Tagesarchiv: 8. August 2026

Arnheim statt daheim

Die Überfahrt war trotz der Länge von fast 17h ziemlich schnell rum. Zu schnell fast, da wir uns – nachdem wir Punkt 8:00 Uhr per Lautsprecher geweckt wurden – beim Frühstück Zeit gelassen haben bis plötzlich ein Leuchtturm und 3G (!) Empfang auf dem Handy das Festland ankündigten. Also schnell aufs Deck und die Einfahrt in den Hafen bestaunt.

Land in Sicht
Schatten unserer selbst

Das wir bissl spät waren, merkten wir an der Menschentraube vor unserem Kabinengang und der Absperrung, die aber netterweise für uns geöffnet wurde. Also alles zusammengerafft und durch’s Gewusel runter ans Auto.

Kabinengang

Just in time, im Gegensatz zu den Schweizern im abgerockten WoMo vor uns. Aber auch die schafften es noch und wir fuhren zurück aufs Festland.

Fähre Sache

Die Passkontrolle war auch relativ zügig durch und dann hieß es wieder rechts fahren und Obacht am nächsten Kreisverkehr. Über die Autobahn, vorbei an Ungetümen aus Beton und Glas, die deren Ränder säumten, wie Rasenkantensteine den gepflasterten Gartenweg.

Amsterdam war uns eine Nummer zu groß, daher wählten wir Arnheim als sehenswerte Stadt in den Niederlanden aus, um uns am vorletzten Tag noch etwas Große-Weite-Welt-Gefühl zu geben, was erstaunlich gut gelang.

Schöne Häuser haben sie dort
Zum Mittag gab’s Hawaiianisch

In der Stadt herrschte reges Treiben und es war sofort klar, wer hier das Sagen hat. Kamikaze-Radfahrer, die förmlich nur darauf warteten uns mit wildem Geklingel zum unkoordinierten Sprung nach rechts oder links zu ermutigen.

Weicht nicht so schnell aus

Die Stadt ist jedenfalls sehenswert und sogar unser Parkplatz etwas außerhalb (20min zu Fuß in die Innenstadt) war kostenfrei. Wir waren zunächst unsicher, ob wir wirklich nichts zahlen müssen, aber bei der Eingabe unseres Kennzeichens im nächstgelegenen Parkautomaten, meinte dieser „Nö ,euer Kennzeichen steht nicht hier im Bezahlbereich“. Erstaunlich und erschreckend zugleich.

Zur Bärenrettung sei dies hier gezeigt
Eine von den 7 Straatjes
Nette Nebengassen selbst im Wohngebiet

Die Nacht verbringen wir, wie am Anfang der Reise auf dem Wasserbüffelhof direkt hinter der Grenze.

Schmeckt auch in Deutschland
Schnüffelbüffel

A Ferry tale

Wir sitzen gerade auf einer etwas unbequemen Bank auf der Fähre nach Amsterdam und genießen die Aussicht auf das letzte sichtbare englische Festland, was in Zeitlupe an uns vorbeizieht. Bald werden auch die letzten 5G Wellen verschwunden sein und dann ist die Frage, ob das Bordnetz hier gegen Entgelt einspringt oder Digital Detox mal als Alternative in Betracht gezogen wird. E protestiert bisher (noch) nicht.

Tim und Struppi freuen sich über den Leuchtturm
England-Randerscheinung ganz hinten
Bleibt hoffentlich ungenutzt

Update: geht auch ohne (wie ihr auch am verspäteten Eintrag hier seht)

Unser letzter Tag war gut ausgefüllt und am Ende war’s tatsächlich etwas knirsch, da wir durch Newcastle fast nur durch Nebenstraßen geschlichen sind und damit so ziemlich die letzten auf dem Kahn waren.

Alles im Lot aufm Boot, alles in Butter aufn Kutter

Die Kabine ist um einiges kleiner als die auf der viel kürzeren Hinfahrt. Dafür bietet das DFDS Schiff an sich einiges mehr. Das reservierte Abendessen war jedenfalls sehr gut und das Buffet mit sehr viel internationaler Küche gefüllt. Sogar an Kino und einen Nachtclub mit diversen Gewinnspiel wurde hier gedacht.

Dinner for anyone
E hat es sich schon gemütlich gemacht

Unser Weg nach Newcastle an den Rand der Insel startete mit dem Besuch einer kleinen Bäckerei in Haddington namens „Station House Bakery“. Diese lag etwas ungewöhnlich in einer Art Garagenanlage, in einer Blechhalle mit Verkaufsfenster. J hatte sie gestern Abend im unendlichen Internetz entdeckt. Eine sehr gute Auswahl an Sauerteigbroten, Baguette und leckeren Croissants lockte ein illustres Publikum an. Perfekt für das Frühstück morgen auf dem Schiff und eine gute Möglichkeit die nagelneue 20 Pfund Note doch noch im Ursprungsland verbleiben zu lassen.

Typische Bäckerei Gegend
Gebäckausgabe

Zweiter Stopp war dann der ASDA in Dunbar für einen Mittagssnack und einiges an Süsskram.

Mittag auf dem Supermarkt Parkplatz hatte dann doch wenig Stil, wenn das Meer gleich um die Ecke ist. Allerdings wäre es dort wohl windstiller gewesen und der Blattsalat nicht ständig von der Gabel geweht worden.

ASDA la Vista Baby
Mittagsblick
Der Wind wehte nicht nur das Mittag weg
Kleine Version der white Sands

Letzter Tag und Strand gehören untrennbar zusammen, es sei denn es ist Urlaub in den Bergen. Daher stand als letzter Stopp noch der gut belebte Strand in Blyth auf der Liste. Das hatten wir uns etwas lauschiger vorgestellt.

Strandhaus (günstigere Version)
Stadtstrand
Fahrwasser

Ahoi.