Archiv des Monats: Juli 2025

The fellowship of the flight

Nach einem doch sehr entspannten letzten paar Stunden gestern in Kanada, „schenkte“ uns Icelandair einfach noch nen Tag hier. Delayed – delayed – cancelled. Herrlich und das gegen 23:30 Uhr.

Da gab’s noch Hoffnung

Absolut enttäuschender Support von der Airline, nur eine läppische Mail, sie zahlen die Unterkunft mit 200 EUR/ Zimmer. Keine Chance, hier um diese Zeit was zu finden. Vor allem suchten ja nicht nur wir, sondern auch alle anderen Passagiere.

Dem Flugzeug ging es schlecht, alles wieder vorne raus

Wir hatten beim CheckIn zwei nette Memminger kennengelernt, die das Schicksal mit uns teilten. Zudem quatschen wir auch noch mit einem pensionierten kanadischen Paar, welches Urlaub in Island machen wollte. Merkwürdig, sonst haben wir nie solche Flughafenbekanntschaften.

Als der Flug endgültig gestrichen war, bildete sich daraus eine Gemeinschaft, der es am Ende gelang, noch ein Hotel ausfindig zu machen (allerdings für mehr als den doppelten Preis, den Icelandair in der Mail erwähnte).

Doppeltes Bett, doppelter Preis

Bis das Gepäck wieder auf dem Band lag (sogar meine Tasche war diesmal dabei), das Taxi nach Downtown Halifax gefahren war, war es mittlerweile 1:00 Uhr nachts.

Nach einem Plausch und Schlummertrunk an der Hotelbar mit unseren neuen Leidensgenossen, kamen wir gegen 2:00 Uhr endlich in unsere Betten.

Heute verbringen wir also nochmal in Halifax. Mehr dazu im nächsten Beitrag. Aufgrund der temporären Obdachlosigkeit fehlt mir gerade auch die Internetverbindung.

Flug gecancelt

Die letzte Zeit haben wir dann heute doch lieber am Strand des Lawrencetown Beach Provincial Park verbracht, als in der Unterkunft.

Aufgewacht im Musikzimmer

Es war einfach zu sonnig draußen. Also ein letztes Mal in die schwarze Rakete und an der Küste entlang gedüst.

Die letzten Kilometer vor uns
Strand in Sicht

Kurz sah es so aus, als ob auch heute der Nebel die Sonne besiegen würde. Doch diese hat heute einfach alles weggebrutzelt.

Nebel zieht auf

Wie ich das so schreibe cancelt Icelandair gerade unseren Flug, wegen technischer Probleme.

Jetzt ist 1:00 nachts und wir haben endlich ein Hotel gefunden. Details später.

Closed

Der letzte volle Tag hier in Kanada, morgen starten wir 21:30 Uhr Richtung Reykjavik machen 3h Stunden Flugpause und dann geht’s Richtung Berlin. Letzte Tage sind immer irgendwie doof, die Gedanken kreisen schon um die Abreise, man will noch alles reinstopfen was geht, sowohl in den Tag als auch in die Koffer.

Passend dazu hatte sich die Küste heute einen grauen Mantel aus dichtem Nebel angelegt.

Sonniger Abschnitt

Die Strecke führte uns heute nach Musquodoboit Harbour. Wir haben leider alle vergessen, wie man das korrekt ausspricht. Die Reiterin des stolzen Friesenhengstes hatte es uns zwar mehrmals vorgesagt, doch das Hirn war da wohl auch gerade im Feierabend.

Unterwegs wollten wir noch einen Folk Art Künstler besuchen, ein Museum der 1940er Jahre und Mittag war in einer exzellenten Fish‘n‘Chips Lokalität geplant.

Barry Colpitts Folk Art Haus
Memory Lane – Zeitreise in die 40er
Fischgerichte – im Zweifel für den Angehakten

Wie man an der doch sehr mageren Bildauswahl und dem Titel des heutigen Beitrages wohl erahnen kann: Alles war geschlossen, obwohl das Internet hier anderer Meinung war.

Da half nur eins: Eis. Mein Favorit hier ist „Hoof Prints“, eine Abwandlung von Stracciatella mit kleinen Schoko-Karamell-Pralinchen drin.

Diesmal ein Kleines – Lerneffekt

Hier war das Wetter sehr sonnig und wir hatten heute die Möglichkeit sehr zeitig die Unterkunft beziehen zu dürfen. Theresa, unsere Vermieterin besuchte uns kurz darauf, zeigte uns die erklärwürdigen Teile des Music Rooms, in dem wir eine letzte Nacht auf Nova Scotia verbringen werden. Es gibt nämlich ein Schrankbett und einiges zu entdecken. Die Gastfreundschaft, die wir hier erleben, liegt weit über dem, was wir erwartet hatten. Sogar ihren Pool durften wir nutzen.

Löschwasserbecken würden blass vor Neid

Kein Problem, morgen auch noch länger als 11:00 Uhr hier zu bleiben. Wir müssen also nicht die Zeit am Flughafen absitzen – der nur circa 30min entfernt ist – sondern können dies hier in der gemütlichen Wohnung tun.

Der „Music room“ mit ausgeklappten Schrankbett
Deckchairs und Terrasse – ohne gehts hier selten

„Wow, ein deutsches Taschentuch“ rief E heute Morgen freudig, als ich ihr das gestern beim Packen gefundene Tempo reichte. Das Brot Dilemma haben wir gut im Griff (Hefe und Mehl sei dank), aber sowohl Toilettenpapier, als auch Papiertaschentücher sind immer eine Katastrophe. Papierschöpfen erscheint mir dann doch zu zeitaufwendig.

Unser Nachmittags-Ausflug zum Martinique Beach erinnerte uns an den Tagesbeginn, je näher wir dem Meer kamen, desto dunstiger wurde es.

Der Atlantik im satten Grau
Die marmorierten Füße mussten trotzdem mal rein

Lange hielt es uns diesmal nicht dort, nach dem üblichen in den Sand gekratzten Parcours und dem „Auf-die-Wellen-starren“ fuhren wir zurück zum Music Room.

Zweiter Teil der Operation „Vorräte abbauen“ läuft.

Loves Reisen letzter Tag

Heute war es nicht so schön alle sind traurig dass es morgen 21 Uhr in den Flieger geht naja love war heute 9:34 Uhr wach danach hat sie etwas YouTube mit mir geguckt dann haben wir gefrühstückt und dann ging es raus um ein letztes Mal die gold Fische zu füttern danach haben wir gepackt und haben uns zur letzten Unterkunft begeben die Fahrt war 1 Stunden kurz dort angekommen ging es für mich in den Pool

Es war so warm einfach 30 Grad

Dann habe ich noch etwas gebastelt für Love ein verstellbarer Sitz für Sie

So jetzt ist es so weit der traurigste Satz kommt hier enden Loves Reisen ich hoffe es hat dir gefallen Lg love + Loves Mama

Guten Nacht

Resterampe

Am heutigen Vormittag erkundeten wir erstmal alles, was unser Anwesen hier zu bieten hatte. Noch eine Tür, noch ein Raum, noch eine Möglichkeit sich hinzufläzen, noch eine Alexa, noch ein Nebengebäude usw.

Terrasse hinten
Terrasse vorn
Zweites Wohnzimmer
Lagerfeuerplatz
Kühler Keller mit Dartscheibe

Um die doch noch sehr umfangreichen Vorräte abzubauen, war heute ein sehr nährstoffreicher Tag. French Toast zum Frühstück, eine Bowl mit Reis, Thunfisch und Gemüse zum Mittag und abends Pizzaparty.

French Toast mit Blaubeeren und mit Ahornsirup getränkt
Picknick Bowl
Pizza geht immer

Damit das alles nicht so trocken daherkommt, haben wir pünktlich zur Kaffeezeit in der Sober Island Brewery mal deren Angebot getestet und uns für die verbleibenden zwei Abende (heute und morgen) mit Getränken eingedeckt.

Versuchsaufbau und Mau Mau

Die Picknick Bowl verzehrten wir zuvor im Taylor Head Provincial Park, der uns mit seinem sehr schönen Strand und eiskalten, glasklaren Wasser begrüßte.

Was wohl hinter der Düne ist?
Manchmal ist weniger Meer (bei Ebbe zum Beispiel)

Das Wasser war um einiges kälter als am gestrigen Strand im Norden von Nova Scotia. Die Verweildauer der unteren Extremitäten im Wasser war stark verkürzt. Dafür war die Sonne genauso warm, weswegen es uns zur Kaffeezeit auch in den Taproom der oben genannten Brauerei zog. Nebendran gabs gleich noch einen kleinen Bretterweg am Fluss entlang, ideal um durch das Plätschern daran erinnert zu werden, das Stoffwechsel nicht nur aus konsumieren besteht.

Angebrettert
Sheet Harvour

Das geplante Lagerfeuer am Meer musste leider heute Abend ausfallen, da Feuer gerade nicht erlaubt sind. Verständlicherweise, Regen hatten wir schon ewig keinen mehr. Was in Punkto Feuer machen gerade erlaubt ist, kann man jederzeit im Internet nachschauen.

Alternativ konnten wir hier bei massig Platz schon einmal grob unser Hab und Gut vorsortieren und anfangen zu packen.

After eight

Heute kreuzen wir wieder unseren Hinweg und die gefahrene Acht nimmt langsam ihre Form an.

Blauer Himmel & Strom

Ausgiebig haben wir heute Morgen all die elektrischen Annehmlichkeiten des blauen Hauses genossen. Auch die Tankstelle funktionierte wieder und die schwarze Rakete hat sich ordentlich satt getrunken.

Sonntag erst ab 11:00 geöffnet. Das gäb’s bei uns nicht.

Leider war der Supermarkt noch geschlossen und wir würden unterwegs einen anderen finden müssen. Laut Stromausfallkarte lag der noch in einem Gebiet ohne wiederhergestellte Elektrizität.

Strom oder kein Strom? Das ist hier die Frage.

Nach einem Aufenthalt an einem der unterwegs zufällig entdeckten Strände ging es nach Inverness.

Feinste Fußspülung
Gegen Mittag wurde es bissl voller
Kühles klares Wasser

Der Supermarkt hatte offen und war auch (noch) gut elektrifiziert. Allerdings entnahmen wir den Gesprächen, dass der Strom wohl nur temporär da ist, was auch den sehr gut besuchten Markt erklärte. Das niemand Klopapier kaufte, irritierte uns ein wenig.

Jetzt sitzen wir gerade in Inverness auf der Tribüne der Trabrennbahn und warten, wann es hier losgeht. Wir haben leider noch circa 3 Stunden Fahrt vor uns, aber was soll’s wir sind vorbereitet.


Äußerst interessante Veranstaltung, neben der bekannten Tribüne kann man auch direkt mit dem Pickup an der Bahn parken und wie im Autokino das Rennen verfolgen. Von oben muss das wie ein gigantischer Stern aus Trucks ausschauen.

Noch sind Parkplätze vorhanden
Beginnen durften die Ponys
Dann ging’s zur Sache
Ab geht die wilde Fahrt

J, von einem Hüngerchen geplagt, wollte mal kurz unten ne Kleinigkeit zu Essen holen. Nach 45min machten wir uns schon langsam Gedanken, ob sie mit den 20 CAD Cash durchgebrannt war oder vielleicht dem Wetten verfallen war. Es lag allerdings wohl an der Überforderung der Gastro der Rennbahn. Hamburger bestellt und mit Bratwurst in der Hand und Sonnenbrand trotzdem glücklich wieder zurückgekommen.

Die folgenden Rennen haben wir dann ausgelassen, schließlich lag noch eine lange Fahrt vor uns.

Die Mitte der Acht. Port Hawksbury, Ein- und Ausgang von Cape Breton

Nachdem Cape Breton hinter uns verschwand lag vor uns erneut der Highway, der uns bei der Hinfahrt soviel Zeit und Nerven, wegen seiner Vollsperrung, gekostet hatte. Während wir noch rätselten, aus welcher staubigen Seitenstraße wir letzten Mittwoch wieder auf den Highway auffuhren, blinkte uns der Gegenverkehr warnend an. Langsam näherten wir uns wir einer recht neuen Unfallstelle mit einem ziemlich unförmigen Motorrad. Es hatten schon sehr viele Autos angehalten und leisteten Hilfe. So fuhren wir mit einem flauen Gefühl im Magen langsam daran vorbei. Wenig später rasten drei Polizeiwagen auf der Gegenspur an uns vorbei. Unsere Gedanken kreisten noch eine Weile um diesen Unfall, der Highway 104 ist ein gefährliches Pflaster.

Besser gemütlich Cruisen auf der Landstraße
Brücke mit Echtholzparkett

Eine Pause in Sherbrooke und dem Freilichtmuseumsteil des Ortes bescherte uns noch eine imposante Begegnung mit einem stolzen Friesenhengst, nebst Reiterin.

Spaziergang in Sherbrooke‘s „Altstadt„
Friesisch herb

Die Ankunft in der vorletzten Unterkunft unserer Inseltour überraschte uns mit einem sehr schicken und riesigen Haus.

Von außen eine graue Maus
Innen mit allen Pi-Pa-Po
Unglaublich: Mehl und Hefe waren auch schon im Schrank – mehr geht nicht
Hervorragend, um alle Vorräte wegzukochen

Auszeit

Der Weg von der Ziegenfarm zur nächsten Übernachtung war heute der Cabot Trail Scenic Drive. Unzählige Fotostopps, ein herrlicher Sandstrand, leckeres Essen, raue Küste und kleine Spaziergänge füllten unseren Tag.

Good Bye groovy goat Suite
Wellenbrecher
Wellenflüchter
Fischbrötchen
Kanadisches Zweierlei – Wald und Meer
Wirklich ein echter Scenic Drive

Unmöglich alles zu verarbeiten und diese Weiten irgendwie zu begreifen. Das Rauschen der Wellen, der Nadelduft des Waldes, das Flimmern der Hitze auf der Straße, das kreischen der Möwen oder das klappern der Steine am Strand, wenn die Welle zurück ins Meer zieht.

Bretter, die den Weg bedeuten

Das kleine blaue Haus, in dem wir heute nächtigen würden, erreichten wir gegen 16:45 Uhr. Alles da, was man braucht, neuer Herd, Glasfaseranschluss, Geschirrspüler, fetter Kühlschrank, Waschmaschine, Trockner und Klimaanlage.

Blaues Wunder?

Das übliche Procedere, alle möglichen – mittlerweile angesammelten – Beutel mit Lebensmitteln, Wäsche, Technikkram, Kühlbox in die Bude räumen. E hatte auch das Wifi Passwort schon entdeckt und versuchte irgendwie den Kontakt zum Internet herzustellen. Wir räumten Kühlschrank und Waschmaschine ein. Das die Kühlschränke hier kein Licht haben, hatten wir schon öfter.

Was will man mehr

Als ich dann dann schaute, warum E so zeterte und nicht ins WLAN kam, stellte ich fest, das Netz wurde gar nicht angezeigt. Sie hatte es schon manuell eingegeben, aber da passierte nichts. Mmhhh…Licht ging auch nicht, keinerlei Lämpchen blinken am Router, der Herd zeigt keine Uhrzeit, die Klimaanlage läuft nicht (sonst sind die Butzen hier immer auf 18 Grad gekühlt, wenn eine vorhanden ist). Kein Strom, wir hatten keinen Strom.

Der FI ist drin

Also den Sicherungskasten suchen und nachschauen. Der war schnell gefunden, aber da war alles in Ordnung. Ich hatte ja auch Internet mit meiner E-SIM und versuchte über Airbnb die Vermieter zu erreichen. Es zeigte LTE Empfang an, aber nicht ein klitzekleines Bit erreichte mich. Die Nachbarn fragen – tatsächlich hatten wir hier welche – schien uns die letzte Möglichkeit. Also pilgerten J und ich den Waldweg vor zur Straße und den nächsten ins Nachbargrundstück wieder ein.

Zufahrt zum blauen Haus

Ohne den bereits erwarteten obligatorischen Hund am Bein erreichten wir das Wohnhaus. noch ehe wir überlegen konnten, wie wir uns aufmerksam machen – Klingeln habe ich hier noch nie gesehen – kam auch schon eine Frau mit Kind auf die Terrasse und fragte ob sie helfen kann.

Aktuell nur als Wäscheleine zu gebrauchen

Konnte sie, naja oder auch nicht. Wir erfuhren das ganz Cape Breton gerade stromlos war. Das erklärte auch die geschlossene Tankstelle unten im Ort, die wir eigentlich gern bei der Ankunft hier in Chéticamp genutzt hätten, da die schwarze Rakete heute ziemlich viel Treibstoff verbrannt hat. Auch warum der Nachbar zur anderen Seite völlig unsichtbar Rasen mähte, war jetzt klar. Da läuft ein Notstromaggregat.

Arbeitsloser Stromzähler

Wir waren also nicht allein mit unserem Problem. Sie bot uns netterweise noch an, ihren Gasgrill zu nutzen, was wir dankend ablehnten, da auch das blaue Haus mit einem Grill ausgestattet war.

Was macht man also, wenn man keinen Strom hat? Erstmal natürlich die noch aus der Kühlbox kalten Biere „retten“. Dann möglichst alle Töpfe mit Wasser füllen, solange noch was läuft, was nicht allzu lange war.

Vorräte hatten wir zum Glück genug und auch der Gasgrill funktionierte.

Blech Chili an Reisbett

Wir fanden sogar ein paar Teelichte, allerdings nichts zum anzünden. Das müsste dann auch der Grill mit Selbstzünder erledigen.

Nach dem Sonnenuntergang sind wir einfach direkt ins Bett und hofften, das unsere Welt morgen schon besser und elektrifizierter ausschauen würde.

Circa 22:00 Uhr wurden wir unsanft aus unseren begonnenen Träumen geweckt. Plötzlich war die komplette Bude hell erleuchtet, der Kühlschrank begann zu brummeln und die Klimaanlage verursachte orkanartige Böen. Nachdem alles ausgeschaltet war, konnten wir mit einer gewissen Erleichterung wieder unter die Bettdecken kriechen.

Wer war’s? Ingo nisch.

Die heutige Nacht verbringen wir in oben genannten Wortspiel, Ingonish. Unser Zimmer ist eines von drei, welche sich über dem kleinen Laden namens „Groovy goat“ befindet. Hinter dem Haus ist ein kleiner, gut besuchter Streichelzoo mit Eseln, Ziegen und Kühen.

Unsere Unterkunft aus der Sicht der Streichelzoo Tiere
Einraumwohnung
Kabelfernseher

Der Abschied von Joan, den zwei verrückten Hunden Bri und Mac, den Hühnern, dem geschäftigen Bieber und der modernen, luftigen Wohnung über den Garagen fiel nicht leicht. Es war wieder einer dieser Orte, bei den man unweigerlich denkt: Wir müssen nochmal wiederkommen. Dass das wohl nie passieren wird, weiß man schon, wenn man es denkt.

Unser grosszügiges Freigehege
Who let the dogs out?

Heute lag eine etwas längere Strecke vor uns und wir genossen die Klimaanlage des Chevy sehr, da draußen die Sonne brannte und die Temperaturen über 30 Grad trieb. Erinnerungen an letztes Jahr stiegen auf, auch wenn wir noch einiges von den damaligen Gradzahlen entfernt waren. Zudem hat Kanada das metrische System und auch die Temperatur zeigt man in Celsius, das wirkt weit weniger dramatisch.

Was liegt da näher, als zum Lunch in einem Biergarten einzukehren. Allerlei Sportgerät zum weiteren Ankurbeln der Körpertemperatur lag auch herum, sehr zur Freude von E.

Hitze? Ab in den Biergarten.
Smashed Burger und Bier, das rat‘ ich Dir
E hatte irgendwann den Bogen raus
Fass-zinierend

Da die Sonne es weiterhin mehr als gut meinte, steuerten wir später noch das „Alexander Graham Bell National Historic Site“ in Baddeck (hier verstarb er 1922) an, ein Museum rund um Herrn Bells Erfindungen. Vor allem in der Hoffnung, dieses verfügt über eine funktionierende Klimaanlage. Tat es und als wir es verließen, hielt sich der Himmel dann eher bedeckt.

Bell-evue
„Moment, ich verbinde“

Die Weiterreise wurde nur noch von einem Fotostopp und dem Besuch eines Schoki-Ladens mit Kunstgalerie an der Straße (kommt man halt nie vorbei) unterbrochen.

Cabot Trail Scenic Highway
Da kamen wir her
Schokolade und Kunst, Hauptsache Schokolade

Jetzt lassen wir den Abend hier vor unserem kleinen Zimmer ausklingen, eben hat es mal kurz und kräftig geregnet. War ja klar, immer wenn man das Auto gewaschen hat. Ich hatte heute unterwegs die schwarze Rakete mal mit dem Hochdruck Reiniger vom gröbsten Staub zu befreien versucht, was aber eher einen Camouflage Look (dreckig-sauber-gefleckt) hervorgebracht hatte.

Links Friedhof, rechts Farmhof
Kinderzimmer
Gestern frisch gebacken, heute unser Abendbrot

Icy day – Teil 2

Auf dem Weg zum Strand lag „Student Ice Cream“, eine Desserterie laut Google. Schier unendliche Möglichkeiten ein Eis zusammenzustellen. Mit Topping, in verschiedene Glasuren getaucht, über 20 Eissorten, Soft- oder Kugeleis.

Eisige Entscheidung

Das Eis war unglaublich lecker, leider auch unglaublich schnell am Schmelzpunkt und die kleine Waffel drunter mit dem schieren Volumen überfordert. Wer liebt es nicht, den konstanten, klebrigen und zuckrigen Fluss von geschmolzenen Eis, erst über die Finger, dann über die komplette Hand. Diese Hilflosigkeit wenn selbst die Mini Serviette keinerlei Saugkapazitäten mehr hat. Einfach laufen lassen, mehr bleibt da nicht übrig. Auch die anfänglich hektischen Versuche mal hier und da schnell „abzulecken“ erscheinen irgenwann nur noch sinnlos und es läuft und suppt bis man das letzte Stück Matschwaffel im Mund hat.

Mmhhh, lecker

Dann steht man da mit zwei völlig verklebten Händen und überlegt, wie man aus der Nummer rauskommt. Die Taschentücher aus der Hosentasche sind unerreichbar ohne auch noch diese Klamotte in Mitleidenschaft zu ziehen. J und E sehen ähnlich ratlos aus wie ich, stehen also vor dem gleichen Problem. Also irgendwie die Eingangstür des Eisladens aufbekommen (pull) und elegant zum Serviettenspender schlendern, ohne zu merken, das man auch im Gesicht ausschaut, wie ein Dreijähriger mit den Resten der Speisekarte der letzten zwei Tage.

Am Ende ist es gut gegangen und nach einer Spülung mit der Wasserflasche im Auto ließ auch der UHU-Effekt nach.

Ab zum Strand und die Sonne und die Wellen genießen. Einen weiteren Strand Parcours und weiteren Kreativitäten später ging es dann wieder Richtung Quartier.

Grundfeuchte
Zebrabräune
Wetter, Wetter, Wetter
Sandstein Kunst

E bemerkte auf dem Rückweg, dass sie gern noch ein Eis hätte, da ihres beim ersten Mal zu zerlaufen war und ich es – als Retter in der Not – mal eben schnell miteingeatmet hatte.

Lag ja auf dem Weg, war noch offen und ein kleines Eis ging schon wieder. E bestellte diesmal Eis im Becher, wir jeweils ein kleines in der Waffel. das Verständnis von klein in unseren Köpfen und in denen der kanadischen Studenten in der Eisbude lagen eher konträr. Mit weiteren drei Rieseneiskugeln auf ner Miniwaffel folgte „Man klebt nur einmal“ Teil 2

Kleben und kleben lassen

E triumphierte und löffelte entspannt aus ihrem Becher. Eltern lernens eben nie. Es war trotzdem erneut sehr lecker und Students Ice Cream ist auf jeden Fall zu empfehlen.

Jetzt gibst noch ein leckeres Chili mit Reis, der Rest wird uns morgen unterwegs nach Ingonish auf irgendeiner Picknickbank als Wegzehrung retten. Morgen übernachten wir übrigens über einem – festhalten – Eisladen.

Echter Schilderwald

Loves Reisen 24.7.2025

Heute früh war Love erst 10 Uhr wach dann hat Love erst mal in ihrem Bett gechillt ich habe ihr dann Frühstück gemacht und es ihr gebracht sie war noch etwas kaputt deswegen habe ich ihr noch etwas Ruhe gelassen so 13 Uhr sind wir dann mit Love zum Strand gefahren sie hat sich sehr darauf gefreut und ihr hat es sehr dort gefallen

Es war tolles Wetter nur der Wind war blöd

Und auf der Rückfahrt war sie schon wieder müde ich hoffe sie hat sich nicht was eingefangen nicht das sie noch krank wird aber gestern war es ja auch anstrengend für sie vielleicht muss sie es noch etwas länger verdauen und verarbeiten naja ich rede gleich noch mal mit ihr darüber das hilft ihr nämlich immer wen etwas aufregendes passiert ist heute bringe ich sie etwas früher ins Bett damit sie morgen wieder schön fit ist tschüss