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Tierischer Tag

Der Tag begann mit einem schönen Frühstück. Die bereitgestellten Zutaten im Haus konnten wir mit unserem mannigfaltigen Vorrat prima upgraden.

Dann kam der Streichelzoo an die Reihe. Da es sogar ein Pferd gab, war die Welt absolut in Ordnung.

Daneben gab es mich allerlei anderes Streichelbares: Wasserbüffel, Merino Schafe, Lamas, Wallabys, Rehe, Waipities, Ziegen, Schweine und Kleingetier. Bewaffnet mit zwei Tüten Futter haben wir uns hier ausgiebig bei allen beliebt gemacht.

Nachdem wir ein knackfrisches Sourdough aus dem Four Square Supermarkt geangelt hatten, ging’s los Richtung Kaikoura. Das Meer wartete auf uns. Da die Sonne schien, bot sich ein Picknick geradezu an. Und wo könnte man das besser tun, als direkt an einer Pferdewiese. Die Hutablage des Mazda entpuppte sich als prima Tresen zum Brote schmieren und Wurst schneiden.

Der weitere Weg war eine ziemlich kurvenreiche Straße durch Schluchten und über kleinere Berge.

Auf dem letzten Abschnitt der Reise wurde der Himmel immer wolkenverhangener und Nebel zog auf.

Wir sind ziemlich pünktlich in Kaikoura aufgeschlagen und haben uns gleich zum Strand und der dort ansässigen Seebären-Kolonie aufgemacht. Erst haben wir nix gesehen, um dann festzustellen, dass sich die Felsen bewegen. Huch… die waren ganz nah.

Suchbild:

Gerade kommen wir vom örtlichen Takeaway, bei dem wir mal wieder fangfrischen Fisch im Teigmantel gegessen haben.

Da unser aktuelles Hotelzimmer eher klein ist und das „extragrosse“ Bett (übrigens auch das einzige!) eher maximal 1,50m misst, starten wir wohl morgen etwas früher, um Mittag auf einem Farmers Market zu sein und unsere Gemüsevorräte aufzufüllen.

Hanmer Springs

Nach einer kurzen Hafeninspektion in Lyttleton (ziemlich viel Holz und große Containerschiffe) und dem erneuten Kauf eines Pies (bei Hope River Pies) ging’s nach Norden.

Da wir auf dem Weg wieder Christchurch passieren mussten, waren uns die fünf Minuten Umweg für einen erneuten Besuch bei Grizzly Baked Goods nicht zu viel. Das Zeug ist wirklich sehr gut.

Ausgestattet mit dem Pie (der übrigens „Middle Earth Pie“ hieß und hervorragend mundete) und feinsten Backwaren entschieden wir uns den nächsten Strand anzusteuern und eine lange Mittagspause in der brennenden Sonne (22 Grad) zu machen. Große leuchtende Augen gabs beim Kind, als eine Reitergruppe am Strand vorbeigeritten kam und sogar anhielt, damit eins der Pferde gestreichelt werden konnte.

Nun ging’s wieder Richtung Berge nach Hanmer Springs, unterwegs noch kurz ein Weingut besucht und etwas für den gemütlichen Abend gekauft.

Wir haben eine prima Unterkunft bei sehr netten Kiwis. Hier ist sogar ein kleiner Tierpark, den unsere Gastgeber betreiben. Den schauen wir uns morgen mal an.

Lyttleton

Heute verbringen wir die Nacht in Lyttleton. Die Fahrt hierher hat für uns fast vier Stunden gedauert.

Der Neuseeland-Kenner wird sich jetzt fragen, Lyttleton? Das ist doch direkt bei Christchurch um die Ecke. Stimmt, aber wir haben die Fahrt dahin etwas gestreckt.

Zunächst ging es in ein Gewerbegebiet und bei der Breadman Organic Bakery vorbei, die hatten wirklich echtes dunkles Sauerteigbrot, zumindest schaut es von außen so aus. Anschneiden werden wir es morgen zum Frühstück, denn…auf dem Weg aus Christchurch raus kam uns noch Grizzly Baked Goods vor die Motorhaube. Das sah alles so gut aus, da haben wir unser Mittagessen eingekauft.

Danach sind wir über die Banks Halbinsel gecruist. Die Fahrt über die Summit Road ist sehr empfehlenswert, wenn man Zeit hat. Morgen habe ich sicher Muskelkater vom Lenken. Am Ende landeten wir in der Le Bons Bay. Da waren wir völlig allein und könnten ungestört unsere Sandburg bauen.

Unterwegs kamen wir in Little river an dieser cooler Unterkunft vorbei.

Echte Wohnsilos. Wenn das mal nicht das nächste große Ding wird.

Zum Abendessen gabs heute mal keinen Burger, sondern fangfrischen Fisch direkt am Hafen in der Fisherman’s Wharf. Sehr schmackhaft!

Christchurch zu Fuß

Unser zweiter autofreier Tag führte uns durch die arg zerklüftete Stadt Christchurch. Beim Anblick der vielen Freiflächen (Parkplätze gibts zuhauf) und der stark zerstörten Kathedrale bekommt man ein beklemmendes Gefühl. Die Stadt ist auch 8 Jahre nach dem Beben eine riesengroße Baustelle, Unmengen an Handwerkerfahrzeugen, LKW mit Baumaterial und Kräne prägen das Stadtbild.

Auf dem entstandenen Freiraum gibts verrückte Installationen, wie den Dance-o-Mat, gebaut aus ner alten Waschmaschine. Für zwei Dollar und entsprechend Musik dabei, kann man hier für 30 min ne Privatdisco starten.

Oder ein riesengroßer Joystick auf der einen Straßenseite steuert eine Art Space Invaders auf einem Riesen-Led-Board am Vodafone Gebäude gegenüber.

Auf dem größten Spielplatz Neuseelands waren wir natürlich auch.

Plötzlich und wie aus dem Nichts tauchten diese beiden Herren auf und sorgten für leuchtende Kinderaugen. „Sind die echt?“

Es gibt unheimlich viele neue Gebäude hier, aber auch ein paar alte wurden repariert und teilweise wieder zum betreten freigegeben.

Bevor wir dem Art Museum eine. Kurzen Besuch abgestattet haben, waren wir im botanischen Garten unterwegs und haben Bäume umarmt 😉

Nach einer köstlichen Pizza in Francesca’s Kitchen begegnete uns dann noch dieses Geschoss und sorgte bei mir für leuchtende Augen. „Der ist echt!“

Driving down the highway 72

Der Tag begann mit Nebel, wie der gestrige aufgehört hatte. Unsere kleine Cabin am Lake Tekapo war ziemlich schick, also die beste Cabin auf einem Campingplatz bisher. Bis zu den „facilities“ war es bissl weit und stockfinster nachts, da trinkt man am besten nur ein Bier zum Abendessen 😉

Zuerst galt es ein gutes Brot zu finden, die anderen Vorräte aufzufüllen und den Mazda aufzutanken. War alles ganz easy in dem kleinen Örtchen zu erledigen. Danach noch den Spielplatz frequentiert und alle waren glücklich. Selbst die Sonne kam kurz vorbei.

Das Ziel heute war Christchurch und da wir immer mehr dazu tendieren, morgens die Zeit zu verbummeln, haben wir dann unterwegs gepicknickt – das frische Sourdough war sensationell – und ansonsten sind wir bei Schmuddelwetter durchgeritten.

Zwischendrin gabs noch eine krass blauen Fluss an der Rakaia Gorge.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit haben wir dann unser heutiges Quartier erreicht. Eine Villa in Christchurch, bei der wir heute die einzigen Gäste sind und der Shared Bathroom doch nur uns gehört. Das Ding ist ziemlich neu, wie fast alles hier, da das Erdbeben 2011 hier so ziemlich alles zerstört hatte. Ich erkenne jedenfalls bis jetzt nix wieder.

Lake Tekapo

Heute stand der Mount Cook auf dem Programm, also angucken, nicht hochklettern. Unser schöner Seeblick entpuppte sich heute morgen als trübe Suppe, die einen keine 30 Meter weit sehen lässt.

Nach einem schönen Frühstück, sind wir mit gemischten Gefühlen, zum Teil dem trüben Herbstwetter geschuldet, in Richtung Mt Cook und Tasman Gletscher aufgebrochen. Fast den kompletten Weg dahin konnten wir uns schlecht vorstellen, überhaupt einen Berggipfel zu sehen.

Da haben wir uns Zeit gelassen und mal schnell am See ein Treibholz-Tipi gebaut.

Danach blitze am Horizont etwas Sonne auf…und nach weiteren Kilometern bot sich uns ein atemberaubender Ausblick.

Da bot sich ein Picknick förmlich an, hier Clotted Cream auf Erdbeermarmelade und Hefeteig.

Die Berge zeigten sich nun von ihrer schönsten Seite.

Eine kurze aber steile Wanderung führte uns dann noch zum Gletschersee.

Lake Ohau

Eine lange Fahrt liegt hinter uns. Aber der Reihe nach:

Zunächst die Auswertung des Burger Abenteuers von gestern Abend. Ich bin dann zu Fuß ca. vier Blocks zur Burgerbude getingelt. Auf meinem Weg standen unzählige Lime Roller, aber ich wollte mich nicht blamieren. Ich hatte weder die App noch eine Ahnung wie man die Dinger würdevoll bewegt.

Als ich schließlich ankam, grinste mich Mr. T von einer Werbung an, also sofern Mr. T überhaupt grinsen kann. Die Bude war gerammelt voll und ich dachte, online zu bestellen ist ne gute Idee gewesen.

Also kurz geschaut, wo die Typen mit den Blick aufs Handy standen und einfach souverän an der Schlange vorbei und vorne am Tresen platziert. Ganz sicher war ich nicht, ob ich mich irgendwo anmelden muss, es gelang mir jedoch durch observieren der Einheimischen herauszubekommen, das ich einfach da warten muss bis die eine fette braune Tüte hochwuchten und meinen Namen rufen. Das haben sie dann auch und zwar auf die Minute 6:35pm wie online angegeben. Respekt!

Die Burger war ganz passabel, nur bissl durchgespült nach dem Fußmarsch zurück. Check out: ReBurger Dunedin

Und jetzt zurück zu heute. Wir sind pünktlich 10:00 in dunedin gestartet und das erste Ziel waren die Moeraki Boulders. Ein kurzes Fotoshooting und dann weiter nach Oamaru zum Farmers Market – von Dunedin geprägt, gibts da immer schmackhafte Kleinigkeiten. Kurz vor Toresschluss haben wir dann noch schnell zwei Teigtaschen verzehrt.

Oamaru ist auch eine Hochburg des Steampunk. Selbst die Leute laufen mit alten Klamotten und Schweißerbrille durch die Gassen. Selbst der Spielplatz war im Steampunk Style.

Obwohl nicht geplant, haben wir uns zum Besuch des Steampunk Headquarter entschlossen. Gute Idee! Unbedingt machen, das ist sowas von abgefahren und gruselig zugleich. Man darf hier alles anfassen, auf allem herum klettern und alles ausprobieren. Das hat unserem Kind auch sehr gefallen, auch wenn ich manchmal dachte, das ist eher ein Horror-Science-Fiction Kabinett. Bleibende Schäden konnte ich noch nicht feststellen.

Da die Zeit schon weit fortgeschritten war und wir gern im Hellen im Quartier aufschlagen wollten, sind wir dann durchgebrettert und haben die Elephant Rocks ausgelassen.

Wir haben die Lake Ohau Lodge in der Dämmerung erreicht. Passt alles soweit, das Mobiliar ist schon etwas älter, wir haben aber direkten Ausblick vom Bett auf den See. Hier in den Bergen gibts wieder nur wenig Internet – Dunedin hat uns da mit 6GB verwöhnt – hier sind es ganze 100MB…und Schluss

Just another city?

Nur wieder eine Stadt oder doch was außergewöhnliches? Nun Dunedin ist schon irgendwie speziell, wir haben uns hier sofort wohl gefühlt – anders als in Invercargill. Unser Motel liegt im Norden und nahe der Uni. Entsprechend viele Takeaways und Fastfoodtempel gibts hier auch.

Gestern haben wir dieses Angebot gerne genutzt und ein umfangreiches Abendmahl für den schmalen Taler genossen. Der „Mei wah“ Takeaway macht wirklich leckere Chips.

Zurück zum heutigen Tag, der mit einem selbstzubereiteten Frühstück im Motelzimmer begann. Küche ist hier mit dabei. Danach sind wir nach Downtown gefahren und haben das Auto hinter dem Bahnhof abgestellt.

Ab da haben wir alles zu Fuß erkundet, was man nicht muss, denn an jeder Ecke stehen die Elektroroller von Lime herum und laden zum düsen ein. Zunächst haben wir die Augen auf dem Farmers Market geweidet. Neben Brot, leckeren Tartes, frischen Gemüse und guten Kaffee gab es auch allerlei exotisches Essen. Als wir den Markt abgegrast hatten sind wir auf Erkundungstour in der Innenstadt gegangen, nicht ohne vorher dem äußert schicken Bahnhof unsere erneute Aufwartung zu machen.

Zu unserer Enttäuschung ist die Cadbury World leider komplett dicht und unser Schokoladen-Pegel musste anderweitig gehalten werden.

Wir schlenderten übers Octagon, in eine Kirche und am Ende noch in den Chinese Garden.

Kurzer Abstecher noch zur steilsten Straße der Welt, der Baldwin Street und dann ab zurück ins Zimmer und etwas ausruhen. Unser Kind ist ein echter Stadtläufer, soviel zu sehen und absolut keine Anzeichen von Müdigkeit. Ich hab jedenfalls Plattfüße.

Zum Abschluss habe ich gerade online Burger bestellt. Die hole ich dann in 10min ab. Mal sehen ob die auch schmecken. Das verrate ich dann morgen.

Dunedin

Heute haben wir unserem Strandhaus mit grandiosem Blick auf den Ozean in der Curio Bay Lebewohl gesagt und uns in Richtung Dunedin auf den Weg gemacht.

Wir folgten der Southern Scenic Route und der erste Stopp führte uns einen kühlen Waldweg entlang bis zu einem sehr schmalen Boardwalk der mitten im Schlick endete. Darunter krabbelten geschäftig kleine schwarze Krabben herum.

Kurzer halt für den Florence Hill View (war bestimmt die Schwester von Terrence Hill 😉

Die zweite kurze Wanderung führte uns zu den Purakaunui Falls und die sind zwar eher klein aber wirklich sehenswert.

Letzter Stopp und das Highlight des Tages war der Nugget Point bei strahlendem Sonnenschein und der Möglichkeit mal ohne Windstopper- und Regenklamotten zu flanieren.