Schlagwort-Archiv: Skogafoss

Es hat sich was getan

…hier in Island, seitdem wir im März 2011 hier waren. Zunächst ist wohl der ganze Schnee im Flachland geschmolzen. Gut, das soll im Sommer vorkommen. Doch auch ist die Touristendichte beachtlich gestiegen. Gut, auch das soll im Sommer vorkommen. Jede Attraktion hat mittlerweile einen eigenen befestigten Parkplatz und man kommt um ca. 10 EUR Parkgebühr-Eintritt nicht rum.

Was soll’s schön war’s trotzdem an der ersten Attraktion des Tages, dem Skógafoss links neben der Ringstrasse, wenn man von Reykjavik kommt.

Beeindruckend. Auch die vielen Menschen am Fuße des Wasserfalls
Und das ganze in der Draufsicht

Neu für uns war die Aussichtsplattform über dem Wasserfall, die man über ziemlich rostige Stufen erklimmen konnte. Scheinbar sooo neu nun auch nicht. Der Topf mit Gold am Ende des Dauerregenbogens (Sonne vorausgesetzt) bestand hier eher aus Touristen, die brav ihre Parkgebühr bezahlt hatten. Also irgendwie schon passend aus Isländer Sicht.

Urlaub. Einfach mal runter kommen

Bevor wir uns weiter Richtung Osten nach Vik machten, gab’s noch eine Stärkung bei Mia’s Country Van – Local Fish & Chips.

Noch gar nicht richtig offen, schon stehen mehrere knurrende Mägen davor

Wir sind nun schon zwei Tage hier, aber ich zucke immer noch, wenn die DKB den Betrag in EUR aufs Handy schickt, was ich da gerade bezahlt habe. Zwei mal (wirklich sehr gute) Fish and Chips, ka-ching 50 EUR.

Echt fett

Da bleiben wir mal lieber beim shoppen im Supermarkt, die haben auch schweinisch gute Klamotten da. Ok, wusstet ihr schon.

In Vik lungerten wir dann bissl am schwarzen Strand herum. Das Wetter war bisher so gar nicht isländisch, das sollte sich jedoch bald ändern.

Strand mit Pferdeschau
Moment mal, eben war doch noch blauer Himmel

Nach einem kurzen Stopp im örtlichen Brauhaus, allerdings nur um Merch und Bierdosen zu kaufen (die Fish und Chips hingen noch im Verdauungstrakt fest) hat sich mein T-Shirt-Bestand wieder um eins erhöht. Nein, kein Schwein drauf.

Zwei Dosen feinste Braukunst zum Preis eines ganzen Kastens in Deutschland

Danach noch mitten rein ins Tourigetümmel und in den Shop von dem All-4-One schon 1994 sangen „Icewear“ (by the Moon and the Stars in the sky). 🙂

Gut sortiert mit Souvenir Nippes und Klamotten. Aber irgendwie nicht mein Stil, nichts mit Schwein drauf.

Im Ernst jetzt?

Was ich irgendwie ganz cool fand, dass dieses Minishopping Center vor dem Supermarkt Mikrowellen zur Verfügung stellte. Die waren auch gut besucht.

Mal schnell was Leckeres zaubern ohne den Dispo zu belasten

Zurück Im vibrierenden Dacia sind wir dann auf den Hügel mit der bekannten kleinen Kirche gefahren.

Blick vom Friedhof, stehend

Dann stand die letzte Challenge an, wir wollten gern Papageientaucher sehen. das sind nicht etwa bunt gekleidete Froschmänner, die einem alles nachplappern, sondern diese putzigen kleinen Vögel, die am Abend in ihre kleinen Höhlen zurückkehren. Und tatsächlich konnten wir einige sehen, die aufgeregt durch die Luft flatterten und ziemlich tapsig vor oder in ihrem Loch im Felsen landeten.

J. war ganz nah dran

Mittlerweile war es allerdings so frisch geworden, das mein knuffiger Hoodie mit rosa Tiermotiv zum Einsatz kam. Perfekt.

Später begann es noch zu regnen und der Wind riss erbarmungslos an den Autotüren beim Tanken. Da ist hier immer Vorsicht geboten, da gibt sogar eine extra Versicherung dafür und jede Tür hat innen einen passenden Warnhinweis. Wir waren jedenfalls froh alsbald in unserer warmen kleinen Bude zurück zu sein.

Das erste Mal eine nasse Terasse
Soup of the day

Moment mal, da drüben steht doch noch ein Elefant im Raum! Oder ist es ein Koffer?

Nein, ist es nicht. Bevor die Tagestour begann, hab ich gefühlt mit jedem telefoniert, der irgendwas mit Gepäcklogistik am BER zu tun hat. Am Ende konnte ich die Wartemusik auswendig und erwischte mich beim mitsingen. Hat es was gebracht, wahrscheinlich nicht. Mir gab’s ein gutes Gefühl, nichts unversucht zu lassen.

Zumindest weiß ich jetzt, wer alles nicht zuständig ist, aber trotzdem zumindest Leserechte im System hat. Alle echten Menschen am Telefon waren sehr nett und ich erfuhr, das mein Koffer gefunden wurde und zwar in Bergen. Norwegen nehme ich an und nicht in einem Haufen verlorenen Koffern die sich auftürmen. Gefunden! Yeah!

Am Nachmittag kam auch die Info von Iceland Air, dass meine Urlaubstrikotage morgen früh hier am Flughafen ankommt und sie sich melden, wie es weitergeht. Mit dieser – nicht auszuhaltenden – Anspannung gehe ich jetzt mal schlafen.

Schuh Garten