Archiv der Kategorie: On track

Offline @ Coastline

Eine stürmische Nacht, keine 30m vom tosenden Meer entfernt, liegt hinter uns. Das Häuschen hat schon arg gerumpelt ist aber sowas von kuschelig, dass wir heute mal autofrei machen und die Spaziergänge am Strand direkt vor der Haustür genießen. Seit Mittag ist hier Sonnenschein.

Auf der Anrichte wächst ein beachtlicher Hefeteig heran und wird uns heute Abend helfen, den Fehler Sourdough Brot im New World zu kaufen, wieder gut zu machen.

Das ist absolut die Verarsche, wenn das Sourdough ist, bin ich der Weihnachtsmann. Also Finger weg.

Im Garten hier sollen auch Pinguine wohnen, die kommen allerdings nur im Dunkeln raus bzw. rein. Und da ist es so finster hier, dass sich die kleinen Kerle ähnlich schlecht vom Hintergrund abheben, wie ein Yeti im Schnee.

So, die Pizza ist nun bereits Geschichte und das Feuer im Ofen lodert. Wir sitzen noch davor und lassen einen relaxten Tag zu Ende gehen.

Etwas Aufregung gabs noch, als sich eine der Hauskatzen illegal Zutritt verschafft hatte, trotz mit Panzertape angeklebter Katzenklappe. Und das sogar zweimal. Mit Pizzaschinken konnte sie jedoch jedesmal erfolgreich herausgeleitet werden. Jetzt versperrt eine Konstruktion aus Kehrschaufel und Kinderstuhl das Schlupfloch und bis jetzt funktioniert das gut.

Schließe trotzdem heute Nacht die Schlafzimmertür.

Offline

Wir haben die Nacht in Invercargill überstanden. Die Gegend schien uns sehr suspekt, das B&B hatte mehr Kameras als Zimmer, komische Schilder an der Tür „No Cash kept on premises“ und zwielichtige Gestalten liefen rum. Da die Gastgeber aber sowas von freundlich und nett waren sind wir geblieben. Außerdem hatten wir ne ganze Etage für uns.

Nach dem Aufstehen und einem netten Plausch mit Josephine, unserer Gastgeberin, sind wir dann Gummistiefel fürs Kind kaufen gefahren (die alten sind leider undicht). Leider gabs soviel Zeug im empfohlenen Warehouse, dass wir uns etwas verzettelt haben und der Abschied von der riesigen Spielzeugabteilung fiel schwer. Danach haben wir noch einen Blick auf den berühmten Wasserturm geworfen.

Dann ab zum New World und die Vorräte aufgestockt. Danach ein kurzer Abstecher zum Spielplatz und Mittagessen von der heißen Theke des New World (absolut nicht zu empfehlen). Hatte gestern auf dem Weg einen Chili Pie von Tuckers Ridge im Four Square gekauft und der war sehr schmackhaft. Die Mince Pies von heute hatten übelstes Gekröse drin und führten kurz zu Brechreiz.

Mit hungrigem Magen ging’s dann zum Waipapa Point zum Leuchturm und am Strand spalieren. Direkt vorm Leuchtturm lag ein Seelöwe im Gras, der war entweder völlig gechillt oder …naja.

Jetzt sitzen wir offline (beabsichtigt, wie der Ordner der Unterkunft verrät) in einem absolut coolen Strandhaus mit Blick aufs Meer und essen Scones mit – Tataa – Clotted cream. Die haben wir heute im Supermarkt entdeckt und die ist richtig gut.

Invercargill

Heute Nacht sind wir in Invercargill. Puh…große Stadt, das sind wir irgendwie gar nicht mehr gewöhnt.

Auf dem Weg dorthin haben wir einiges an Zwischenstopps gemacht. Begonnen hat der Tag mit einem kleinen Looptrail zu einem Aussichtspunkt am Lake Monowai.

Bevor wir danach die Gravel Road zurückgefahren sind, haben uns ein paar nette Kiwis mit Keksen versorgt, zum besonderen Vergnügen einer beteiligten Person.

Der Weg war das Ziel und führte uns zu wildromantischen Ausblicken auf das Meer.

Nach dem Gemstone Beach kamen wir zum Monkey Island (zum besonderen Vergnügen einer anderen beteiligten Person). Da das Meer gerade noch weit genug weg war, musste ich dieses pittoreske Eiland erklimmen und habe aber weder Guybrush noch Le Chuck getroffen. Aber es stank wenigstens nach Fisch. Und der eine Typ sah aus wie Stan.

Abendessen gabs im Irish Pub von Invercargill „Waxys“. Gepflegt mit Guinness und Rugby auf dem TV.

Manapouri

Der Regen machte heute mal längere Pausen in denen man gut die Gegend erkunden konnte. Wir sind etwas nach Süden gefahren nach Manapouri. Dort haben wir das Wolkenloch genossen und am Strand des Sees mit weit aufgerissenen Augen die grandiosen Berge im Hintergrund betrachtet.

Nach dem typischen Fish & Chips Mittag (es geht nichts über Blue Cod) haben wir einen Abstecher in die Wakatu Wetlands gemacht. Da waren wir ganz allein unterwegs. „Off the beaten track.“

Nach einem Boxenstopp in Te Anau (mittlerweile kenne ich den Ort, wie meine Westentasche) und dem Auffüllen von Vorräten und Tank ging’s zum letzten Mal ins Barnyards Backpackers, dass uns morgen dann für fünf Tage beherbergt hat.

Und dann haben wir am letzten Tag mal was ganz verrücktes gemacht und sind an der Einfahrt vorbeigefahren und mal geschaut was hinter dem Hügel liegt.

Regen

Hier hat es heute den ganzen Tag nur geregnet, mal mehr, mal noch mehr.

Da konnte man einfach mal die Dinge tun, die sonst im Urlaub zu kurz kommen: Wäsche waschen, lange in der Unterkunft abhängen und Essen selbst kochen. Ok, letzteres machen wir hier öfter, weil es besser schmeckt und die Reisekasse etwas entlastet. Zudem ist meist eine Kochgelegenheit vorhanden.

Nachdem wir den 3/4 Tag mit Müßiggang verbracht haben, hatten wir dann doch den Drang, mal raus zu müssen (so gemütlich ist die aktuelle Bleibe nun auch wieder nicht). Also haben wir das Fiordland Visitor Center in Te Anau mit unserem Besuch beehrt.

Danach noch fix ins Kino und Avengers Endgame…nee, Shadowlands angeschaut. Das ist ein ca. 45min langer Film über Fiordland mit krassen Aufnahmen aus dem Helikopter. Sowas macht man wirklich nur, wenn’s draußen regnet.

Zu guter letzt haben wir uns noch ein Abendessen in der Stadt gegönnt.

Milford Sound

Ein Wort: Atemberaubend.

Zum ersten Mal im Urlaub den Wecker gestellt. Dann im strömenden Regen den Highway 94 zum Milford Sound geprescht.

Wenn ihr das macht, die 11:00 Uhr Tour ist dein Freund (in unserem Fall: Real Journeys Nature Tour) Weniger Leute, kleines Boot, lustiger Guide, längere Tour und in unserem Fall besseres Wetter

Und: Regenklamotten, das volle Programm ist Pflicht. Danach weiß man, wie sich ne Folienkartoffel fühlen muss. Andererseits trocknet man schnell durch den Wind aufm Boot.

Die Kiwis fahren einen direkt unter einen Wasserfall damit man seinen Becher mit besten Trinkwasser füllen kann. Natürlich nicht ohne dabei klitschnass zu werden.

Auch wenn es ne lange Fahrt ist (2h von Te Anau zum Hafen Milford – 2h Bootstour – 2h zurück nach Te Anau) – Strongly Recommended!

Das Wichtigste im Leben ist…

..dass man noch lebt.

O-Ton die Fünfjährige. Hat sie recht.

Wir leben gerade im Raum Te Anau. Der Tag war bewölkt, bissl nieseln, aber kein Dauerregen. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Gemeinschaftsraum, haben wir auf den nächsten großen Walk von NZ ein paar Fußabdrücke hinterlassen. Diesmal war es der Kepler-Track. Inklusive Swinging Bridge, natürlich.

Danach ging’s nach Te Anau zum Mittag. Empfehlung: „Habit“ direkt gegenüber des Freshchoice Supermarkets. Leckere Baos mit Fries.

Danach die örtlichen Bäckereien nach Sauerteig Brot abgeklappert – negativ.

Im Supermarkt hatten wir dann Sabine an der Kasse, sie sprach deutsch mit uns (hätte man am Namen vermuten können). Das hat uns so überrascht, dass wir glatt vergessen haben, mal nach nem Brottipp zu fragen.

Letzter Anlaufpunkt war das Bird sanctuary am Ortsausgang. Vor allem die Takahé sind komische Vögel

Queenstown to Te Anau

Nach einer unruhigen Nacht in einer Cabin des TOP10 Holiday Parks Queenstown haben wir uns morgens auf die Suche nach einem Frühstück gemacht. Diesmal wollten wir uns mal verwöhnen lassen.

Gelandet sind wir direkt unterhalb der Gondelstation im „Bespoken Kitchen“. Das Frühstück war wirklich lecker und der Kaffee war auch bestens. Preiswert ist aber auch was anderes, aber daran haben wir uns langsam gewöhnt. Und wichtig: lasst euch immer das receipt geben, manchmal nehmen die es mit der Mathematik nicht so genau.

Da wir einen 180min Parkplatz ergattert hatten, haben wir uns dann noch einen Spaziergang durch Halli-Galli-Gix-Gax gegeben. Die Stadt war allerdings weit weniger belebt als am Nachmittag, waren wohl alle noch mit Bungee, Jetboat etc. beschäftigt. Zudem war ANZAC Feiertag und die meisten Läden hatten noch zu.

Für alle die ihren Adrenalinspiegel hoch und ihren Kontostand niedrig mögen ist Queenstown der Ort der Wahl.

Jumping-extreme-fast-overdrive-megashoot-monster-Action-Flyout

Habe kurz überlegt eine Fotoserie all der abgefahrenen Firmenbezeichnungen zu machen, wahrscheinlich hätte ich SD Karten nachkaufen müssen.

Am Ende sind wir nun im Barnyard Backpackers unterhalb von Te Anau gelandet und bleiben hier ganze 5 Nächte zum Gegend erkunden.

Unsere Mega-Action heute war übrigens die Haare unseres Kindes zu waschen. Das Adrenalin pumpt immer noch…