Wer war’s? Ingo nisch.

Die heutige Nacht verbringen wir in oben genannten Wortspiel, Ingonish. Unser Zimmer ist eines von drei, welche sich über dem kleinen Laden namens „Groovy goat“ befindet. Hinter dem Haus ist ein kleiner, gut besuchter Streichelzoo mit Eseln, Ziegen und Kühen.

Unsere Unterkunft aus der Sicht der Streichelzoo Tiere
Einraumwohnung
Kabelfernseher

Der Abschied von Joan, den zwei verrückten Hunden Bri und Mac, den Hühnern, dem geschäftigen Bieber und der modernen, luftigen Wohnung über den Garagen fiel nicht leicht. Es war wieder einer dieser Orte, bei den man unweigerlich denkt: Wir müssen nochmal wiederkommen. Dass das wohl nie passieren wird, weiß man schon, wenn man es denkt.

Unser grosszügiges Freigehege
Who let the dogs out?

Heute lag eine etwas längere Strecke vor uns und wir genossen die Klimaanlage des Chevy sehr, da draußen die Sonne brannte und die Temperaturen über 30 Grad trieb. Erinnerungen an letztes Jahr stiegen auf, auch wenn wir noch einiges von den damaligen Gradzahlen entfernt waren. Zudem hat Kanada das metrische System und auch die Temperatur zeigt man in Celsius, das wirkt weit weniger dramatisch.

Was liegt da näher, als zum Lunch in einem Biergarten einzukehren. Allerlei Sportgerät zum weiteren Ankurbeln der Körpertemperatur lag auch herum, sehr zur Freude von E.

Hitze? Ab in den Biergarten.
Smashed Burger und Bier, das rat‘ ich Dir
E hatte irgendwann den Bogen raus
Fass-zinierend

Da die Sonne es weiterhin mehr als gut meinte, steuerten wir später noch das „Alexander Graham Bell National Historic Site“ in Baddeck (hier verstarb er 1922) an, ein Museum rund um Herrn Bells Erfindungen. Vor allem in der Hoffnung, dieses verfügt über eine funktionierende Klimaanlage. Tat es und als wir es verließen, hielt sich der Himmel dann eher bedeckt.

Bell-evue
„Moment, ich verbinde“

Die Weiterreise wurde nur noch von einem Fotostopp und dem Besuch eines Schoki-Ladens mit Kunstgalerie an der Straße (kommt man halt nie vorbei) unterbrochen.

Cabot Trail Scenic Highway
Da kamen wir her
Schokolade und Kunst, Hauptsache Schokolade

Jetzt lassen wir den Abend hier vor unserem kleinen Zimmer ausklingen, eben hat es mal kurz und kräftig geregnet. War ja klar, immer wenn man das Auto gewaschen hat. Ich hatte heute unterwegs die schwarze Rakete mal mit dem Hochdruck Reiniger vom gröbsten Staub zu befreien versucht, was aber eher einen Camouflage Look (dreckig-sauber-gefleckt) hervorgebracht hatte.

Links Friedhof, rechts Farmhof
Kinderzimmer
Gestern frisch gebacken, heute unser Abendbrot

Icy day – Teil 2

Auf dem Weg zum Strand lag „Student Ice Cream“, eine Desserterie laut Google. Schier unendliche Möglichkeiten ein Eis zusammenzustellen. Mit Topping, in verschiedene Glasuren getaucht, über 20 Eissorten, Soft- oder Kugeleis.

Eisige Entscheidung

Das Eis war unglaublich lecker, leider auch unglaublich schnell am Schmelzpunkt und die kleine Waffel drunter mit dem schieren Volumen überfordert. Wer liebt es nicht, den konstanten, klebrigen und zuckrigen Fluss von geschmolzenen Eis, erst über die Finger, dann über die komplette Hand. Diese Hilflosigkeit wenn selbst die Mini Serviette keinerlei Saugkapazitäten mehr hat. Einfach laufen lassen, mehr bleibt da nicht übrig. Auch die anfänglich hektischen Versuche mal hier und da schnell „abzulecken“ erscheinen irgenwann nur noch sinnlos und es läuft und suppt bis man das letzte Stück Matschwaffel im Mund hat.

Mmhhh, lecker

Dann steht man da mit zwei völlig verklebten Händen und überlegt, wie man aus der Nummer rauskommt. Die Taschentücher aus der Hosentasche sind unerreichbar ohne auch noch diese Klamotte in Mitleidenschaft zu ziehen. J und E sehen ähnlich ratlos aus wie ich, stehen also vor dem gleichen Problem. Also irgendwie die Eingangstür des Eisladens aufbekommen (pull) und elegant zum Serviettenspender schlendern, ohne zu merken, das man auch im Gesicht ausschaut, wie ein Dreijähriger mit den Resten der Speisekarte der letzten zwei Tage.

Am Ende ist es gut gegangen und nach einer Spülung mit der Wasserflasche im Auto ließ auch der UHU-Effekt nach.

Ab zum Strand und die Sonne und die Wellen genießen. Einen weiteren Strand Parcours und weiteren Kreativitäten später ging es dann wieder Richtung Quartier.

Grundfeuchte
Zebrabräune
Wetter, Wetter, Wetter
Sandstein Kunst

E bemerkte auf dem Rückweg, dass sie gern noch ein Eis hätte, da ihres beim ersten Mal zu zerlaufen war und ich es – als Retter in der Not – mal eben schnell miteingeatmet hatte.

Lag ja auf dem Weg, war noch offen und ein kleines Eis ging schon wieder. E bestellte diesmal Eis im Becher, wir jeweils ein kleines in der Waffel. das Verständnis von klein in unseren Köpfen und in denen der kanadischen Studenten in der Eisbude lagen eher konträr. Mit weiteren drei Rieseneiskugeln auf ner Miniwaffel folgte „Man klebt nur einmal“ Teil 2

Kleben und kleben lassen

E triumphierte und löffelte entspannt aus ihrem Becher. Eltern lernens eben nie. Es war trotzdem erneut sehr lecker und Students Ice Cream ist auf jeden Fall zu empfehlen.

Jetzt gibst noch ein leckeres Chili mit Reis, der Rest wird uns morgen unterwegs nach Ingonish auf irgendeiner Picknickbank als Wegzehrung retten. Morgen übernachten wir übrigens über einem – festhalten – Eisladen.

Echter Schilderwald

Lazy day – Teil 1

Unglaublich, es ist 12:48 Uhr und wir lungern noch immer in unserer Ferienwohnung rum.

Diesmal erstes OG

Nach der späten Ankunft gestern wurden wir von zwei gut gelaunten Hunden begrüßt. Die hatten noch eine unbändige Energie, ganz im Gegensatz zu uns. Joan, ihre Besitzerin hat uns natürlich auch willkommen geheißen.

Vom Fenster aus konnten wir dann auch noch einen Bieber bei Instandhaltungsarbeiten beobachten.

Blick aus der Küche auf den Bras d‘Or Lake

Auf dem Balkon trocknet gerade eine Ladung Wäsche am gestern gekauften Paracord, die sich über die vergangenen Tage angesammelt hat. Die Waschmaschine ist mal wieder eine Herausforderung, aber bis jetzt schaut alles was rauskommt so aus wie vorher, nur besser riechend und nass.

Mücken impossible?

Genug gedillert, ab zum Strand und in die Eisdiele, Mittag essen.

Dusty Detour

Der heutige Text beginnt hier mitten im Walmart in Antigonish, einem Zwischenstopp der wir vor 30min schon Richtung Cape Breton verlassen hatten. Wir sind hier gerade wieder gestrandet, da der Trans Canada Highway vollgeperrt ist. Unsere Reisepläne wurden heute schon mehrfach durchkreuzt.

Noch ahnungslos

Wir haben also gerade mit Shopping versucht die Zeit zu überbrücken, bis der Highway wieder frei ist. Vorher waren wir schonmal eine Weile ostwärts gefahren und hatten die Google Maps Verzögerung von 10min noch für eine unbedeutende Kleinigkeit gehalten. Leider standen wir länger im Stau und haben dann – ganz kanadisch – gewendet und sind zur nächsten Stadt, eben jenes Antigonish zurückgefahren.

Da waren wir zwar eben erst gewesen, um bei „Peace by chocolate“ – einer Chocolaterie gegründet von syrischen Immigranten – unsere Süßigkeitenvorräte zu erhöhen, die fast unter den Sicherheitsabstand gefallen waren.

Pralinenkasten, bei dem wir wussten was drin ist
Das türkisfarbene Haus beherbergte leckeren Süsskram

Der Tag begann sonnig entspannt und wir besuchten gleich nach dem Frühstück eine alte Getreidemühle in der Nähe. Nach einer kleinen Führung mit interessanten Erklärungen und seltenem Vokabular vermiesten uns mal wieder die Deerflies (diese Bremsen ähnlichen Insektenscheissviecher) die Besichtigung der Außenanlagen.

Mühlengetriebe
Schüttgutanlage
Es klappert die Mühle am rauschenden Bach

Auf dem weiteren Weg bremsten wir dann ungeplant für einen Foodtruck auf einer Farm. Irgendwie hatten wir uns den – romantisch verklärt – mit leckeren frischen Farmprodukten, statt labbrigen Hotdogs und Pommes vorgestellt. Wie ich das so schreibe, sind wir hier wohl an diesem Tag falsch abgebogen, wobei die Farmtiere zur Freude von E besuch- und streichelbar waren.

„Foodtruck“ ohne Truck
Pferderiesen
Der Esel im Hintergrund übt gerade Yoga

Zurück zum Walmart. Mit mehr als genug Vorräten und vollgetankt verließen wir die Einkaufsmeile und machten uns auf den weiteren Weg. Laut Google war der Highway noch immer voll gesperrt, die Fahrt würde über Nebenstraßen circa eine Dreiviertelstunde länger dauern. Wir sind dann mangels Alternativen der Umleitung gefolgt. Der Gegenverkehr war schon massiv verstopft. Es war nur eine Frage der Zeit, wann wir irgendwo feststecken würden. Noch waren wir guter Dinge, bis irgendwann ein seltsamer Dunst aufkam.

Highway Verkehr auf einer Schotterpiste

Der Asphalt hörte auf und der Schotter begann. Was normal kein Problem ist, wenn vereinzelt Autos über den Schotter prasseln, wird eines, wenn neben Unmengen von SUVs auch Truck an Trucks hier entlang donnern. Mit Staubwolken wie bei der Dakar Rallye und fast null Sicht flogen wir über die Piste.

Another one bites the dust

Immerhin fuhren wir noch. Aber auch das sollte sich ändern und wir standen mit vielen anderen im Stau irgendwo im Wald.

Landwirtschaftlicher Verkehr frei. Denkste.

Ziemlich viel später haben wir es noch gerade so bei Tageslicht noch zur Unterkunft geschafft.

Fast geschafft

Was uns dort erwartete, erzähle ich später, wenn ich nicht mehr so gerädert bin. Ich glaub, ich brauch Urlaub 🙂

Good Bye Ozzy

Vor ein paar Minuten sind wir hier am Creamery Square in Tatamagouche angekommen und ntv informierte mich via Push Nachricht, das Ozzy Osbourne nun im Rock’n’Roll Himmel ist.

Irgendwie paradox, dass der Rocker, dessen Business es war, zu schockieren, es ein erneutes und letztes Mal schaffte, ebendies zu tun. Anders, als unter Schock stehend, kann ich mir auch nicht erklären, wie wir plötzlich in einem Touristen Zug (also die, die auf der Straße fahren mit einen lokomotivähnlichen Zugfahrzeug) landeten und winkend durch Tatamagouche fuhren.

Die haben immer freundlich gegrüßt

Doch halt, springen wir zunächst nochmal zurück auf gestern Abend, der endete nämlich nicht etwa mit dem Besuch der Cheesefactory. Ich war einfach nur zu müde, um den Rest noch in einer einigermaßen lesbaren Form hier abzuliefern.

Esel ohne Brücke

Bevor wir später unsere Gastgeber im konventionellen BnB dem „Parrsboro Mansion Inn“ kennenlernten, verführte uns das magische Licht nach dem Regen kurz vor Parrsboro links abzubiegen und dem Five Island Provincial Park für eine Fotosession abzufahren.

Treibholz am Stück
Schlammpool
Krone verrutscht

Wir wurden im BnB herzlich von Michael begrüßt und eingecheckt. Das noch andere Gäste da waren, war irgendwie ungewohnt für uns, hatten wir doch bisher immer alles für uns allein. Auch die Frage was wir zum Frühstück essen wollen, befremdete uns. In vorherigen Reisen zu zweit, waren BnBs unsere bevorzugten Unterkünfte. Jetzt sind wir es gewohnt 3-4 Einkaufstüten plus Kühlbox an Vorräten im Auto zu haben, immer bereit für ein Picknick bzw. Kochabenteuer morgens und abends.

Parrsboro Mansion Inm
Der Captains Room

Die bisher ab und an bei den Unterkünften enthaltenen Hot Tubs, hatten wir wegen der schon sehr gemütlichen Außentemperaturen nie genutzt. Das BnB hatte diesmal einen beheizten Pool (28 Grad) mit Rutsche und Sprungturm. E war sofort begeistert und wir verzichteten auf ein Abendessen außerhalb und verbrachten den Abend amphibisch. Allerdings bei 18 Grad Außentemperatur, was idealerweise auch andere Mitschwimmer fern hielt.

Nein, das ist nicht der Pool, der war hinterm Haus

Michael, unser Gastgeber im BnB machte uns und den anderen Mitbewohnern heute Speck, Spiegelei und Pancakes zum Frühstück. Er und seine Familie sind von Südafrika hierher ausgewandert, weil sie in Kanada weder eine Mauer ums Haus noch vergitterte Fenster benötigen. Es sind diese Geschichten, diese Begegnungen mit Menschen, die neben grandioser Natur, schicken Behausungen und allem anderen eine Reise ausmachen.

Zum Beispiel der Tipp, die heutige Morgenwanderung über Partridge Island langhosig zu absolvieren, war Gold wert. Dichtes Brombeergestrüpp hätte sonst für fein rot gestreifte Schienbeine gesorgt.

Parken auf dem Strandstreifen

Die schwarze Rakete direkt am Stand abzustellen verursachte etwas Unwohlsein, auch wenn das Wasser augenscheinlich nicht bis zu den Parkplätzen ansteigen würde. Da kam ein Wanderer des Weges… ein einheimischer dazu, der uns beruhigte und zugleich eine alte Mi’kmaq Geschichte auf Lager hatte.

Ohne Machete durchs Unterholz
Der Chevy steht noch stabil (Suchbild)
Gut verheilter Bruch
Ausblickbelohnung am Ziel

Es folgte eine längere Fahrt durch sonnige Wälder und kleine Ansiedlungen. Ohne große Ankündigung wechselt hier der Straßenbelag auch mal eben von Flüsterasphalt zu losem Schotter. Selbst bei nur 80km/h sorgt dies häufig für ein „Huch“ beim gesamten Insassenteam. Der Chevy lächelt das allerdings nur müde weg.

Wohnen am Feldweg

Zurück zum hier und jetzt. Wir zuckeln also im Touri Zug durch Tatamagouche. Und es war wirklich nett, der Fahrer sicher bekannt, wie ein bunter Hund, alle winken und ich kann den Blick auch mal schweifen lassen, da eben jener bunte Hund die Straße im Blick behält.

Sogar eine alte Brücke wurde überquert

Während der „wilden“ Fahrt konnten wir unseren dritten Adler am Himmel beobachten.

Mittlerweile sitze ich auf der Mini Terasse unseres Tiny Houses mitten im Wald, umschwirrt von Mücken, aber auch Spechten und Kolibris (absteigend sortiert). Es sind mehrere kubusförmige Häuschen hier verteilt. Trotzdem ist man für sich und schaut direkt in den Wald.

Es muss nicht immer Meer sein
Wohnwürfel mit Ausblick

Flora und Fauna

Adieu alte Scheune, du zugige, doch sehr stilvolle Behausung. Du botest nicht nur uns Unterschlupf, sondern auch zahlreichen kleinen Krabbeltieren, die sicher weit vor der Nutzung als AirBNB schon bei dir eingezogen waren.

Hier gab’s gestern Abend noch Pizza
Und das war eine von dreien

Obwohl die nächste Unterkunft (diesmal ein echtes BnB) nur Luftlinie 33km entfernt war, mussten 240km mit der schwarzen Rakete zurückgelegt werden. Dazwischen lag die Bay of Fundy, die umrundet werden musste.

Kann man sicher zu viert vorn sitzen

In Wolfville – unserem ersten Stopp heute – findet man die Acadia University, ein ziemlich ausufernder Campus mit allerlei Gebäuden, Sportanlagen und einem botanischen Garten. Letzterer wurde von uns durch einen Seiteneingang erkundet und enthielt interessante Gewüchse.

Sonnenallee
Eindrucksvolle Eingangshalle, wenn man den Haupteingang wählt

Eine Uni-Stadt also, da sollte sich doch was leckeres für den sich anbahnenden Mittagshunger finden lassen. Tat es auch, eine Brauerei in einer Kirche, mit dem passenden, wie auch naheliegenden Namen „Church Brewing Co“. Das Essen war angenehm scharf gewürzt und auch die Getränke ließen wenig zu wünschen übrig.

Hier braut sich was zusammen

Mit gut gefüllten Bauchhöhlen machten wir uns auf den weiteren Weg auf die andere Seite der Bay, immer wieder mit Ausblicken auf leere Flussbetten mit rotem Schlamm.

Bei Ebbe bleibt der Fluss ein Matschbecken

Man kann hier Mud Sliding machen, also die Schlammhänge runterrutschen um danach auszusehen, wie in Metaxasauce getränkt.

Unterwegs setzte dann Regen ein. Ein ziemlich heftiger, der unserer schwarzen Rakete teilweise die Bodenhaftung entzog. Dabei hatten wir den schlimmsten Teil der Regenfront wohl gar nicht abbekommen, der Highway war in Teilen nur ein einziger See.

Auf dem Highway war die Hölle los

Wir steuerten das nächste Ziel an, eine holländische Käserei mit angeschlossenem kleinen Tierpark. E freute sich auf die angekündigten Hängebauchschweine, J und ich auf guten Käse. Nun Käse gab’s dann nur Gouda in verschiedenen Altersklassen. Dafür fanden sich im Laden viele andere niederländische Produkte von Clogs bis Schokolade.

Nicht alles Käse

Die Tierparkrunde begleitete ein feuchter Sprühregen, der Sorte unscheinbar, aber fies. Nicht wirklich spürbar, trotzdem ist plötzlich alles nass.

Roger und seine Freunde
Faules Schwein
Ein Emu steht im Walde
Minipferde, die leider nicht jedem aus der Hand fressen

Man bekam beim Eingang Münzen für die an jedem Gehege aufgestellten Futterautomaten. Bei den Ziegen staunten wir nicht schlecht, als kurz nachdem im Automaten der Groschen gefallen war, eine besonders biegsame Ziege einfach durch den Zaun glitt und direkt am Automaten J zum Drehen des Knopfes ermutigte.

Gar nicht blöde Ziege
Betriebsfeuerwehr der Cheesefactory?

Meeresfrüchte

Irgendwie ein ziemlich irreführender Begriff. Früchte aus dem Meer. Sind doch meist tierischen Ursprungs und von seltsamer Konsistenz.

Wie auch immer, wir haben jedenfalls einiges an schönen Gerichten am Steinstrand zusammenstellen können.

T-Bone Steak mit frittierten Kartoffeln an grünen Bohnen
Bratkartoffeln mit Lachsfilet
Brotzeit Teller mit Schinken und Wurst
Spaghetti und Hackbällchen
Tagliatelle mit Spinat und Steak

Wir haben heute sehr spät gefrühstückt und sind dann hier in der näheren Umgebung die – durch die Ebbe – freigelegten Steinufer entlang gestolpert. Wirklich eine Fundgrube an seltsamen Gestein.

Geologen Paradies

Über uns flog ein Seeadler seine Strandpatrouille. Imposanter Vogel allemal, leider nur mit nem Handy schwer zu fokussieren, insbesondere wenn beim hektischen Herausfummeln desselben, die Tüte mit den gesammelten Steinen meint: „Was reißt denn hier ein.“

Fokus gescheitert

Am zweiten Spot des Tages, den Baxter‘s Harbour Falls, konnte man dann die Auswirkung des gewaltigen Tidenhubes noch eindrucksvoller bestaunen.

Freizügiger Meeresgrund
Bei Flut: Bridge „under“ troubled water
Sogenannter Flowerpot

Unterwegs haben wir wieder eine beachtliche Anzahl an sehr schicken Anwesen gesehen. Meist schön bunt gestrichen, mit gepflegtem Rasen und Blumenarrangements.

Für die Sitzung mit Meerblick?

Auch ein Inspirator von Friedensreich Hundertwasser hat sich hier in den 1930ern schon mit Beton und Farbe ausgetobt.

Erstaunlich. Schon vor Hundertwasser baute Charles MacDonald in seinem Stil

Eine selbstgemachte Portion Spaghetti rettete uns hier im Restaurant befreiten Gebiet das Mittag (ok, nebenan ist ein bekannter Lobster Schuppen, aber laut Google kann der auch nur das).

Viererlei vom Deckchair
„Ich kaufe ein E“
Hat wahrscheinlich nicht gehaftet

Es wird Zeit. Meine Teigkugeln möchten sich gleich in drei Pizzen verwandeln und die Familie schaut schon ganz hungrig. Und ihr wisst ja, Hunger macht böse.

Annapolis Royal

Was klingt, wie eine Mischung aus B-Movie Science Fiction, griechischer Fleischplatte und Hamburger, ist tatsächlich eine Stadt im Norden Nova Scotias. Historisch wild umkämpft und sogar früher mal die Hauptstadt von Nova Scotia.

And it was all yellow

Uns trieb der Farmers Market hierher, der jeden Samstag stattfindet und frische Vorräte und allerlei anderes zu bieten hatte. Es gibt in dem Ort sogar eine German Bakery, die bei Google aber aufgrund der Preise nicht so gut wegkommt. Der Stand auf dem Markt war jedenfalls gut besucht. Die Produkte sahen auch ganz gut aus.

Beim Bäcker anstehen, typisch deutsch
Gebraut wird hier in jeder Ecke

Nichtsdestotrotz kauften wir ein Sauerteigbaguette bei einer anderen ansässigen Bäckerei. Diese wollte dann auch aufgrund eines Hungergefühls alsbald verspeist werden. Und wo kann das besser sein, als direkt auf einer der sehr gepflegten Rasenflächen von Fort Anne, einen Fort was einst den Hafen und die Stadt sicherte und dem ersten „National Historic Site“ von Kanada.

Golfplatz Vibes auf Fort Anne
Einbahnstraße
Endlich was, um auf Spatzen zu schiessen

Ein weiterer sehr sonniger Tag hier in Kanada. Auch wenn wir heute einiges an Kilometern machen mussten, um an der Bay of Fundy anzukommen. Die Behausung ist mal wieder wohlfühlen pur. Eine alte Scheune, umgebaut ohne den alten Charme zu verlieren. Viel Holz, viel Rost und Blick direkt aufs Meer. Das Rauschen der Wellen im leicht verbrannten Ohr, könnte man es hier locker auch länger aushalten.

Immer wieder spannend, was uns wohl dein erwartet?
Sogar mit Sonnendeck
Schlafzimmer ist oben
Beleuchtungskonzept ist üppig
Panorama Verglasung

Die Bay of Fundy hatten wir schon beim letzten Kanada Trip besucht, allerdings von der gegenüberliegenden Seite, von New Brunswick aus. Der Tidenhub betrug hier wohl schonmal 21m, normal sind aber eher zwischen 13m bis 16m. Auf jedenfall enorm.

Beleuchteter Tannenbaum

In Annapolis Royal haben wir heute Garibaldi wiedergetroffen, einen kleinen Dackel aus Österreich, den wir gestern beobachten konnten, wie er das erste Mal am Strand von Cape St. Marys freudig zum Meer lief. Wenn man bedenkt, das beide Orte eine Stunde Fahrt auseinander liegen, schon ein besonderer Zufall.

Blick aus dem Oberstübchen

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Mr. Blue Sky

Mit Sonne und blauem Hinmel schaut die Welt gleich freundlicher aus. Es ging uns also wie Jeff Lynne vom Electirc Light Orchestra damals, als er den – in der Überschrift benannten – Song schrieb. Blauer Himmel macht glücklich, kreativ und manchmal auch Sonnenbrand.

Die untere Etage wird gerade von uns abgewohnt

Kanadisches Frühstück auf der Bank hinter dem Häuschen. Durch unsere vielen eher ländlichen Unterkünfte, haben wir einen beachtlichen Bestand an Eiern aufbauen können. Den versuchen wir gerade abzubauen. Und prompt bekamen wir heute wieder die „Ernte“ des Tages von unseren Gastgebern. Wir sind kurz davor nen Kuchen zu backen.

Blick aufs Sonnendeck

Unser heutiger Tagesausflug war auf Strand, Leuchtturm und feines Essen ausgelegt. Ein Abstecher zu Frenchys, einer Second Hand Laden Kette mit Klamotten, aber auch einem umfassenden Sortiment an VHS Videokassetten und bester Elektronik aus den 80ern.

Im chronologischer Reihenfolge:

Smugglers Cove mit Höhle in der Rum gelagert wurde
Wasser war gerade in der Pause
Cape St. Marys – just another Lighthouse
Damit man weiß, wo man ist
Endloser Strand bei Ebbe
Deine Spuren im Sand… Kurzzeitparcour
Wasser – Die Rückkehr
Leckerer Foodtruck Burger

Den späteren Nachmittag haben wir bei uns am und im Haus verbracht. J hatte ne dicke Birne dran, E nutze ausgiebig das Wifi hier, ich schreibe diese Zeilen und kratze ein paar Mückenstiche, bis das Hämoglobin sichtbar wird. Heute hatten sie mich mal wieder.


Gerade waren E und ich mal die Welsh Ponies besuchen und später noch am Meer hier hinter dem Anwesen.

Sieht aus wie Spirit, ist aber kein Mustang und heißt Jack
Rocky Beach

Mit einem gesunden Salatteller und einem Irish Red Ale einer hier einheimischen Brauerei klang der Tag aus. Und da wir hier im Westen sind, bestaunten wir natürlich den grandiosen Sonnenuntergang.

Grünfutter
Rotes Bier
Gelbphase

Nebel des Grauens

Da haben wir uns doch tatsächlich gestern über die Hitze hier echauffiert. „Gut, ich kann auch anders“ sagt Nova Scotia und verwöhnt uns heute mit angenehmen Temperaturen bei geringer Sichtweite. Ein Tag wie ein in die Jahre gekommener Scheuerlappen, grau und feucht, erwartete uns.

Also erstmal in den Sobeys Supermarkt und Süsskram kaufen, damit wenigstens die Stimmung aufhellt.

Und was bietet sich bei so einem Wetter immer an. Na klar, ein Museum. Also eigentlich eine alte Mühle, in der Wolle gesponnen wurde. Die haben hier so coole alte Buden mit allen möglichen historischen Zeug drin.

Wolle von bunten Schafen
Ich glaub, die spinnen hier
Kann man sich getrost Zeit lassen in der Wool Mill

Zusätzlichen Süsskram in einer Bäckerei auf dem weiteren Weg erstanden und ab ging’s zur Tusket Falls Brewing Company. Leckeres Essen und sehr leckeres Bierchen.

Geh mal Bier holen
Das Bier brauchte natürlich ne Unterlage

Gut gestärkt und auch bissl fröhlich ging die Reise weiter zum Cape Forchu im Südwesten der Halbinsel.

Fehlt nur noch das Geisterschiff
Im Hintergrund: der Atlantik (schematisch dargestellt)
Meerblick ohne Durchblick

Sehenswert, auch wenn man wenig sah. Irgendwann kam die Einsicht, die Sonne macht heute mal komplett Pause und dann ging’s zur nächsten Unterkunft mit Pferdehof nebendran.

Unterwegs noch schnell die kleinste Zugbrücke der Welt besucht und hin und her überquert. Wir waren nicht sicher, ob das so muss bzw. ob die Brücke gerade auf oder zu war.

Zugbrücke und kein Zug in Sicht
Neue Bude zum einwohnen
Terrasse mit Meer- und Reithallenblick
Endlich wieder Pferde

Ich habe übrigens bisher nur zweimal meine physische Kreditkarte nutzen müssen, alles andere macht Apple Pay. Das ist schon verdammt praktisch, erfordert wohl nichtmal permanent eine Internetverbindung, lese ich gerade. Da ich trotzdem gern ein paar Bytes auf Tasche habe, habe ich mir hier (bzw. online) eine E-Sim von Jetpac geholt, das läuft prima. 5GB für circa 12 EUR. Gilt 30 Tage und Googlemaps und WhatsApp sind wohl frei, wobei die Apps trotzdem Volumen ziehen, aber nach dem Aufbrauchen wohl noch funktionieren sollen. Wir werden sehen.

Schlummertrunk für heute