Heute sagten wir dem Landleben „Cheerio“ und stürzten uns mitten in die große Stadt. Edinburgh verschluckte uns buchstäblich zwischen unzähligen Menschen wie Walter in einem Wimmelbild.

Bei den zuvor besuchten Kelpies in Falkirk kamen wir den Besucherstrom noch etwas zuvor. Gut das wir den Schäferwagen schon 10:00 Uhr räumen mussten. Zwei Schubkarrenladungen brauchte es und dann war der eine Wagen leer und der andere wieder randvoll.


Um die große Stadt zu besuchen, entschieden wir uns für die Nutzung des Park & Ride Parkplatzes am Flughafen. Von dort fährt die Tram bis in die Innenstadt, zumindest, wenn dort nicht gerade ein Kaufhaus gebrannt hat und damit ein Teil der Strecke gesperrt ist. Also aufgrund der begrenzten Zeit für die Big City, fuhr uns dann Christopher direkt in die Princess Street. Uber sei dank.

Angekommen mitten im Strudel der Einkaufsmeile, erschien uns ein Besuch der Streetfood Area eine gute Möglichkeit sich sowohl langsam an die Stadt und viele Menschen zu gewöhnen, als auch satt zu werden. Wirklich gutes Essen und ein kühles Pint sorgten für die nötige Gelassenheit uns an Edinburgh anzupassen. Der 20 Pfund Schein, der schon länger bei uns daheim rumlungerte, sollte auch noch auf den Kopf gehauen werden, was allerdings zunächst misslang, da die jungen Leute in den Foodtrucks sicher noch nicht geboren waren, als die Banknote im Umlauf war.


Der Versuch, diesen in einer Bank zu tauschen, klappte auch nicht, da wir keine Kunden der Barclays sind. Der Tipp, dass wir den Schein im Post Office tauschen können, war hilfreich und wir sind nun im Besitz einer neuen 20 Pfund Banknote, die wir sicher wieder direkt mit nach Hause nehmen.

Danach konnte E sich endlich beim shoppen austoben. Das St. James Quarter Einkaufszentrum war da endlich mal eine gute Gelegenheit, da es hier Unmengen an aktiven Geschäften gab, ganz im Gegensatz zum Manchester Desaster zu Beginn dieser Reise. Die Schlange vorm Sephora haben wir allerdings direkt abgewählt. Der Lego Store hingegen durfte nicht fehlen, auch hier gab’s einen Einlass wie im exklusiven Club, doch wir hatten eine günstige Zeit erwischt. Die Klamottenläden spare ich hier mal aus, für mehr Infos wendet euch vertrauensvoll an E.



Nach dem die Kreditkarte wieder abgekühlt war ging’s auf die Royal Mile und die High Street hoch zum Schloss. Dort war schon alles abgesperrt und vorbereitet für das Military Tattoo, welches morgen hier startet. Genau einen Tag zu spät, wenn ihr mich fragt. Die Stahlkonstruktion für die Zuschauertribünen, die in den Burghof getrümmert wurde, war ziemlich beeindruckend. Jeden Abend bevölkern dort jeweils ca. 9.000 Menschen die Tribünen und schauen sich die Show an.




Hinter dem Schloss ging es wesentlich ruhiger zu, hier fuhren gerade die Busse der Teilnehmer des Tattoos unter strengen Sicherheitsvorkehrungen vor und wir bekamen sehr farbenfrohe Uniformen zu sehen. Es wirkte alles sehr routiniert und abgeklärt.


Wieder unten angekommen war unser Uberfahrer Aqeel mit seinem Toyota dann schnell da und brachte uns zurück zu unserem eigenem Auto, was noch brav auf den Park & Ride auf uns wartete. In die Stadt zu fahren ist gar nicht so sehr das Problem, aber dort einen Parkplatz zu finden schon. Buenos Aires ist auf jeden Fall anspruchsvoller.
Angekommen in der letzten Unterkunft auf der Insel, entsagten wir dem Verlangen, selbst die Rester der Verpflegung zu verkochen und fuhren nach Haddington in einen Pub, um uns dort mit gutem Essen und schottischen Bier verköstigen zu lassen, was diesmal auch hervorragend gelang.



Gute Nacht Schottland.