Die Campingnacht war besser als erwartet und der Stellplatz doch nicht der schlechteste. Nach dem Frühstück ging’s direkt 5 min weiter in den Benmore Botanical Garden, der mit einem sehr weitläufigen Gelände und einer Allee aus Redwoods auftrumpfte.

Also hier waren eher die großen Gehölze die Stars, die brauchten eben auch Platz.

Hier kann man endlos Zeit verbringen und eine komprimierte Wald-Reise ohne Jetlag über sämtliche Kontinente machen.


Nach dem Verlassen des Gartens war unser Plan nach ca. 40 Minuten Fahrt in einen Pub einzukehren und sich ein umfangreiches und wahrscheinlich teilfrittiertes Mittagessen einzuverleiben. Die Straße führte direkt am spiegelglatten Loch Eck nach Norden und auf der Suche nach einem Fotospot war da plötzlich eine kleine Einfahrt links.

Es war so muggelig dort, das nicht nur die Handy-Foto-Speicher überquollen, sondern auch die nächsten Instantnudeln in den Bechern.



Nächster Stopp war eine kleine Brauerei oberen Ende des Loch Fyne – einem weiteren See auf der heutigen Reise – wenn es schon der Pub nicht geworden ist. Hier konnten wir uns mit allerlei Blechdosen feinster schottischer Braukunst versorgen.

Danach westlich am Loch Fyne wieder nach Süden, um dann direkt am Loch Awe wieder nördlich zu fahren. Dort erwartet uns heute tatsächlich das Haus am See. Die kleine Straße dorthin war die Fahrt schon wert. Einfach spektakulär und immer mit dem Nervenkitzel plötzlich Gegenverkehr zu haben.


Mittlerweile sind wir am Haus am See eingezogen und beobachten eine Schar von Enten, die hier am Ufer lauern. Der Ausblick ist landschaftlich anspruchsvoll, das Haus steht schon länger hier und bot neben einem frischen Anstrich auch eine neue Terrasse mit Bepflanzung. Die Messlatte liegt allerdings schon so weit oben, da kommt wahrscheinlich nichts mehr dran.



