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Loslassen

Ich falle mit der Tür ins Haus und verzichte auf den eigentlich perfekten Spannungsbogen.

Nein, keine Nachricht von meinem Koffer.

Nichts auf der Website, nichts per Mail und keine Anrufe der Lieferdienstes. Habe hier heute früh einige Mails mit dem Support der Airline ausgetauscht, da ging’s jedoch nur darum, wohin der Koffer soll, so er denn mal gefunden würde.

Wäsche, jetzt jeden Tag?

Hatte gestern – mangels Waschmaschine und steigender Geruchsbelästigung – einfach mal mit T-Shirt und Unterbuchse geduscht und diese dann die Klamotten einmal mit Duschgel handgewaschen. Ging erstaunlich gut und riecht sogar frisch. Abenteuer pur. Eine Softshell Jacke hab ich zum Glück noch im Handgepäck gefunden.

Hatten gestern noch im örtlichen Supermarkt „Bonus“ neben Lebensmitteln auch ein weißes T-Shirt mit pinkem Schwein vorn drauf, ein paar Socken und ne Unterhose gekauft. Wechselklamotten…Luxus Urlaub.

Daheim wäre der für das Geld um einiges voller

Heute Morgen sind wir mit besten Filterkaffee und ziemlich guten Sauerteigbrot – aus dem gestrigen Einkauf – in den Tag gestartet.

Mal eben noch eine eine Liste mit dem Inhalt meines verschwunden Koffers erstellt, solange ich mich noch erinnere, was drin war. Gedanklich hab ich mich auf den E Fall vorbereitet.

Dann ging’s direkt zu einem Pferdehof. Es war reiten angesagt, auf den wirklich schönen Islandpferden. Das Wetter war spitze, Sonne und wenig Wind. Die komischen Blicke auf mein Shirt mit dem Schwein bemerkend, fühlte ich mich doch genötigt, mich zu erklären

Vom Winde verweht

Über Schotter, sanfte Hügel und Trampelpfade ging es dann zu einem See und wieder zurück. War eine sehr schöne Tour.

Du hast die Haare schön

Später starteten wir dann zu einem von den Pferdebesitzern empfohlenen Klamottenladen – ihr wisst warum. Nur um festzustellen, der Laden ist für Damen und Kinder. Also nochmal in den Bonus Markt und ein weiteres Schweine Shirt in schwarz und einen Hoodie mit pinkem – was wohl – Schwein gekauft. Läuft bei mir.

Zudem war in der von Iceland Air als kleine Entschuldigung gedachten Waschtasche auch noch ein weißes T-Shirt drin.

Nicht im Bild, da eng an meinen Körper geschmiegt: das T-Shirt

Mein Bestand aktuell:

  • 4 T-Shirts (3x mit modischem Schweinemotiv)
  • 4 paar Socken
  • 4 Unterhosen
  • 1 Hoodie schwarz mit Pink
  • 1 Hose
  • 1 Softshell Jacke
  • 1 Paar Schuhe

Nachmittag waren wir dann noch kurz am Strand in Eyrarbakki, nachdem uns Touristenbusse an einem anderen Spot verschreckt haben.

„Ich fange Rehe mit der bloßen Hand..„
Fußbild

Auf der Fahrt zurück zu unserer Blechhütte mit schickem Inneren, wurden dann noch unzählige der heimischen Huftiere gestreichelt.

Street Horse
Der Abend klang dann mit leckerem Chili aus.
Sonnenuntergang? Eher nicht, Dunkelheit fand bisher nicht statt.

Hanmer Springs

Nach einer kurzen Hafeninspektion in Lyttleton (ziemlich viel Holz und große Containerschiffe) und dem erneuten Kauf eines Pies (bei Hope River Pies) ging’s nach Norden.

Da wir auf dem Weg wieder Christchurch passieren mussten, waren uns die fünf Minuten Umweg für einen erneuten Besuch bei Grizzly Baked Goods nicht zu viel. Das Zeug ist wirklich sehr gut.

Ausgestattet mit dem Pie (der übrigens „Middle Earth Pie“ hieß und hervorragend mundete) und feinsten Backwaren entschieden wir uns den nächsten Strand anzusteuern und eine lange Mittagspause in der brennenden Sonne (22 Grad) zu machen. Große leuchtende Augen gabs beim Kind, als eine Reitergruppe am Strand vorbeigeritten kam und sogar anhielt, damit eins der Pferde gestreichelt werden konnte.

Nun ging’s wieder Richtung Berge nach Hanmer Springs, unterwegs noch kurz ein Weingut besucht und etwas für den gemütlichen Abend gekauft.

Wir haben eine prima Unterkunft bei sehr netten Kiwis. Hier ist sogar ein kleiner Tierpark, den unsere Gastgeber betreiben. Den schauen wir uns morgen mal an.