schaut schon ganz nach Verteidigung aus

Zuvor sind wir noch schöne Serpentinen durch den Peak District gekurvt. Nicht die Alpen, aber sehr sehenswerte Landschaft.

Peak District, kleine Spitzen statt großer Berge

Zurück nach Manchester in das mit Bedacht gewählte Shopping Centre. Vor allem E startete voller Erwartungen in die moderne Mall. Doch innen waren 80% der Läden leer, geschlossen und verlassen. Die Zeit der Shopping Malls ist wohl vorbei.

Es war ein Mall
Cadbury hält die Stellung

Die verbliebenen Läden konnten die Enttäuschung bei E etwas mildern, jedoch nicht ganz verschwinden lassen.

Media City, nix zu shoppen aber viel zu schauen
So ein Theater
Blackberry ist nicht tot
Starlink war gestern

Das Ausparken beim IWM hielt uns nochmal in Schach, da dieser ganze Parking App Wahnsinn nie klappt. Es rettete uns ein Automat, der sich hartnäckig auf dem Gelände versteckt hielt. Fast, als wäre seine Tarnung Teil des Museums.

Zurück auf der M61 schraubten wir uns weiter in den Norden und kamen schließlich mit gut aufgefülltem Lebensmittelvorrat – ein ASDA Supermarkt kreuzte unseren Weg – im Lake District an.

Nicht, dass wir im kommenden AirBnB verhungern

Der Versuch noch einmal „kurz“ ans Meer zu fahren, scheiterte dann an der Breite der Straße, die rechts und links mit Steinmauern begrenzt war.

Bis hierhin war es nur biegsames Gestrüpp

Das versuchen wir dann morgen nochmal auf anderem Wege.

Nach einem nicht weniger aufregenden Schotterweg durch den Wald erreichten unsere neue Bleibe.

Schöner Wohnen
Es ist angerichtet