Die Überfahrt war trotz der Länge von fast 17h ziemlich schnell rum. Zu schnell fast, da wir uns – nachdem wir Punkt 8:00 Uhr per Lautsprecher geweckt wurden – beim Frühstück Zeit gelassen haben bis plötzlich ein Leuchtturm und 3G (!) Empfang auf dem Handy das Festland ankündigten. Also schnell aufs Deck und die Einfahrt in den Hafen bestaunt.


Das wir bissl spät waren, merkten wir an der Menschentraube vor unserem Kabinengang und der Absperrung, die aber netterweise für uns geöffnet wurde. Also alles zusammengerafft und durch’s Gewusel runter ans Auto.

Just in time, im Gegensatz zu den Schweizern im abgerockten WoMo vor uns. Aber auch die schafften es noch und wir fuhren zurück aufs Festland.

Die Passkontrolle war auch relativ zügig durch und dann hieß es wieder rechts fahren und Obacht am nächsten Kreisverkehr. Über die Autobahn, vorbei an Ungetümen aus Beton und Glas, die deren Ränder säumten, wie Rasenkantensteine den gepflasterten Gartenweg.
Amsterdam war uns eine Nummer zu groß, daher wählten wir Arnheim als sehenswerte Stadt in den Niederlanden aus, um uns am vorletzten Tag noch etwas Große-Weite-Welt-Gefühl zu geben, was erstaunlich gut gelang.


In der Stadt herrschte reges Treiben und es war sofort klar, wer hier das Sagen hat. Kamikaze-Radfahrer, die förmlich nur darauf warteten uns mit wildem Geklingel zum unkoordinierten Sprung nach rechts oder links zu ermutigen.

Die Stadt ist jedenfalls sehenswert und sogar unser Parkplatz etwas außerhalb (20min zu Fuß in die Innenstadt) war kostenfrei. Wir waren zunächst unsicher, ob wir wirklich nichts zahlen müssen, aber bei der Eingabe unseres Kennzeichens im nächstgelegenen Parkautomaten, meinte dieser „Nö ,euer Kennzeichen steht nicht hier im Bezahlbereich“. Erstaunlich und erschreckend zugleich.



Die Nacht verbringen wir, wie am Anfang der Reise auf dem Wasserbüffelhof direkt hinter der Grenze.
















